Sechs Verkaufskanäle, ein Store: Was aus Ihrer Multishop-Struktur beim Umstieg auf Shopify wird
In Shopware, Magento und WooCommerce ist „noch ein Shop“ eine Ebene innerhalb derselben Installation. Bei Shopify gibt es diese Ebene auch — sie heißt Markt, nicht Store, und deckt inzwischen weit mehr ab als Ländershops. Daneben gibt es den zweiten Store, der ein eigenes Abo, eigene Apps, eigene Theme-Lizenzen und eine harte Datengrenze mitbringt. Welcher Unterschied zwischen zwei Shop-Bereichen welche der beiden Ebenen erzwingt, und warum die neun Erweiterungs-Stores aus dem Plus-Tarif für Mehrmarkenhändler fast nie die Antwort sind.
Im Shopware-Backend eines Werkzeugherstellers steht die Liste der Verkaufskanäle. Sechs Einträge: Deutschland, Österreich, Schweiz, ein Händlershop mit Login, ein Outlet und ein Feed-Kanal für Preisportale. Sie sind über acht Jahre entstanden, einer nach dem anderen, und jeder hat damals ungefähr einen Nachmittag gekostet.
In der zweiten Projektwoche fällt der Satz, der das ganze Angebot verschiebt: „Wir brauchen dann also sechs Shopify-Shops.“
Nein. In den allermeisten Fällen brauchen Sie einen.
Die Rechnung dahinter ist nicht klein. Sechs Shopify-Stores bedeuten sechs Abonnements, sechs Mal denselben App-Baukasten, sechs Theme-Lizenzen und sechs getrennte Datensätze für Produkte, Bestand und Kunden. Bei einem mittelgroßen Baukasten aus acht Apps liegt allein der wiederkehrende Aufschlag im vierstelligen Bereich pro Monat — für eine Struktur, die im alten System nichts extra gekostet hat. Und der Grund, warum diese Rechnung überhaupt aufgemacht wird, ist meistens kein technischer, sondern ein sprachlicher.
Shopify hat Mitte September einen Überblicksartikel zum Multishop-Konzept veröffentlicht: was ein Multishop ist, wofür er sich eignet, welche Vor- und Nachteile er hat. Der Artikel ist für Händler geschrieben, die sich die Frage zum ersten Mal stellen. Wer bereits sechs Verkaufskanäle betreibt, stellt sie andersherum: Nicht „brauche ich mehrere Shops?“, sondern „was passiert mit den sechs, die ich habe?“.
Das Wort wandert mit, die Bedeutung nicht
Shopware nennt den Gegenstand, der einen zweiten Shop erzeugt, Verkaufskanal. Shopify nennt Onlineshop, Kasse, Instagram und Google Vertriebskanäle. Zwei fast identische Wörter für zwei gegensätzliche Dinge: Der eine erzeugt einen weiteren Shop mit eigener Domain und eigenem Sortiment, der andere eine weitere Verkaufsfläche für denselben Shop mit demselben Katalog.
Wer diese Gleichung übernimmt, baut seine Struktur auf eine Ebene, die sie nicht tragen kann — und stellt drei Wochen später fest, dass der Schweizer „Vertriebskanal“ weder eine eigene Domain noch eigene Preise hat, weil beides gar nicht dort eingestellt wird.
Ein Wort, zwei Bedeutungen
Was in Ihrem System ein zweiter Shop ist — und worin er bei Shopify zerfällt
In Shopware, Magento und WooCommerce ist „noch ein Shop“ eine Ebene innerhalb derselben Installation. Bei Shopify gibt es diese Ebene auch, sie heißt nur anders — und daneben gibt es eine zweite, die deutlich mehr kostet als einen Konfigurationseintrag.
Heute: ein System, mehrere Shop-Bereiche
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Shopware 6
Verkaufskanal
Eigene Domains, Sprachen, Währungen, Theme, Einstiegskategorie, Zahlungs- und Versandarten
Ein Produktbestand, eine Datenbank, eine Installation
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Magento 2 / Adobe Commerce
Website › Store › Store View
Drei Ebenen, auf denen sich Attributwerte, Preise und Einstellungen überschreiben lassen
Eine Installation, ein Adminbereich, geteilter Katalog
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WooCommerce
WordPress-Multisite
Je Site eigene Tabellen, eigene Plugins, eigenes Theme
Ein Server, eine WordPress-Installation — Katalog aber nicht
Bei Shopify: zwei Ebenen mit einer harten Grenze dazwischen
Markt
Ein Bereich innerhalb eines Stores. Bedingung plus Anpassungen: Wer dazugehört und was diese Gruppe anders sieht.
Eigenständig
- Domain oder Unterverzeichnis
- Sprache und Währung
- Verfügbare Produkte und Preise
- Steuern und Abgaben
Geteilt
- Produktkatalog und Bestand
- Kundendatenbank und Bestellungen
- Apps, Abo und Theme-Datei
- Ein Adminbereich, eine Rechnung
Store
Ein eigener Mandant. Eigene Adresse im Shopify-Backend, eigener Katalog, eigener Checkout, eigene Rechnung.
