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Magento zu Shopify Migration: Die ehrliche Checkliste

Was wirklich zu einer Migration gehört — von Daten-Mapping bis Redirect-Strategie. 12 Punkte, die Sie nicht übersehen dürfen.

DE
Daniel Ehrhardt
Geschäftsführer
8 Min.
Editorial Illustration: ein komplexer Stapel aus mehreren Rechtecken wird durch einen horizontalen Pfeil mit einem einzelnen klaren Rechteck verbunden - Symbol für die strukturierte Migration von Magento zu Shopify.

Wer schon einmal einen Magento-Shop von innen gesehen hat, weiß: Eine Migration ist mehr als nur “Produkte rüberspielen”. Hier ist unsere Checkliste, die wir bei jedem Projekt durchgehen.

1. Daten-Audit vor allem anderen

Bevor Sie auch nur eine Zeile Code schreiben, brauchen Sie Klarheit über Ihre Datenstruktur. Magento erlaubt viel mehr Komplexität in Attributen und EAV-Tabellen als Shopify nativ. Listen Sie auf:

  • Wie viele Produkte? Welche Varianten-Komplexität?
  • Welche Custom-Attribute? Welche Metafelder?
  • Wie viele Kundenkonten? Was müssen Sie übertragen?
  • Wie viele Bestellungen? (Tipp: Sie müssen nicht alle migrieren.)

2. URL-Strategie definieren

Die wichtigste SEO-Entscheidung: 1:1 Redirect oder neue URL-Struktur? Wir empfehlen meistens “neue, saubere Struktur” mit perfekter Redirect-Map. Aber nur, wenn Sie SEO-Ressourcen für die ersten 90 Tage haben.

3. ERP & Drittsysteme

Welche Systeme hängen am Magento-Backend? SAP, JTL, Pickware, Mailchimp, Klaviyo? Jedes davon braucht entweder ein Update der Konfiguration oder eine neue Integration. Planen Sie das vor dem Sprint-Setup.

4. App- und Funktions-Mapping

Magento-Module ≠ Shopify Apps. Machen Sie eine Inventur aller verwendeten Module und finden Sie Shopify-Pendants. Manchmal löst eine native Shopify-Funktion drei Magento-Module auf einmal - manchmal brauchen Sie eine Custom App.

5. B2B-Logik

Wenn Sie B2B fahren: Plus-Account ist Pflicht. Native B2B-Funktionen, Custom Pricing, Net-Terms. Das spart eine massive Custom-Implementation.

6. Performance-Budget definieren

Bevor Sie Frontend bauen: Legen Sie fest, was performant heißt. LCP unter 2s? Sub-1.5s? Definieren Sie das früh. Das beeinflusst, wie schlank Ihr Custom Liquid Theme gebaut werden muss.

7. Theme-Architektur entscheiden

Reicht ein Custom Liquid Theme oder brauchen Sie zusätzlich eine Custom Shopify App? Daumenregel: Wenn Ihr Shop hochdynamische Logik braucht (Konfigurator, Realtime-Pricing, komplexe B2B-Preise) → Custom Liquid Theme + Custom App. Sonst → reines Custom Liquid Theme.

8. Daten-Migration in 3 Wellen

Wir migrieren immer in drei Wellen:

  1. Test-Migration: 10 % der Daten, voller Durchstich
  2. Staging-Migration: 100 %, ohne kritische Updates
  3. Cutover-Migration: Letztes Delta + DNS

9. Tracking-Migration

GA4, Meta CAPI, GTM, Klaviyo. Migration heißt nicht nur “Code übertragen” - Sie müssen Datenkontinuität sicherstellen. Planen Sie eine parallele Tracking-Phase ein.

10. Content-Migration

CMS-Pages, Blog-Posts, Help-Center. Oft unterschätzt. Wenn Sie WordPress + WooCommerce hatten: noch mehr Aufwand.

11. Pre-Launch Checkliste

  • 301-Redirects vollständig?
  • robots.txt korrekt?
  • Sitemap aktualisiert?
  • Tracking parallel auf alt + neu?
  • Backup gesichert?

12. Hypercare nach Launch

Die ersten 30 Tage sind kritisch. Wir haben in dieser Zeit immer ein dediziertes Team am Shop - täglich Reports, sofortige Reaktion auf Anomalien.


Eine ehrliche Migration ist keine Software-Aufgabe - sie ist ein Risk-Management-Projekt. Wer sie unterschätzt, zahlt mit Conversion und Rankings.

Wenn Sie gerade vor einer Migration stehen: Lassen Sie uns sprechen. Ein 30-Minuten-Call spart oft Wochen.

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