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Sechs Verkaufskanäle, ein Store: Was aus Ihrer Multishop-Struktur beim Umstieg auf Shopify wird

In Shopware, Magento und WooCommerce ist „noch ein Shop“ eine Ebene innerhalb derselben Installation. Bei Shopify gibt es diese Ebene auch — sie heißt Markt, nicht Store, und deckt inzwischen weit mehr ab als Ländershops. Daneben gibt es den zweiten Store, der ein eigenes Abo, eigene Apps, eigene Theme-Lizenzen und eine harte Datengrenze mitbringt. Welcher Unterschied zwischen zwei Shop-Bereichen welche der beiden Ebenen erzwingt, und warum die neun Erweiterungs-Stores aus dem Plus-Tarif für Mehrmarkenhändler fast nie die Antwort sind.

DE
Daniel Ehrhardt
Geschäftsführer & Head of Development
17 Min.
Editorial Illustration: links ein großer tintenschwarzer Rahmen, in dem sechs gleich große Rechtecke dicht nebeneinander in einer Reihe stehen, alle vom selben Rahmen umschlossen. Rechts derselbe Rahmen, diesmal mit vier Rechtecken darin, die sich in Füllung und Größe unterscheiden, sowie ein einzelnes terrakottafarbenes Rechteck außerhalb des Rahmens, das keine Verbindung zu ihm hat. Dazwischen eine gestrichelte goldene Senkrechte. Sinnbild für Verkaufskanäle, die innerhalb eines Systems liegen, und für Shopify, wo dasselbe als Markt innerhalb eines Stores oder als eigener Store außerhalb aller Grenzen entsteht.

Im Shopware-Backend eines Werkzeugherstellers steht die Liste der Verkaufskanäle. Sechs Einträge: Deutschland, Österreich, Schweiz, ein Händlershop mit Login, ein Outlet und ein Feed-Kanal für Preisportale. Sie sind über acht Jahre entstanden, einer nach dem anderen, und jeder hat damals ungefähr einen Nachmittag gekostet.

In der zweiten Projektwoche fällt der Satz, der das ganze Angebot verschiebt: „Wir brauchen dann also sechs Shopify-Shops.“

Nein. In den allermeisten Fällen brauchen Sie einen.

Die Rechnung dahinter ist nicht klein. Sechs Shopify-Stores bedeuten sechs Abonnements, sechs Mal denselben App-Baukasten, sechs Theme-Lizenzen und sechs getrennte Datensätze für Produkte, Bestand und Kunden. Bei einem mittelgroßen Baukasten aus acht Apps liegt allein der wiederkehrende Aufschlag im vierstelligen Bereich pro Monat — für eine Struktur, die im alten System nichts extra gekostet hat. Und der Grund, warum diese Rechnung überhaupt aufgemacht wird, ist meistens kein technischer, sondern ein sprachlicher.

Shopify hat Mitte September einen Überblicksartikel zum Multishop-Konzept veröffentlicht: was ein Multishop ist, wofür er sich eignet, welche Vor- und Nachteile er hat. Der Artikel ist für Händler geschrieben, die sich die Frage zum ersten Mal stellen. Wer bereits sechs Verkaufskanäle betreibt, stellt sie andersherum: Nicht „brauche ich mehrere Shops?“, sondern „was passiert mit den sechs, die ich habe?“.

Das Wort wandert mit, die Bedeutung nicht

Shopware nennt den Gegenstand, der einen zweiten Shop erzeugt, Verkaufskanal. Shopify nennt Onlineshop, Kasse, Instagram und Google Vertriebskanäle. Zwei fast identische Wörter für zwei gegensätzliche Dinge: Der eine erzeugt einen weiteren Shop mit eigener Domain und eigenem Sortiment, der andere eine weitere Verkaufsfläche für denselben Shop mit demselben Katalog.

Wer diese Gleichung übernimmt, baut seine Struktur auf eine Ebene, die sie nicht tragen kann — und stellt drei Wochen später fest, dass der Schweizer „Vertriebskanal“ weder eine eigene Domain noch eigene Preise hat, weil beides gar nicht dort eingestellt wird.

Ein Wort, zwei Bedeutungen

Was in Ihrem System ein zweiter Shop ist — und worin er bei Shopify zerfällt

In Shopware, Magento und WooCommerce ist „noch ein Shop“ eine Ebene innerhalb derselben Installation. Bei Shopify gibt es diese Ebene auch, sie heißt nur anders — und daneben gibt es eine zweite, die deutlich mehr kostet als einen Konfigurationseintrag.

Heute: ein System, mehrere Shop-Bereiche

  • Shopware 6

    Verkaufskanal

    Eigene Domains, Sprachen, Währungen, Theme, Einstiegskategorie, Zahlungs- und Versandarten

    Ein Produktbestand, eine Datenbank, eine Installation

  • Magento 2 / Adobe Commerce

    Website › Store › Store View

    Drei Ebenen, auf denen sich Attributwerte, Preise und Einstellungen überschreiben lassen

    Eine Installation, ein Adminbereich, geteilter Katalog

  • WooCommerce

    WordPress-Multisite

    Je Site eigene Tabellen, eigene Plugins, eigenes Theme

    Ein Server, eine WordPress-Installation — Katalog aber nicht

Bei Shopify: zwei Ebenen mit einer harten Grenze dazwischen

Markt

Ein Bereich innerhalb eines Stores. Bedingung plus Anpassungen: Wer dazugehört und was diese Gruppe anders sieht.