Eigenständig
- Katalog, Bestand, Kunden, Bestellungen
- Apps, jede erneut bezahlt
- Theme-Lizenz je Store
- Auswertungen und Berichte
Geteilt
- Nichts — außer Benutzerverwaltung und Abrechnung, wenn beide Stores in einer Organisation liegen
Falscher Freund „Vertriebskanal“ heißt im Shopify-Admin etwas anderes als „Verkaufskanal“ im Shopware-Admin: Onlineshop, POS, Instagram, Google — Verkaufsflächen desselben Stores mit demselben Katalog. Wer seine sechs Shopware-Verkaufskanäle auf sechs Shopify-Vertriebskanäle abbildet, hat die Struktur nicht übertragen, sondern verloren.
Nach den Hilfeseiten zu Märkten und Erweiterungs-Stores auf help.shopify.com und der Shopware-Dokumentation zu Verkaufskanälen, Stand September 2026. Die Benutzer- und Rechnungsverwaltung über mehrere Stores hinweg setzt eine Organisation voraus, die es nur im Plus-Tarif gibt.
Der Gegenstand, den Sie suchen, heißt bei Shopify Markt. Er liegt genau dort, wo in Shopware der Verkaufskanal und in Magento die Website-Ebene liegt: innerhalb einer Installation, auf demselben Katalog, mit eigener Domain, eigener Sprache, eigener Währung und eigenem Sortiment.
Der Unterschied zum Altsystem ist trotzdem nicht null, und er geht in beide Richtungen. Ein Markt darf weniger als ein Shopware-Verkaufskanal — er bekommt kein eigenes Theme und keine eigenen Backend-Rechte. Er darf aber auch mehr, denn seine Bedingung muss längst kein Land mehr sein.
Ein Markt ist mehr als ein Ländershop
Märkte waren jahrelang das Werkzeug für internationale Shops, und in den meisten Vergleichen stehen sie immer noch so drin. Inzwischen sind sie der allgemeine Bereichsbegriff der Plattform. Die Bedingung, nach der ein Markt seine Zielgruppe bestimmt, kann ein Land sein, eine Filiale, eine Firmenadresse im Geschäftskundengeschäft oder ein einzelner Vertriebskanal.
Damit fällt der zweithäufigste Grund für einen zweiten Store weg: der Händlershop.
Die Ebene, die Sie eigentlich suchen
Vier Arten von Märkten, und wofür jede im alten Shop zuständig war
Ein Markt ist eine Bedingung plus eine Menge Anpassungen. Welche Bedingung erlaubt ist, entscheidet, wie viel von Ihrer heutigen Multishop-Struktur in einem einzigen Store Platz findet — und das ist inzwischen deutlich mehr als nur Länder.
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Land oder Region
- Bedingung
- Standort der Kundin oder des Kunden
- Anpassbar
- Währung, Sprache, Domain, verfügbare Produkte, Preise, Steuern und Abgaben, Versandoptionen
- Ersetzt bei Ihnen
- Der Ländershop aus Shopware, die Website-Ebene aus Magento, die Sprachdomain aus WooCommerce.
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Einzelhandel
- Bedingung
- POS-Filiale, einzeln oder als Gruppe
- Anpassbar
- Eigener Katalog und eigene Preise je Filiale oder Filialgruppe
- Ersetzt bei Ihnen
- Der separate Kassen-Mandant, mit dem Filialen bisher ein abweichendes Sortiment führten.
Katalog-Anpassung braucht POS Pro oder Plus
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B2B
- Bedingung
- Firmenstandorte — alle, alle in einer Region oder namentlich benannte
- Anpassbar
- Kataloge mit eigenen Preislisten, Währung, Inhalte, Zahlungs- und Versandarten
- Ersetzt bei Ihnen
- Der eigene Händlershop mit Login, den Shopware über Kundengruppen und einen zweiten Verkaufskanal gelöst hat.
Basic bis Advanced: 3 aktive Kataloge über alle B2B-Märkte. Plus: unbegrenzt
-
Vertriebskanal
- Bedingung
- Verkaufsfläche wie Google & YouTube, Facebook & Instagram, TikTok
- Anpassbar
- Verfügbare Produkte, Preise und Währung je Kanal oder Kanalgruppe
- Ersetzt bei Ihnen
- Der Feed-Verkaufskanal aus Shopware, über den Preisportale ein abweichendes Sortiment bekamen.
Wenn mehrere Märkte gleichzeitig passen
Spezifischer schlägt allgemeiner
B2B ist spezifischer als Einzelhandel, Einzelhandel spezifischer als Land oder Region. Bei widersprüchlichen Anpassungen gewinnt der speziellere Typ.
Kataloge summieren sich
Die Kataloge aller passenden Märkte werden zusammengelegt. Ein Produkt, das ein Markt ausschließt, ein anderer aber führt, bleibt sichtbar.
Untermärkte erben
Ein Untermarkt übernimmt die Einstellungen seines Obermarkts, bis er sie selbst überschreibt. Ein Markt kann Untermarkt zweier Typen gleichzeitig sein.
Ohne Markt kein Kauf
Wer aus einem Land kommt, das in keinem aktiven Markt liegt, kann den Shop ansehen, aber nicht bestellen. Für Kundengruppen, Filialen und Kanäle gilt das nicht.
Nach den Hilfeseiten zu Markttypen und zu den Voraussetzungen für Märkte auf help.shopify.com, Stand September 2026. Länder- und Regionsmärkte sind in allen Tarifen ohne Mengenbegrenzung verfügbar; die Begrenzungen betreffen Kataloge und Anpassungen, nicht die Zahl der Märkte.
Ein Beispiel aus der Liste oben, weil es die Mehrzahl der DACH-Projekte betrifft: Der Händlershop mit Login, den Shopware über eine Kundengruppe und einen eigenen Verkaufskanal löst, wird bei Shopify zu einem B2B-Markt im selben Store. Firmen, Firmenstandorte, Preislisten, Zahlungsbedingungen — alles im selben Adminbereich, auf demselben Katalog, mit demselben Bestand. Geschäftskundenfunktionen sind inzwischen in allen Tarifen enthalten; Plus hebt vor allem die Grenzen an. Unterhalb von Plus dürfen drei aktive Kataloge über alle B2B-Märkte hinweg bestehen. Für einen Hersteller mit drei Händlerstufen reicht das genau. Für einen mit sieben Konditionsgruppen nicht.
Das ist die Art Grenze, die Architekturentscheidungen wirklich auslöst — nicht das Organigramm.
Drei Linien entscheiden, nicht die Architektur
Die Frage „ein Store oder mehrere“ wird in Projekten gerne als Architekturfrage verhandelt. In der Praxis entscheidet sie sich an drei Zeilen in der Tarifübersicht, und sie zu kennen, spart mehr Diskussion als jede Skizze an der Wand.
Wo die Linien liegen
Was ein Markt überschreiben darf, nach Tarif
Der größte Teil dessen, wofür Sie heute einen zweiten Verkaufskanal betreiben, ist in jedem Tarif enthalten. Drei Linien laufen quer durch die Tabelle — und genau an ihnen entscheidet sich, ob aus Ihrem Multishop ein Store wird oder mehrere.
| Anpassung je Markt | Basic | Grow | Advanced | Plus |
|---|---|---|---|---|
| Märkte für Länder und Regionen anlegen | in Basic enthalten | in Grow enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Eigene Domain und Sprache je Markt | in Basic enthalten | in Grow enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Eigener Produktkatalog je Markt | in Basic enthalten | in Grow enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Eigene Preise und Währung je Markt | in Basic enthalten | in Grow enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Steuern und Abgaben je Markt | in Basic enthalten | in Grow enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Rabatte auf einzelne Märkte begrenzen | in Basic enthalten | in Grow enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| B2B-Märkte anlegen Bis Advanced: 3 aktive Kataloge über alle B2B-Märkte | in Basic enthalten | in Grow enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Märkte für Filialen und Vertriebskanäle Filialkataloge brauchen POS Pro | in Basic enthalten | in Grow enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Eigene Theme-Inhalte je Markt Andere Banner, Abschnitte, Texte — dieselbe veröffentlichte Theme-Datei | in Basic nicht enthalten | in Grow nicht enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Checkout- und Kontoseiten je Markt anpassen | in Basic nicht enthalten | in Grow nicht enthalten | in Advanced enthalten | in Plus enthalten |
| Checkout-Bausteine je Markt anpassen | in Basic nicht enthalten | in Grow nicht enthalten | in Advanced nicht enthalten | in Plus enthalten |
| Eigene juristische Person je Markt Eigenes Shopify-Payments-Konto, eigene Auszahlung, eigenes Bankkonto je Entität | in Basic nicht enthalten | in Grow nicht enthalten | in Advanced nicht enthalten | in Plus enthalten |
Was kein Tarif in einen Markt legt
Rechte je Markt
Mitarbeiterrechte lassen sich nicht auf einen Markt begrenzen. Wer Bestellungen sehen darf, sieht die Bestellungen aller Märkte.
Zweites veröffentlichtes Theme
Je Store ist genau ein Theme veröffentlicht. Märkte variieren Inhalte darin, nicht die Theme-Datei selbst.
Zweiter Markenname
Shopname, Absenderadresse der E-Mails und Rechtstexte gehören dem Store, nicht dem Markt.
Getrennter Bestand
Alle Märkte greifen auf denselben Lagerbestand zu. Reservierte Kontingente je Markt gibt es nicht.
Nach der Verfügbarkeitstabelle auf der Hilfeseite zu den Voraussetzungen für Märkte und der Tarifseite zu Shopify Plus, help.shopify.com, Stand September 2026. Vier Zeilen dieser Liste sind die üblichen Gründe für einen zweiten Store — die vier Kästen darunter sind die besseren.
Die erste Linie ist die häufigste Überraschung. Ein eigenes Theme-Erlebnis je Markt gibt es ab dem Advanced-Tarif. Darunter teilen sich alle Märkte dieselbe Gestaltung und unterscheiden sich in Übersetzung, Währung, Sortiment und Preis — aber nicht in Aufbau und Inhalten der Startseite. Für einen Ländershop ist das meistens genau richtig. Für ein Outlet, das bewusst anders aussehen soll, ist es der Punkt, an dem entweder der Tarif steigt oder ein zweiter Store entsteht.