Eigenständig

  • Domain oder Unterverzeichnis
  • Sprache und Währung
  • Verfügbare Produkte und Preise
  • Steuern und Abgaben

Geteilt

  • Produktkatalog und Bestand
  • Kundendatenbank und Bestellungen
  • Apps, Abo und Theme-Datei
  • Ein Adminbereich, eine Rechnung

Store

Ein eigener Mandant. Eigene Adresse im Shopify-Backend, eigener Katalog, eigener Checkout, eigene Rechnung.

Eigenständig

  • Katalog, Bestand, Kunden, Bestellungen
  • Apps, jede erneut bezahlt
  • Theme-Lizenz je Store
  • Auswertungen und Berichte

Geteilt

  • Nichts — außer Benutzerverwaltung und Abrechnung, wenn beide Stores in einer Organisation liegen

Falscher Freund „Vertriebskanal“ heißt im Shopify-Admin etwas anderes als „Verkaufskanal“ im Shopware-Admin: Onlineshop, POS, Instagram, Google — Verkaufsflächen desselben Stores mit demselben Katalog. Wer seine sechs Shopware-Verkaufskanäle auf sechs Shopify-Vertriebskanäle abbildet, hat die Struktur nicht übertragen, sondern verloren.

Nach den Hilfeseiten zu Märkten und Erweiterungs-Stores auf help.shopify.com und der Shopware-Dokumentation zu Verkaufskanälen, Stand September 2026. Die Benutzer- und Rechnungsverwaltung über mehrere Stores hinweg setzt eine Organisation voraus, die es nur im Plus-Tarif gibt.

Der Gegenstand, den Sie suchen, heißt bei Shopify Markt. Er liegt genau dort, wo in Shopware der Verkaufskanal und in Magento die Website-Ebene liegt: innerhalb einer Installation, auf demselben Katalog, mit eigener Domain, eigener Sprache, eigener Währung und eigenem Sortiment.

Der Unterschied zum Altsystem ist trotzdem nicht null, und er geht in beide Richtungen. Ein Markt darf weniger als ein Shopware-Verkaufskanal — er bekommt kein eigenes Theme und keine eigenen Backend-Rechte. Er darf aber auch mehr, denn seine Bedingung muss längst kein Land mehr sein.

Ein Markt ist mehr als ein Ländershop

Märkte waren jahrelang das Werkzeug für internationale Shops, und in den meisten Vergleichen stehen sie immer noch so drin. Inzwischen sind sie der allgemeine Bereichsbegriff der Plattform. Die Bedingung, nach der ein Markt seine Zielgruppe bestimmt, kann ein Land sein, eine Filiale, eine Firmenadresse im Geschäftskundengeschäft oder ein einzelner Vertriebskanal.

Damit fällt der zweithäufigste Grund für einen zweiten Store weg: der Händlershop.

Die Ebene, die Sie eigentlich suchen

Vier Arten von Märkten, und wofür jede im alten Shop zuständig war

Ein Markt ist eine Bedingung plus eine Menge Anpassungen. Welche Bedingung erlaubt ist, entscheidet, wie viel von Ihrer heutigen Multishop-Struktur in einem einzigen Store Platz findet — und das ist inzwischen deutlich mehr als nur Länder.

  1. Land oder Region

    Bedingung
    Standort der Kundin oder des Kunden
    Anpassbar
    Währung, Sprache, Domain, verfügbare Produkte, Preise, Steuern und Abgaben, Versandoptionen
    Ersetzt bei Ihnen
    Der Ländershop aus Shopware, die Website-Ebene aus Magento, die Sprachdomain aus WooCommerce.
  2. Einzelhandel

    Bedingung
    POS-Filiale, einzeln oder als Gruppe
    Anpassbar
    Eigener Katalog und eigene Preise je Filiale oder Filialgruppe
    Ersetzt bei Ihnen
    Der separate Kassen-Mandant, mit dem Filialen bisher ein abweichendes Sortiment führten.

    Katalog-Anpassung braucht POS Pro oder Plus

  3. B2B

    Bedingung
    Firmenstandorte — alle, alle in einer Region oder namentlich benannte
    Anpassbar
    Kataloge mit eigenen Preislisten, Währung, Inhalte, Zahlungs- und Versandarten
    Ersetzt bei Ihnen
    Der eigene Händlershop mit Login, den Shopware über Kundengruppen und einen zweiten Verkaufskanal gelöst hat.

    Basic bis Advanced: 3 aktive Kataloge über alle B2B-Märkte. Plus: unbegrenzt

  4. Vertriebskanal

    Bedingung
    Verkaufsfläche wie Google & YouTube, Facebook & Instagram, TikTok
    Anpassbar
    Verfügbare Produkte, Preise und Währung je Kanal oder Kanalgruppe
    Ersetzt bei Ihnen
    Der Feed-Verkaufskanal aus Shopware, über den Preisportale ein abweichendes Sortiment bekamen.

Wenn mehrere Märkte gleichzeitig passen

Spezifischer schlägt allgemeiner

B2B ist spezifischer als Einzelhandel, Einzelhandel spezifischer als Land oder Region. Bei widersprüchlichen Anpassungen gewinnt der speziellere Typ.