Und selbst oberhalb dieser Linie gilt eine Einschränkung, die man leicht überliest: Je Store ist genau ein Theme veröffentlicht. Märkte variieren Inhalte, Abschnitte und Sichtbarkeiten innerhalb dieses einen Themes. Zwei grundverschiedene Storefronts aus zwei verschiedenen Themes sind zwei Stores — oder ein Kopf-Frontend, das Sie selbst betreiben.
Die zweite Linie betrifft den Checkout, die dritte die Buchhaltung: Eine eigene juristische Person je Markt gibt es ausschließlich im Plus-Tarif. Wer für Österreich eine eigene GmbH hat und deren Umsätze auch auf deren Konto ausgezahlt haben will, hat damit zwei Wege: Plus mit Geschäftsentitäten je Markt, oder ein zweiter Store auf einem eigenen Vertrag. Einen dritten gibt es nicht.
Fragen Sie nicht nach der Zahl, fragen Sie nach dem Unterschied
„Wie viele Stores brauchen wir?“ ist eine Frage, auf die jeder im Raum eine Meinung hat und niemand eine Begründung. Sie lässt sich in eine Frage übersetzen, die beides hat: Worin unterscheiden sich zwei Bereiche konkret — und welche Ebene trägt genau diesen Unterschied?
Die Reihenfolge der Fragen
Sieben Unterschiede, und was jeder einzelne kostet
Nicht „wie viele Shops brauchen wir“, sondern: Worin unterscheiden sich zwei Bereiche konkret? Die ersten fünf Unterschiede lösen sich in einem einzigen Store. Die letzten beiden sind die einzigen, die zuverlässig ein zweites Abo rechtfertigen.
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Unterscheiden sich nur Land, Sprache, Währung oder Domain?
Länder- und Regionsmärkte gibt es in jedem Tarif, mit eigener Domain, eigener Sprache und eigener Währung. Das deckt den klassischen Ländershop vollständig ab.
Ein Markt Ein Store -
Unterscheiden sich Sortiment oder Preise je Zielgruppe?
Kataloge legen je Markt fest, welche Produkte sichtbar sind und was sie kosten. Ein Produkt bleibt dabei ein Produkt mit einem Bestand — nicht zwei Datensätze, die auseinanderlaufen.
Ein Markt Ein Store -
Brauchen Geschäftskunden ein eigenes Login mit eigenen Preislisten?
B2B läuft im selben Store wie das Endkundengeschäft, mit Firmen, Firmenstandorten und eigenen Katalogen. Bis Advanced sind drei aktive B2B-Kataloge erlaubt, im Plus-Tarif beliebig viele.
Ein B2B-Markt Ein Store -
Soll die Startseite je Zielgruppe anders aufgebaut sein, nicht nur anders beschriftet?
Andere Abschnitte, Banner und Inhalte je Markt gibt es ab dem Advanced-Tarif. Darunter teilen sich alle Märkte dieselbe Theme-Gestaltung und unterscheiden sich nur in Übersetzung, Währung und Sortiment.
Markt ab Advanced Ein Store -
Rechnet ein Bereich auf eine andere juristische Person ab?
Eigene Geschäftsentitäten je Markt — eigenes Zahlungskonto, eigene Auszahlung, eigenes Bankkonto — gibt es ausschließlich im Plus-Tarif. Ohne Plus braucht die zweite Gesellschaft einen zweiten Store.
Markt nur mit Plus Ein Store -
Trägt der Bereich einen anderen Markennamen oder führt er andere Warenarten?
Shopname, Absenderadresse, Rechtstexte und Markenauftritt gehören dem Store. Eine zweite Marke ist deshalb ein zweiter Store — und im Plus-Tarif nicht einmal ein Erweiterungs-Store, sondern eine eigene Vereinbarung.
Zweiter Store Zweiter Store -
Soll ein Team im Backend nur seinen eigenen Bereich sehen?
Mitarbeiterrechte lassen sich nicht auf einen Markt begrenzen. Wer Bestellungen sehen darf, sieht alle. Getrennte Sicht auf Bestellungen und Kunden gibt es nur über getrennte Stores.
Zweiter Store Zweiter Store
Nach den Hilfeseiten zu Markttypen, zur Tarifverfügbarkeit von Markt-Anpassungen und zu Erweiterungs-Stores, help.shopify.com, Stand September 2026. Die Leiter ist absteigend nach Häufigkeit sortiert: In den meisten Projekten hört sie nach Frage vier auf.
In der Mehrzahl der Projekte, die wir begleiten, endet diese Leiter bei Frage vier. Länder, Sprachen, Währungen, Domains, unterschiedliche Sortimente, unterschiedliche Preise, Geschäftskunden mit eigenem Login: alles ein Store.
Die beiden letzten Fragen sind die ehrlichen. Ein anderer Markenname ist ein anderer Store, weil Shopname, Absenderadresse der Bestellbestätigungen, Impressum und Rechtstexte am Store hängen und nicht am Markt. Und getrennte Sicht im Backend gibt es ebenfalls nur über getrennte Stores, denn Mitarbeiterrechte lassen sich nicht auf einen Markt begrenzen. Wer Bestellungen sehen darf, sieht die Bestellungen aller Märkte — auch die des Händlershops, auch die der Schwestermarke.