Kataloge summieren sich

Die Kataloge aller passenden Märkte werden zusammengelegt. Ein Produkt, das ein Markt ausschließt, ein anderer aber führt, bleibt sichtbar.

Untermärkte erben

Ein Untermarkt übernimmt die Einstellungen seines Obermarkts, bis er sie selbst überschreibt. Ein Markt kann Untermarkt zweier Typen gleichzeitig sein.

Ohne Markt kein Kauf

Wer aus einem Land kommt, das in keinem aktiven Markt liegt, kann den Shop ansehen, aber nicht bestellen. Für Kundengruppen, Filialen und Kanäle gilt das nicht.

Nach den Hilfeseiten zu Markttypen und zu den Voraussetzungen für Märkte auf help.shopify.com, Stand September 2026. Länder- und Regionsmärkte sind in allen Tarifen ohne Mengenbegrenzung verfügbar; die Begrenzungen betreffen Kataloge und Anpassungen, nicht die Zahl der Märkte.

Ein Beispiel aus der Liste oben, weil es die Mehrzahl der DACH-Projekte betrifft: Der Händlershop mit Login, den Shopware über eine Kundengruppe und einen eigenen Verkaufskanal löst, wird bei Shopify zu einem B2B-Markt im selben Store. Firmen, Firmenstandorte, Preislisten, Zahlungsbedingungen — alles im selben Adminbereich, auf demselben Katalog, mit demselben Bestand. Geschäftskundenfunktionen sind inzwischen in allen Tarifen enthalten; Plus hebt vor allem die Grenzen an. Unterhalb von Plus dürfen drei aktive Kataloge über alle B2B-Märkte hinweg bestehen. Für einen Hersteller mit drei Händlerstufen reicht das genau. Für einen mit sieben Konditionsgruppen nicht.

Das ist die Art Grenze, die Architekturentscheidungen wirklich auslöst — nicht das Organigramm.

Drei Linien entscheiden, nicht die Architektur

Die Frage „ein Store oder mehrere“ wird in Projekten gerne als Architekturfrage verhandelt. In der Praxis entscheidet sie sich an drei Zeilen in der Tarifübersicht, und sie zu kennen, spart mehr Diskussion als jede Skizze an der Wand.

Wo die Linien liegen

Was ein Markt überschreiben darf, nach Tarif

Der größte Teil dessen, wofür Sie heute einen zweiten Verkaufskanal betreiben, ist in jedem Tarif enthalten. Drei Linien laufen quer durch die Tabelle — und genau an ihnen entscheidet sich, ob aus Ihrem Multishop ein Store wird oder mehrere.

Anpassung je Markt BasicGrowAdvancedPlus
Märkte für Länder und Regionen anlegen in Basic enthalten in Grow enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Eigene Domain und Sprache je Markt in Basic enthalten in Grow enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Eigener Produktkatalog je Markt in Basic enthalten in Grow enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Eigene Preise und Währung je Markt in Basic enthalten in Grow enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Steuern und Abgaben je Markt in Basic enthalten in Grow enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Rabatte auf einzelne Märkte begrenzen in Basic enthalten in Grow enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
B2B-Märkte anlegen Bis Advanced: 3 aktive Kataloge über alle B2B-Märkte in Basic enthalten in Grow enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Märkte für Filialen und Vertriebskanäle Filialkataloge brauchen POS Pro in Basic enthalten in Grow enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Eigene Theme-Inhalte je Markt Andere Banner, Abschnitte, Texte — dieselbe veröffentlichte Theme-Datei in Basic nicht enthalten in Grow nicht enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Checkout- und Kontoseiten je Markt anpassen in Basic nicht enthalten in Grow nicht enthalten in Advanced enthalten in Plus enthalten
Checkout-Bausteine je Markt anpassen in Basic nicht enthalten in Grow nicht enthalten in Advanced nicht enthalten in Plus enthalten
Eigene juristische Person je Markt Eigenes Shopify-Payments-Konto, eigene Auszahlung, eigenes Bankkonto je Entität in Basic nicht enthalten in Grow nicht enthalten in Advanced nicht enthalten in Plus enthalten

Was kein Tarif in einen Markt legt

Rechte je Markt

Mitarbeiterrechte lassen sich nicht auf einen Markt begrenzen. Wer Bestellungen sehen darf, sieht die Bestellungen aller Märkte.

Zweites veröffentlichtes Theme

Je Store ist genau ein Theme veröffentlicht. Märkte variieren Inhalte darin, nicht die Theme-Datei selbst.

Zweiter Markenname

Shopname, Absenderadresse der E-Mails und Rechtstexte gehören dem Store, nicht dem Markt.

Getrennter Bestand

Alle Märkte greifen auf denselben Lagerbestand zu. Reservierte Kontingente je Markt gibt es nicht.

Nach der Verfügbarkeitstabelle auf der Hilfeseite zu den Voraussetzungen für Märkte und der Tarifseite zu Shopify Plus, help.shopify.com, Stand September 2026. Vier Zeilen dieser Liste sind die üblichen Gründe für einen zweiten Store — die vier Kästen darunter sind die besseren.