Für Unternehmen, die ihren Vertrieb nach Marken oder Regionen in getrennten Teams organisiert haben, ist das der eigentliche Knackpunkt. Nicht die Technik, sondern die Frage, wer wessen Zahlen sieht.
Die Rechnung für den zweiten Store
Wenn eine der beiden letzten Fragen mit Ja beantwortet wird, ist der zweite Store richtig. Dann sollte allerdings vor der Entscheidung stehen, was er wirklich kostet — und der Abopreis ist dabei der kleinere Teil.
Der Preis der zweiten Zeile
Was ein zweiter Store multipliziert — und was er trennt
Ein zweiter Verkaufskanal in Shopware kostet eine Konfiguration. Ein zweiter Shopify-Store kostet ein Abo, jede App noch einmal, jede Theme-Lizenz noch einmal — und er zerschneidet Daten, die heute zusammenhängen.
Was sich je Store multipliziert
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Abonnement
Basic 36 € · Grow 105 € · Advanced 384 € · Plus ab 2.100 €
Jeder Store hat seinen eigenen Tarif. Im Plus-Tarif sind bis zu neun Erweiterungs-Stores ohne Aufpreis enthalten — außerhalb von Plus zahlt jeder Store voll.
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Apps
Abrechnung je Store
Apps werden je Store abgerechnet, nicht je Organisation. Ein Baukasten aus acht Apps kostet bei vier Stores viermal.
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Theme-Lizenz
Je Store erneut
Eine gekaufte Theme-Lizenz gilt für einen Store und lässt sich nicht teilen. Ein importiertes Theme ohne eigene Lizenz kann nicht bearbeitet und nicht veröffentlicht werden.
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Theme-Pflege
Jede Änderung an Layout, Rechtstexten oder Tracking wird in jedem Store einzeln ausgerollt. Ohne Git-Anbindung ist das Handarbeit mal N.
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Einrichtung und Betrieb
Versandprofile, Steuereinstellungen, Zahlungsarten, Benachrichtigungen, Zugänge — je Store einmal, und danach je Store gepflegt.
Was die Grenze nicht überquert
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Bestand
Kein gemeinsamer Lagerbestand. Wer denselben Artikel in zwei Stores verkauft, braucht eine Synchronisation über App oder ERP — und trägt bis dahin das Überverkaufsrisiko.
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Kundenkonten
Ein Konto gehört einem Store. Dieselbe Person ist in zwei Stores zwei Datensätze, mit getrennter Bestellhistorie und getrennten Einwilligungen.
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Bestellungen und Auswertungen
Jeder Store hat seine eigenen Berichte. Eine Gesamtsicht über alle Stores entsteht erst außerhalb von Shopify.
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Rabatte und Geschenkkarten
Codes und Guthaben gelten je Store. Eine im Markenshop gekaufte Geschenkkarte löst im Outlet-Store nicht ein.
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Produkte und Kollektionen
Nach der Anlage gibt es keinen Abgleich. Eine Preisänderung im Hauptstore erreicht den zweiten Store nur über eine Integration, die jemand gebaut hat.
Der Satz, der die Entscheidung trägt Beim Anlegen eines Stores in einer Organisation lassen sich Themes, Produkte, Kollektionen samt Metafeldern und Dateien aus einem bestehenden Store übernehmen. Danach nicht mehr. Es gibt keinen laufenden Abgleich zwischen zwei Stores — ab dem Go-live ist jede Synchronisation eine eigene Integration mit eigenem Betrieb, eigenem Monitoring und eigenem Fehlerfall.
Preise nach shopify.com/de/preise bei monatlicher Abrechnung; der Plus-Preis nach der Hilfeseite zum Plus-Tarif (2.100 € im Monat bei dreijähriger, 2.250 € bei einjähriger Laufzeit, zuzüglich einer möglichen umsatzabhängigen Plattformgebühr). Alle übrigen Angaben nach der Hilfeseite zu Erweiterungs-Stores, help.shopify.com, Stand September 2026.
Der Satz aus dem Kasten verdient eine eigene Zeile im Projektplan. Beim Anlegen eines Stores innerhalb einer Organisation lassen sich Themes, Produkte, Kollektionen samt Metafeldern und Dateien aus einem bestehenden Store übernehmen. Danach nie wieder. Es gibt keinen laufenden Abgleich zwischen zwei Shopify-Stores.
Für ein Unternehmen, das bisher einen Katalog in einer Datenbank gepflegt hat, ist das die größte Verhaltensänderung des ganzen Umstiegs. Aus „Preis ändern“ wird „Preis ändern und dafür sorgen, dass die Änderung in vier Stores ankommt“. Das ist machbar — über ERP, PIM oder eine Synchronisations-App — aber es ist ein eigenes System mit eigenem Betrieb, eigener Überwachung und eigenem Fehlerfall. Wer vier Stores plant, plant damit implizit eine Integrationsschicht mit, auch wenn sie in keinem Angebot steht.