Die erste Linie ist die häufigste Überraschung. Ein eigenes Theme-Erlebnis je Markt gibt es ab dem Advanced-Tarif. Darunter teilen sich alle Märkte dieselbe Gestaltung und unterscheiden sich in Übersetzung, Währung, Sortiment und Preis — aber nicht in Aufbau und Inhalten der Startseite. Für einen Ländershop ist das meistens genau richtig. Für ein Outlet, das bewusst anders aussehen soll, ist es der Punkt, an dem entweder der Tarif steigt oder ein zweiter Store entsteht.

Und selbst oberhalb dieser Linie gilt eine Einschränkung, die man leicht überliest: Je Store ist genau ein Theme veröffentlicht. Märkte variieren Inhalte, Abschnitte und Sichtbarkeiten innerhalb dieses einen Themes. Zwei grundverschiedene Storefronts aus zwei verschiedenen Themes sind zwei Stores — oder ein Kopf-Frontend, das Sie selbst betreiben.

Die zweite Linie betrifft den Checkout, die dritte die Buchhaltung: Eine eigene juristische Person je Markt gibt es ausschließlich im Plus-Tarif. Wer für Österreich eine eigene GmbH hat und deren Umsätze auch auf deren Konto ausgezahlt haben will, hat damit zwei Wege: Plus mit Geschäftsentitäten je Markt, oder ein zweiter Store auf einem eigenen Vertrag. Einen dritten gibt es nicht.

Fragen Sie nicht nach der Zahl, fragen Sie nach dem Unterschied

„Wie viele Stores brauchen wir?“ ist eine Frage, auf die jeder im Raum eine Meinung hat und niemand eine Begründung. Sie lässt sich in eine Frage übersetzen, die beides hat: Worin unterscheiden sich zwei Bereiche konkret — und welche Ebene trägt genau diesen Unterschied?

Die Reihenfolge der Fragen

Sieben Unterschiede, und was jeder einzelne kostet

Nicht „wie viele Shops brauchen wir“, sondern: Worin unterscheiden sich zwei Bereiche konkret? Die ersten fünf Unterschiede lösen sich in einem einzigen Store. Die letzten beiden sind die einzigen, die zuverlässig ein zweites Abo rechtfertigen.

  1. Unterscheiden sich nur Land, Sprache, Währung oder Domain?

    Länder- und Regionsmärkte gibt es in jedem Tarif, mit eigener Domain, eigener Sprache und eigener Währung. Das deckt den klassischen Ländershop vollständig ab.

    Ein Markt Ein Store
  2. Unterscheiden sich Sortiment oder Preise je Zielgruppe?

    Kataloge legen je Markt fest, welche Produkte sichtbar sind und was sie kosten. Ein Produkt bleibt dabei ein Produkt mit einem Bestand — nicht zwei Datensätze, die auseinanderlaufen.

    Ein Markt Ein Store
  3. Brauchen Geschäftskunden ein eigenes Login mit eigenen Preislisten?

    B2B läuft im selben Store wie das Endkundengeschäft, mit Firmen, Firmenstandorten und eigenen Katalogen. Bis Advanced sind drei aktive B2B-Kataloge erlaubt, im Plus-Tarif beliebig viele.

    Ein B2B-Markt Ein Store
  4. Soll die Startseite je Zielgruppe anders aufgebaut sein, nicht nur anders beschriftet?

    Andere Abschnitte, Banner und Inhalte je Markt gibt es ab dem Advanced-Tarif. Darunter teilen sich alle Märkte dieselbe Theme-Gestaltung und unterscheiden sich nur in Übersetzung, Währung und Sortiment.

    Markt ab Advanced Ein Store
  5. Rechnet ein Bereich auf eine andere juristische Person ab?

    Eigene Geschäftsentitäten je Markt — eigenes Zahlungskonto, eigene Auszahlung, eigenes Bankkonto — gibt es ausschließlich im Plus-Tarif. Ohne Plus braucht die zweite Gesellschaft einen zweiten Store.

    Markt nur mit Plus Ein Store
  6. Trägt der Bereich einen anderen Markennamen oder führt er andere Warenarten?

    Shopname, Absenderadresse, Rechtstexte und Markenauftritt gehören dem Store. Eine zweite Marke ist deshalb ein zweiter Store — und im Plus-Tarif nicht einmal ein Erweiterungs-Store, sondern eine eigene Vereinbarung.

    Zweiter Store Zweiter Store
  7. Soll ein Team im Backend nur seinen eigenen Bereich sehen?

    Mitarbeiterrechte lassen sich nicht auf einen Markt begrenzen. Wer Bestellungen sehen darf, sieht alle. Getrennte Sicht auf Bestellungen und Kunden gibt es nur über getrennte Stores.

    Zweiter Store Zweiter Store

Nach den Hilfeseiten zu Markttypen, zur Tarifverfügbarkeit von Markt-Anpassungen und zu Erweiterungs-Stores, help.shopify.com, Stand September 2026. Die Leiter ist absteigend nach Häufigkeit sortiert: In den meisten Projekten hört sie nach Frage vier auf.

In der Mehrzahl der Projekte, die wir begleiten, endet diese Leiter bei Frage vier. Länder, Sprachen, Währungen, Domains, unterschiedliche Sortimente, unterschiedliche Preise, Geschäftskunden mit eigenem Login: alles ein Store.