Dasselbe gilt für den Bestand. Zwei Stores, die denselben Artikel aus demselben Lager verkaufen, wissen nichts voneinander. Bis die Synchronisation steht, tragen Sie das Überverkaufsrisiko bei jedem Artikel, der in beiden Stores liegt.
Neun Stores, die keine Mehrmarkenlösung sind
An dieser Stelle kommt in fast jedem Gespräch der Einwand, der so plausibel klingt: „Plus enthält doch neun weitere Stores.“ Das stimmt. Nur sind sie an Bedingungen geknüpft, die genau den Fall ausschließen, für den sie eingeplant werden.
Die neun Stores im Kleingedruckten
Wofür ein Erweiterungs-Store gedacht ist — und wofür nicht
Im Plus-Tarif sind neun weitere Stores ohne Aufpreis enthalten. Das klingt nach der Lösung für Mehrmarkenhändler und ist genau der Fall, den die Bedingungen ausschließen.
1
Hauptstore
9
Erweiterungs-Stores ohne Aufpreis
∞
Staging-Stores, zählen nicht mit
Vier Bedingungen, alle gleichzeitig zu erfüllen
-
Erweiterung derselben Marke
Ein eigenständiges zweites Unternehmen fällt heraus, auch wenn derselbe Eigentümer dahintersteht.
-
Identischer Shopname und Markenauftritt
Die zweite Marke mit eigenem Namen und eigenem Logo erfüllt diese Bedingung nicht.
-
Dieselbe Art von Waren und Leistungen
Sortimentserweiterung ist erlaubt, ein fremdes Sortiment nicht.
-
Abrechnungswährung USD oder INR
Ein in Euro abgerechneter Store muss vor der Aufnahme umgestellt werden. Die Verkaufswährung bleibt davon unberührt.
Vorab genehmigte Fälle
-
Internationale Stores
Gleiche Marke, gleiche Produkte, andere Sprache, Region oder Währung
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B2B-Großhandelsstore einmal je Vertrag
Gleiche Produkte, Zugang nur mit Login
-
Endkundenstore für Großhändler einmal je Vertrag
Für Unternehmen, die bisher ausschließlich im Großhandel verkaufen
-
Mitarbeiter- oder VIP-Store
Nicht öffentlich, gleiche Marke
-
Reine Filialstores
100 % stationär, keine Onlinebestellungen
Wenn keine Bedingung passt Dann bleibt die Mehrmarken-Vereinbarung: mehrere Marken unter einer Organisation, aber ein eigenes Plus-Abonnement je Marke. Aus drei Marken auf einer Shopware-Instanz werden damit drei Verträge — die Zahl, die in der ersten Kalkulation praktisch nie steht.
Nach der Hilfeseite zu Erweiterungs-Stores für Organisationen im Plus-Tarif, help.shopify.com, Stand September 2026. Wer mehr als zehn Stores braucht oder einen bestehenden Store aufnehmen will, geht in beiden Fällen über den Support, nicht über die Einstellungen.
Lesen Sie die vier Bedingungen zusammen, und das Bild ist eindeutig: Ein Erweiterungs-Store ist eine weitere Ausprägung derselben Marke — ein anderes Land, ein Händlerzugang, ein Mitarbeitershop, eine Filiale. Er ist keine zweite Marke.
Für den deutschen Mittelständler mit drei Marken auf einer Shopware-Instanz heißt das: Aus einer Instanz und einer Lizenz werden nicht ein Plus-Vertrag mit drei Stores, sondern eine Mehrmarken-Vereinbarung mit drei Plus-Abonnements. Das ist keine Kleinigkeit in der Kalkulation, und es ist der wichtigste Grund, diese Frage vor der Plattformentscheidung zu klären und nicht danach.
Die Bedingung zur Abrechnungswährung ist der kleinere, aber ärgerlichere Stolperstein: Nur Stores, die in US-Dollar oder indischen Rupien abgerechnet werden, lassen sich in eine Plus-Vereinbarung aufnehmen. Die Verkaufswährung bleibt davon unberührt — Ihr Shop verkauft weiter in Euro. Ein bereits bestehender, in Euro abgerechneter Store muss vor der Aufnahme aber umgestellt werden, und dabei werden offene Beträge sofort fällig.
Was aus den einzelnen Bauteilen wird
Die Entscheidung über die Zahl der Stores ist die eine Hälfte. Die andere ist die Frage, was mit jedem einzelnen Bauteil der heutigen Struktur passiert — und dort entsteht der Aufwand, der in Angeboten am häufigsten fehlt.
Bauteil für Bauteil
Wohin jedes Stück Ihrer heutigen Struktur wandert
Acht Bauteile, die in fast jedem gewachsenen Multishop stecken. Drei kommen nahezu unverändert mit, vier werden umgebaut, eines hat bei Shopify kein Gegenstück — und ausgerechnet dieses eine entscheidet am Ende über die Zahl der Stores.
-
Eigene Domain je Verkaufskanal
Kommt mitDomain oder Unterverzeichnis je Markt, in jedem Tarif
Weiterleitungstabelle je Domain, hreflang neu aufbauen, je Domain eine eigene Property in der Search Console.
-
Eigene Sprache und Übersetzungen
UmbauenÜbersetzungen je Sprache, Sprachen je Markt zugeordnet
Produkttexte, Kollektionstexte, Theme-Beschriftungen und Metafelder werden getrennt übersetzt. Was im Altsystem an einer Stelle lag, liegt hier an vier.
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Kundengruppen mit eigenen Preisen
UmbauenKatalog je Markt, im B2B-Fall Katalog je Firmenstandort
Preislisten neu aufbauen. Die Regelwerke aus dem alten Shop lassen sich nicht übertragen, die Preise selbst schon.
-
Kunden, an einen Verkaufskanal gebunden
UmbauenEin Kundenstamm je Store, Märkte trennen ihn nicht
Dubletten zusammenführen, Einwilligungen je Marke prüfen. Passwörter kommen in keiner Migration mit — jede Kundin setzt beim ersten Login neu.
-
Eigene Versand- und Zahlungsarten je Kanal
Kommt mitVersandoptionen und Zahlungsarten je Markt
Direkt abbildbar. Aufwand steckt in den Versandprofilen, nicht in der Struktur.
-
Feeds an Preisportale als eigener Kanal
Kommt mitKanal-Markt mit eigenem Katalog und eigenen Preisen
Sortiment und Preisaufschlag je Kanal neu setzen. Die Feed-Erzeugung übernimmt der jeweilige Vertriebskanal oder eine App.
-
Eigene Inhaltsseiten je Verkaufskanal
UmbauenSeiten, Blogs und Metaobjekte gehören dem Store
Sichtbarkeit je Markt entsteht im Theme und braucht ab da den Advanced-Tarif. Darunter sehen alle Märkte dieselben Seiten.
-
Backend-Rechte je Verkaufskanal
Fällt wegKein Gegenstück — Rechte gelten je Store
Entweder organisatorisch lösen oder als eigener Store bauen. Das ist der häufigste echte Grund für einen zweiten Store.
Zuordnung nach den Hilfeseiten zu Märkten, Übersetzungen, Kundenkonten und Mitarbeiterrechten auf help.shopify.com, Stand September 2026. Die Spalte „Die Arbeit dahinter“ ist der Teil, der in Angeboten am häufigsten fehlt: Er entsteht nicht aus dem Import, sondern aus dem Unterschied der Modelle.
Drei Zeilen daraus verdienen einen Kommentar.
Übersetzungen werden unterschätzt, weil sie im Altsystem an einer Stelle lagen. In Shopware hängt die Übersetzung am Datensatz, und der Verkaufskanal wählt die Sprache aus. Bei Shopify sind Produkttexte, Kollektionstexte, Theme-Beschriftungen und Metafeld-Inhalte vier getrennte Baustellen mit vier getrennten Werkzeugen. Dieselben Wörter, deutlich mehr Wege.
Kundenkonten kommen nie vollständig mit. Passwörter lassen sich aus keinem System migrieren, weil sie nirgends im Klartext liegen. Jede Kundin, jeder Kunde setzt beim ersten Login neu — das ist bei jeder Migration so und hat mit Multishop nichts zu tun. Was mit Multishop zu tun hat: Wenn dieselbe Person heute in zwei Verkaufskanälen zwei Konten hat, entscheiden Sie beim Import, ob daraus ein Datensatz wird oder zwei bleiben. Danach ist es Handarbeit.
Backend-Rechte je Bereich haben kein Gegenstück. Shopware kennt diese Trennung selbst nicht ab Werk — auch dort ist sie ein Plugin. Aber wer sie hat, hat Prozesse darum gebaut, und die halten den Umstieg nur aus, wenn jemand sie vorher anschaut.
Zwei Wege, die in der Praxis funktionieren
Aus den letzten Abschnitten ergeben sich zwei Muster, die in echten Projekten tragen. Beide sind vertretbar; was nicht trägt, ist die stillschweigende Eins-zu-eins-Übertragung der alten Kanalliste.
Der Zusammenzug. Alle Länder, Sprachen, Währungen, Sortimentsvarianten und das Geschäftskundengeschäft laufen in einem Store, aufgeteilt in Märkte. Ein Katalog, ein Bestand, ein Kundenstamm, eine Auswertung. Der Aufwand liegt vorne, in der Marktstruktur und in den Katalogen; danach kostet ein zusätzliches Land ungefähr so viel wie früher ein zusätzlicher Verkaufskanal. Dieses Muster passt für den weit überwiegenden Teil der Händler mit gewachsener Kanalliste, und es ist fast immer die günstigere Rechnung.
Der bewusste Schnitt. Genau dort ein zweiter Store, wo eine eigene Marke, ein eigener Rechtsträger ohne Plus oder eine geforderte Rechtetrennung dahintersteht — und sonst nirgends. Dazu von Anfang an eine benannte Quelle der Wahrheit für Produkte und Bestand, meistens das ERP, und eine Synchronisation, die jemandem gehört. Zwei bis drei Stores mit sauberer Grenze sind beherrschbar. Sechs Stores, die alle ein bisschen voneinander abhängen, sind es erfahrungsgemäß nicht.
Was in beiden Mustern gleich bleibt: Die Entscheidung fällt vor dem Import, nicht danach. Ein Katalog, der einmal in vier Stores liegt, lässt sich nachträglich nur mit erheblichem Aufwand wieder zusammenführen — Bestellhistorien und Kundenkonten gar nicht.