Die beiden letzten Fragen sind die ehrlichen. Ein anderer Markenname ist ein anderer Store, weil Shopname, Absenderadresse der Bestellbestätigungen, Impressum und Rechtstexte am Store hängen und nicht am Markt. Und getrennte Sicht im Backend gibt es ebenfalls nur über getrennte Stores, denn Mitarbeiterrechte lassen sich nicht auf einen Markt begrenzen. Wer Bestellungen sehen darf, sieht die Bestellungen aller Märkte — auch die des Händlershops, auch die der Schwestermarke.

Für Unternehmen, die ihren Vertrieb nach Marken oder Regionen in getrennten Teams organisiert haben, ist das der eigentliche Knackpunkt. Nicht die Technik, sondern die Frage, wer wessen Zahlen sieht.

Die Rechnung für den zweiten Store

Wenn eine der beiden letzten Fragen mit Ja beantwortet wird, ist der zweite Store richtig. Dann sollte allerdings vor der Entscheidung stehen, was er wirklich kostet — und der Abopreis ist dabei der kleinere Teil.

Der Preis der zweiten Zeile

Was ein zweiter Store multipliziert — und was er trennt

Ein zweiter Verkaufskanal in Shopware kostet eine Konfiguration. Ein zweiter Shopify-Store kostet ein Abo, jede App noch einmal, jede Theme-Lizenz noch einmal — und er zerschneidet Daten, die heute zusammenhängen.

Was sich je Store multipliziert

  • Abonnement

    Basic 36 € · Grow 105 € · Advanced 384 € · Plus ab 2.100 €

    Jeder Store hat seinen eigenen Tarif. Im Plus-Tarif sind bis zu neun Erweiterungs-Stores ohne Aufpreis enthalten — außerhalb von Plus zahlt jeder Store voll.

  • Apps

    Abrechnung je Store

    Apps werden je Store abgerechnet, nicht je Organisation. Ein Baukasten aus acht Apps kostet bei vier Stores viermal.

  • Theme-Lizenz

    Je Store erneut

    Eine gekaufte Theme-Lizenz gilt für einen Store und lässt sich nicht teilen. Ein importiertes Theme ohne eigene Lizenz kann nicht bearbeitet und nicht veröffentlicht werden.

  • Theme-Pflege

    Jede Änderung an Layout, Rechtstexten oder Tracking wird in jedem Store einzeln ausgerollt. Ohne Git-Anbindung ist das Handarbeit mal N.

  • Einrichtung und Betrieb

    Versandprofile, Steuereinstellungen, Zahlungsarten, Benachrichtigungen, Zugänge — je Store einmal, und danach je Store gepflegt.

Was die Grenze nicht überquert

  • Bestand

    Kein gemeinsamer Lagerbestand. Wer denselben Artikel in zwei Stores verkauft, braucht eine Synchronisation über App oder ERP — und trägt bis dahin das Überverkaufsrisiko.

  • Kundenkonten

    Ein Konto gehört einem Store. Dieselbe Person ist in zwei Stores zwei Datensätze, mit getrennter Bestellhistorie und getrennten Einwilligungen.

  • Bestellungen und Auswertungen

    Jeder Store hat seine eigenen Berichte. Eine Gesamtsicht über alle Stores entsteht erst außerhalb von Shopify.

  • Rabatte und Geschenkkarten

    Codes und Guthaben gelten je Store. Eine im Markenshop gekaufte Geschenkkarte löst im Outlet-Store nicht ein.

  • Produkte und Kollektionen

    Nach der Anlage gibt es keinen Abgleich. Eine Preisänderung im Hauptstore erreicht den zweiten Store nur über eine Integration, die jemand gebaut hat.

Der Satz, der die Entscheidung trägt Beim Anlegen eines Stores in einer Organisation lassen sich Themes, Produkte, Kollektionen samt Metafeldern und Dateien aus einem bestehenden Store übernehmen. Danach nicht mehr. Es gibt keinen laufenden Abgleich zwischen zwei Stores — ab dem Go-live ist jede Synchronisation eine eigene Integration mit eigenem Betrieb, eigenem Monitoring und eigenem Fehlerfall.

Preise nach shopify.com/de/preise bei monatlicher Abrechnung; der Plus-Preis nach der Hilfeseite zum Plus-Tarif (2.100 € im Monat bei dreijähriger, 2.250 € bei einjähriger Laufzeit, zuzüglich einer möglichen umsatzabhängigen Plattformgebühr). Alle übrigen Angaben nach der Hilfeseite zu Erweiterungs-Stores, help.shopify.com, Stand September 2026.

Der Satz aus dem Kasten verdient eine eigene Zeile im Projektplan. Beim Anlegen eines Stores innerhalb einer Organisation lassen sich Themes, Produkte, Kollektionen samt Metafeldern und Dateien aus einem bestehenden Store übernehmen. Danach nie wieder. Es gibt keinen laufenden Abgleich zwischen zwei Shopify-Stores.

Für ein Unternehmen, das bisher einen Katalog in einer Datenbank gepflegt hat, ist das die größte Verhaltensänderung des ganzen Umstiegs. Aus „Preis ändern“ wird „Preis ändern und dafür sorgen, dass die Änderung in vier Stores ankommt“. Das ist machbar — über ERP, PIM oder eine Synchronisations-App — aber es ist ein eigenes System mit eigenem Betrieb, eigener Überwachung und eigenem Fehlerfall. Wer vier Stores plant, plant damit implizit eine Integrationsschicht mit, auch wenn sie in keinem Angebot steht.

Dasselbe gilt für den Bestand. Zwei Stores, die denselben Artikel aus demselben Lager verkaufen, wissen nichts voneinander. Bis die Synchronisation steht, tragen Sie das Überverkaufsrisiko bei jedem Artikel, der in beiden Stores liegt.

Neun Stores, die keine Mehrmarkenlösung sind

An dieser Stelle kommt in fast jedem Gespräch der Einwand, der so plausibel klingt: „Plus enthält doch neun weitere Stores.“ Das stimmt. Nur sind sie an Bedingungen geknüpft, die genau den Fall ausschließen, für den sie eingeplant werden.

Die neun Stores im Kleingedruckten

Wofür ein Erweiterungs-Store gedacht ist — und wofür nicht

Im Plus-Tarif sind neun weitere Stores ohne Aufpreis enthalten. Das klingt nach der Lösung für Mehrmarkenhändler und ist genau der Fall, den die Bedingungen ausschließen.

1

Hauptstore

9

Erweiterungs-Stores ohne Aufpreis

Staging-Stores, zählen nicht mit

  1. Erweiterung derselben Marke

    Ein eigenständiges zweites Unternehmen fällt heraus, auch wenn derselbe Eigentümer dahintersteht.

  2. Identischer Shopname und Markenauftritt

    Die zweite Marke mit eigenem Namen und eigenem Logo erfüllt diese Bedingung nicht.

  3. Dieselbe Art von Waren und Leistungen

    Sortimentserweiterung ist erlaubt, ein fremdes Sortiment nicht.

  4. Abrechnungswährung USD oder INR

    Ein in Euro abgerechneter Store muss vor der Aufnahme umgestellt werden. Die Verkaufswährung bleibt davon unberührt.

  • Internationale Stores

    Gleiche Marke, gleiche Produkte, andere Sprache, Region oder Währung

  • B2B-Großhandelsstore einmal je Vertrag

    Gleiche Produkte, Zugang nur mit Login

  • Endkundenstore für Großhändler einmal je Vertrag

    Für Unternehmen, die bisher ausschließlich im Großhandel verkaufen

  • Mitarbeiter- oder VIP-Store

    Nicht öffentlich, gleiche Marke

  • Reine Filialstores

    100 % stationär, keine Onlinebestellungen

Wenn keine Bedingung passt Dann bleibt die Mehrmarken-Vereinbarung: mehrere Marken unter einer Organisation, aber ein eigenes Plus-Abonnement je Marke. Aus drei Marken auf einer Shopware-Instanz werden damit drei Verträge — die Zahl, die in der ersten Kalkulation praktisch nie steht.

Nach der Hilfeseite zu Erweiterungs-Stores für Organisationen im Plus-Tarif, help.shopify.com, Stand September 2026. Wer mehr als zehn Stores braucht oder einen bestehenden Store aufnehmen will, geht in beiden Fällen über den Support, nicht über die Einstellungen.

Lesen Sie die vier Bedingungen zusammen, und das Bild ist eindeutig: Ein Erweiterungs-Store ist eine weitere Ausprägung derselben Marke — ein anderes Land, ein Händlerzugang, ein Mitarbeitershop, eine Filiale. Er ist keine zweite Marke.

Für den deutschen Mittelständler mit drei Marken auf einer Shopware-Instanz heißt das: Aus einer Instanz und einer Lizenz werden nicht ein Plus-Vertrag mit drei Stores, sondern eine Mehrmarken-Vereinbarung mit drei Plus-Abonnements. Das ist keine Kleinigkeit in der Kalkulation, und es ist der wichtigste Grund, diese Frage vor der Plattformentscheidung zu klären und nicht danach.

Die Bedingung zur Abrechnungswährung ist der kleinere, aber ärgerlichere Stolperstein: Nur Stores, die in US-Dollar oder indischen Rupien abgerechnet werden, lassen sich in eine Plus-Vereinbarung aufnehmen. Die Verkaufswährung bleibt davon unberührt — Ihr Shop verkauft weiter in Euro. Ein bereits bestehender, in Euro abgerechneter Store muss vor der Aufnahme aber umgestellt werden, und dabei werden offene Beträge sofort fällig.

Was aus den einzelnen Bauteilen wird

Die Entscheidung über die Zahl der Stores ist die eine Hälfte. Die andere ist die Frage, was mit jedem einzelnen Bauteil der heutigen Struktur passiert — und dort entsteht der Aufwand, der in Angeboten am häufigsten fehlt.

Bauteil für Bauteil

Wohin jedes Stück Ihrer heutigen Struktur wandert

Acht Bauteile, die in fast jedem gewachsenen Multishop stecken. Drei kommen nahezu unverändert mit, vier werden umgebaut, eines hat bei Shopify kein Gegenstück — und ausgerechnet dieses eine entscheidet am Ende über die Zahl der Stores.

  • Eigene Domain je Verkaufskanal

    Kommt mit

    Domain oder Unterverzeichnis je Markt, in jedem Tarif

    Weiterleitungstabelle je Domain, hreflang neu aufbauen, je Domain eine eigene Property in der Search Console.