Checkliste
Multishop-Struktur vor der Plattformentscheidung: dreizehn Punkte
Die ersten sechs Punkte brauchen nur den alten Shop und beantworten die Frage nach der Zahl der Stores. Die Punkte sieben bis zehn gehören in die Angebotsphase, der Rest vor den Import. Ihre Häkchen bleiben in diesem Browser gespeichert.
0 von 13 erledigt
Was für Ihre Ausgangslage sinnvoll ist
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Drei bis sechs Länder-Verkaufskanäle, eine Marke | Ein Store mit Märkten. Das ist der Normalfall, und jeder weitere Store kostet hier nur Geld und Synchronisation |
| Händlershop mit Login und bis zu drei Konditionsgruppen | B2B-Markt im selben Store. Die Grenze von drei aktiven Katalogen unterhalb von Plus vorher gegen Ihre Gruppen zählen |
| Mehr als drei Konditionsgruppen im Großhandel | Entweder Plus mit unbegrenzten Katalogen oder Konditionen zusammenlegen. Ein zweiter Store löst das Problem nicht |
| Zwei oder drei eigenständige Marken auf einer Instanz | Ein Store je Marke einplanen — und im Plus-Fall früh klären, dass das eine Mehrmarken-Vereinbarung mit eigenem Abo je Marke bedeutet |
| Outlet oder Zweitshop mit bewusst anderem Auftritt | Erst prüfen, ob Theme-Inhalte je Markt ab Advanced reichen. Nur ein wirklich anderes Theme rechtfertigt den zweiten Store |
| Eigene GmbH pro Land, Auszahlung auf Landeskonten | Plus mit Geschäftsentitäten je Markt, sonst ein Store je Gesellschaft. Einen Mittelweg gibt es nicht |
| Vertriebsteams sollen nur ihre eigenen Zahlen sehen | Der einzige verlässliche Weg sind getrennte Stores. Vorher aber prüfen, ob die Anforderung technisch oder organisatorisch gemeint ist |
| Filialen mit abweichendem Sortiment oder abweichenden Preisen | Einzelhandelsmärkte im selben Store. Eigene Filialkataloge setzen POS Pro oder Plus voraus |
| Preisportale und Marktplätze mit eigenem Sortiment und Aufschlag | Kanal-Markt statt zweitem Store. Sortiment und Preisaufschlag lassen sich je Kanal getrennt setzen |
| Bereits mehrere Shopify-Stores im Einsatz, Pflege läuft aus dem Ruder | Prüfen, welche Stores sich zu Märkten zusammenziehen lassen. Produkte und Inhalte gehen, Bestellhistorien und Kundenkonten nicht |
| Bestand liegt in einem Lager, Verkauf über mehrere Stores | Vor dem Go-live eine Bestandssynchronisation mit klarer Quelle aufsetzen. Bis dahin ist jeder gemeinsam geführte Artikel ein Risiko |
| Plattformentscheidung steht noch aus | Die Zahl der nötigen Stores vor dem Angebotsvergleich bestimmen. Sie verschiebt die Gesamtkosten stärker als jede Tarifzeile |
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten
Multishop ist beim Systemwechsel die Entscheidung mit dem größten Hebel auf die laufenden Kosten — und die, die am häufigsten aus einer Wortgleichung heraus getroffen wird statt aus einer Analyse. Drei Punkte verhindern das meiste davon.
Ihr Verkaufskanal wird ein Markt, kein Store. Die Ebene, auf der Ihre heutige Struktur liegt, existiert bei Shopify — sie heißt nur anders und deckt längst mehr ab als Länder: Filialen, Geschäftskunden und einzelne Vertriebskanäle gehören ebenfalls dazu. Wer diese Zuordnung einmal sauber macht, streicht in der Regel vier von sechs geplanten Stores.
Ein zweiter Store ist ein zweiter Mandant, kein zweiter Reiter. Er bringt ein eigenes Abo, jede App noch einmal, eine eigene Theme-Lizenz und eine Datengrenze mit, die nach der Anlage nichts mehr überquert. Wer ihn trotzdem braucht — wegen einer eigenen Marke, einer eigenen Gesellschaft ohne Plus oder getrennter Backend-Rechte — sollte die Synchronisation von Anfang an als eigenes Arbeitspaket führen, nicht als Detail des Imports.
Die neun Erweiterungs-Stores sind keine Mehrmarkenlösung. Sie setzen identischen Markennamen, identischen Auftritt und dieselbe Art Waren voraus. Für mehrere echte Marken gilt: ein Plus-Abonnement je Marke. Diese Zahl gehört in die erste Kalkulation, nicht in die dritte.
Wenn Sie einen Systemwechsel planen und wissen wollen, welche Ihrer heutigen Verkaufskanäle auf Shopify ein Markt werden und welche wirklich einen eigenen Store brauchen: Lassen Sie uns sprechen. Wie wir Migrationen aufsetzen, steht auf Shopsystem-Migration; worin sich der Plattformvergleich für Umsteiger vom Vergleich für Gründer unterscheidet, steht im Plattformvergleich für laufende Shops.