  • Eigene Sprache und Übersetzungen

    Umbauen

    Übersetzungen je Sprache, Sprachen je Markt zugeordnet

    Produkttexte, Kollektionstexte, Theme-Beschriftungen und Metafelder werden getrennt übersetzt. Was im Altsystem an einer Stelle lag, liegt hier an vier.

  • Kundengruppen mit eigenen Preisen

    Umbauen

    Katalog je Markt, im B2B-Fall Katalog je Firmenstandort

    Preislisten neu aufbauen. Die Regelwerke aus dem alten Shop lassen sich nicht übertragen, die Preise selbst schon.

  • Kunden, an einen Verkaufskanal gebunden

    Umbauen

    Ein Kundenstamm je Store, Märkte trennen ihn nicht

    Dubletten zusammenführen, Einwilligungen je Marke prüfen. Passwörter kommen in keiner Migration mit — jede Kundin setzt beim ersten Login neu.

  • Eigene Versand- und Zahlungsarten je Kanal

    Kommt mit

    Versandoptionen und Zahlungsarten je Markt

    Direkt abbildbar. Aufwand steckt in den Versandprofilen, nicht in der Struktur.

  • Feeds an Preisportale als eigener Kanal

    Kommt mit

    Kanal-Markt mit eigenem Katalog und eigenen Preisen

    Sortiment und Preisaufschlag je Kanal neu setzen. Die Feed-Erzeugung übernimmt der jeweilige Vertriebskanal oder eine App.

  • Eigene Inhaltsseiten je Verkaufskanal

    Umbauen

    Seiten, Blogs und Metaobjekte gehören dem Store

    Sichtbarkeit je Markt entsteht im Theme und braucht ab da den Advanced-Tarif. Darunter sehen alle Märkte dieselben Seiten.

  • Backend-Rechte je Verkaufskanal

    Fällt weg

    Kein Gegenstück — Rechte gelten je Store

    Entweder organisatorisch lösen oder als eigener Store bauen. Das ist der häufigste echte Grund für einen zweiten Store.

Zuordnung nach den Hilfeseiten zu Märkten, Übersetzungen, Kundenkonten und Mitarbeiterrechten auf help.shopify.com, Stand September 2026. Die Spalte „Die Arbeit dahinter“ ist der Teil, der in Angeboten am häufigsten fehlt: Er entsteht nicht aus dem Import, sondern aus dem Unterschied der Modelle.

Drei Zeilen daraus verdienen einen Kommentar.

Übersetzungen werden unterschätzt, weil sie im Altsystem an einer Stelle lagen. In Shopware hängt die Übersetzung am Datensatz, und der Verkaufskanal wählt die Sprache aus. Bei Shopify sind Produkttexte, Kollektionstexte, Theme-Beschriftungen und Metafeld-Inhalte vier getrennte Baustellen mit vier getrennten Werkzeugen. Dieselben Wörter, deutlich mehr Wege.

Kundenkonten kommen nie vollständig mit. Passwörter lassen sich aus keinem System migrieren, weil sie nirgends im Klartext liegen. Jede Kundin, jeder Kunde setzt beim ersten Login neu — das ist bei jeder Migration so und hat mit Multishop nichts zu tun. Was mit Multishop zu tun hat: Wenn dieselbe Person heute in zwei Verkaufskanälen zwei Konten hat, entscheiden Sie beim Import, ob daraus ein Datensatz wird oder zwei bleiben. Danach ist es Handarbeit.

Backend-Rechte je Bereich haben kein Gegenstück. Shopware kennt diese Trennung selbst nicht ab Werk — auch dort ist sie ein Plugin. Aber wer sie hat, hat Prozesse darum gebaut, und die halten den Umstieg nur aus, wenn jemand sie vorher anschaut.

Zwei Wege, die in der Praxis funktionieren

Aus den letzten Abschnitten ergeben sich zwei Muster, die in echten Projekten tragen. Beide sind vertretbar; was nicht trägt, ist die stillschweigende Eins-zu-eins-Übertragung der alten Kanalliste.

Der Zusammenzug. Alle Länder, Sprachen, Währungen, Sortimentsvarianten und das Geschäftskundengeschäft laufen in einem Store, aufgeteilt in Märkte. Ein Katalog, ein Bestand, ein Kundenstamm, eine Auswertung. Der Aufwand liegt vorne, in der Marktstruktur und in den Katalogen; danach kostet ein zusätzliches Land ungefähr so viel wie früher ein zusätzlicher Verkaufskanal. Dieses Muster passt für den weit überwiegenden Teil der Händler mit gewachsener Kanalliste, und es ist fast immer die günstigere Rechnung.

Der bewusste Schnitt. Genau dort ein zweiter Store, wo eine eigene Marke, ein eigener Rechtsträger ohne Plus oder eine geforderte Rechtetrennung dahintersteht — und sonst nirgends. Dazu von Anfang an eine benannte Quelle der Wahrheit für Produkte und Bestand, meistens das ERP, und eine Synchronisation, die jemandem gehört. Zwei bis drei Stores mit sauberer Grenze sind beherrschbar. Sechs Stores, die alle ein bisschen voneinander abhängen, sind es erfahrungsgemäß nicht.

Was in beiden Mustern gleich bleibt: Die Entscheidung fällt vor dem Import, nicht danach. Ein Katalog, der einmal in vier Stores liegt, lässt sich nachträglich nur mit erheblichem Aufwand wieder zusammenführen — Bestellhistorien und Kundenkonten gar nicht.

Checkliste

Multishop-Struktur vor der Plattformentscheidung: dreizehn Punkte

Die ersten sechs Punkte brauchen nur den alten Shop und beantworten die Frage nach der Zahl der Stores. Die Punkte sieben bis zehn gehören in die Angebotsphase, der Rest vor den Import. Ihre Häkchen bleiben in diesem Browser gespeichert.


Was für Ihre Ausgangslage sinnvoll ist

Ihre SituationEmpfehlung
Drei bis sechs Länder-Verkaufskanäle, eine MarkeEin Store mit Märkten. Das ist der Normalfall, und jeder weitere Store kostet hier nur Geld und Synchronisation
Händlershop mit Login und bis zu drei KonditionsgruppenB2B-Markt im selben Store. Die Grenze von drei aktiven Katalogen unterhalb von Plus vorher gegen Ihre Gruppen zählen
Mehr als drei Konditionsgruppen im GroßhandelEntweder Plus mit unbegrenzten Katalogen oder Konditionen zusammenlegen. Ein zweiter Store löst das Problem nicht
Zwei oder drei eigenständige Marken auf einer InstanzEin Store je Marke einplanen — und im Plus-Fall früh klären, dass das eine Mehrmarken-Vereinbarung mit eigenem Abo je Marke bedeutet
Outlet oder Zweitshop mit bewusst anderem AuftrittErst prüfen, ob Theme-Inhalte je Markt ab Advanced reichen. Nur ein wirklich anderes Theme rechtfertigt den zweiten Store
Eigene GmbH pro Land, Auszahlung auf LandeskontenPlus mit Geschäftsentitäten je Markt, sonst ein Store je Gesellschaft. Einen Mittelweg gibt es nicht
Vertriebsteams sollen nur ihre eigenen Zahlen sehenDer einzige verlässliche Weg sind getrennte Stores. Vorher aber prüfen, ob die Anforderung technisch oder organisatorisch gemeint ist
Filialen mit abweichendem Sortiment oder abweichenden PreisenEinzelhandelsmärkte im selben Store. Eigene Filialkataloge setzen POS Pro oder Plus voraus
Preisportale und Marktplätze mit eigenem Sortiment und AufschlagKanal-Markt statt zweitem Store. Sortiment und Preisaufschlag lassen sich je Kanal getrennt setzen
Bereits mehrere Shopify-Stores im Einsatz, Pflege läuft aus dem RuderPrüfen, welche Stores sich zu Märkten zusammenziehen lassen. Produkte und Inhalte gehen, Bestellhistorien und Kundenkonten nicht
Bestand liegt in einem Lager, Verkauf über mehrere StoresVor dem Go-live eine Bestandssynchronisation mit klarer Quelle aufsetzen. Bis dahin ist jeder gemeinsam geführte Artikel ein Risiko
Plattformentscheidung steht noch ausDie Zahl der nötigen Stores vor dem Angebotsvergleich bestimmen. Sie verschiebt die Gesamtkosten stärker als jede Tarifzeile

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten

Multishop ist beim Systemwechsel die Entscheidung mit dem größten Hebel auf die laufenden Kosten — und die, die am häufigsten aus einer Wortgleichung heraus getroffen wird statt aus einer Analyse. Drei Punkte verhindern das meiste davon.

Ihr Verkaufskanal wird ein Markt, kein Store. Die Ebene, auf der Ihre heutige Struktur liegt, existiert bei Shopify — sie heißt nur anders und deckt längst mehr ab als Länder: Filialen, Geschäftskunden und einzelne Vertriebskanäle gehören ebenfalls dazu. Wer diese Zuordnung einmal sauber macht, streicht in der Regel vier von sechs geplanten Stores.

Ein zweiter Store ist ein zweiter Mandant, kein zweiter Reiter. Er bringt ein eigenes Abo, jede App noch einmal, eine eigene Theme-Lizenz und eine Datengrenze mit, die nach der Anlage nichts mehr überquert. Wer ihn trotzdem braucht — wegen einer eigenen Marke, einer eigenen Gesellschaft ohne Plus oder getrennter Backend-Rechte — sollte die Synchronisation von Anfang an als eigenes Arbeitspaket führen, nicht als Detail des Imports.

Die neun Erweiterungs-Stores sind keine Mehrmarkenlösung. Sie setzen identischen Markennamen, identischen Auftritt und dieselbe Art Waren voraus. Für mehrere echte Marken gilt: ein Plus-Abonnement je Marke. Diese Zahl gehört in die erste Kalkulation, nicht in die dritte.

Wenn Sie einen Systemwechsel planen und wissen wollen, welche Ihrer heutigen Verkaufskanäle auf Shopify ein Markt werden und welche wirklich einen eigenen Store brauchen: Lassen Sie uns sprechen. Wie wir Migrationen aufsetzen, steht auf Shopsystem-Migration; worin sich der Plattformvergleich für Umsteiger vom Vergleich für Gründer unterscheidet, steht im Plattformvergleich für laufende Shops.

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