EAN und Barcodes beim Umstieg auf Shopify: 13 Ziffern, die selten heil ankommen
Kasse, Google Shopping und Warenwirtschaft hängen an derselben Nummer. Der Beitrag zeigt, wo EAN, Artikelnummer und Herstellernummer in Shopware, Magento und WooCommerce stehen, was ein Doppelklick in Excel aus ihnen macht und warum seit September 2026 die Reihenfolge der bis zu 20 Barcodes einer Shopify-Variante entscheidet.
Ein Beispiel: ein Händler für Schreibwaren und Bürobedarf aus Münster, ein Laden in der Innenstadt und ein WooCommerce-Shop, rund 3.000 Artikel. Das meiste ist Markenware mit EAN auf der Packung, dazu kommen Notizbücher aus den USA und lose Ware wie Stifte und Briefumschläge, die an der alten Kasse mit eigenen Etiketten verkauft wurde. Der Umstieg auf Shopify und Shopify POS war gut vorbereitet. Kurz vor dem Import öffnete jemand die Export-Datei in Excel, korrigierte ein paar Dutzend Preise und speicherte sie wieder als CSV.
Am ersten Tag an der neuen Kasse fand der Scanner bei fast jedem Artikel nichts. Das Team tippte Produktnamen in die Suche, die Schlange wurde länger. Eine Woche später meldete das Merchant Center von Google über tausend Produkte mit ungültiger GTIN. In der Barcode-Spalte standen bei der Markenware Werte wie „4,00638E+12“ statt dreizehnstelliger Nummern, den US-Notizbüchern fehlte die Null vorne, und bei der losen Ware stand der Ladencode dort, wo Google eine Hersteller-GTIN erwartet.
Shopify hat am 22. Oktober einen Vergleich von Barcode-Scannern veröffentlicht: sieben Geräte und Apps, von der Smartphone-Kamera bis zum Zebra-Handscanner, dazu die Frage, worauf es beim Kauf ankommt. Für Händler, die einen Laden eröffnen, ist das die richtige Frage. Wer umsteigt, hat seine Scanner längst, und die meisten laufen auch mit Shopify POS. Schwieriger ist die Nummer, die der Scanner liest. Sie steht im alten System an Stellen, die niemand mehr vor Augen hat, sie übersteht Excel selten, und seit September 2026 hat Shopify ein neues Modell für sie: bis zu 20 Barcodes je Variante, von denen die Verkaufskanäle nur den ersten lesen.
Dieser Beitrag ist für Händler, die von Shopware, Magento oder WooCommerce auf Shopify wechseln und Barcodes nutzen, an der Kasse, im Lager oder für Google Shopping und Marktplätze. Wie Sie das Kassensystem selbst umstellen, steht in Kassensystem und Shopify POS, wie Bestände und Wareneingang umziehen, in Lagerverwaltung beim Shopify-Umstieg.
Drei Nummern, die gern verwechselt werden
Ein Artikel hat in den meisten Shops drei Nummern. Beim Umzug lohnt es sich, sie auseinanderzuhalten.
Die Artikelnummer gehört Ihnen. Sie vergeben sie selbst, in Shopify heißt sie SKU. Über sie ordnen Warenwirtschaft, Lager und Shop einander die Artikel zu.
Die GTIN gehört dem Hersteller. Sie kommt von GS1, steht als Strichcode auf der Verpackung und ist weltweit eindeutig. In Deutschland heißt sie meist noch EAN, in den USA UPC, bei Büchern ISBN. Alle drei sind GTINs mit 8, 12, 13 oder 14 Stellen, und die letzte Stelle ist immer eine Prüfziffer.
Die Herstellernummer, kurz MPN, ist die Bestellnummer des Herstellers. Google nutzt sie zusammen mit der Marke, wenn ein Produkt keine GTIN hat.
Ein Barcode ist keine vierte Nummer, sondern eine Schreibweise. Er kann eine GTIN tragen oder einen internen Code, etwa auf den Etiketten, die ein Laden für lose Ware selbst druckt. Für solche Ladencodes hat GS1 die Präfixe 20 bis 29 reserviert, sie gelten nur im eigenen Haus. Die Präfixe 400 bis 440 zeigen dagegen, dass die Nummer über GS1 Germany vergeben wurde, nicht, wo das Produkt hergestellt wurde.
Wo der alte Shop die Codes ablegt
Jedes System hat seine eigene Antwort darauf, wo EAN und Herstellernummer stehen. Shopware 6 hat Felder für beide am Produkt, und beide werden vom Hauptprodukt an die Varianten vererbt. Das ist bequem, solange jemand die EAN an jeder Größe einzeln pflegt, und eine Falle, wenn sie nur am Hauptprodukt steht. Magento hat ab Werk kein Feld für die EAN. Wer eins braucht, legt ein Attribut an, und dessen Code heißt in jedem Shop anders. WooCommerce hat seit Version 9.2 ein eigenes Feld für GTIN, UPC, EAN oder ISBN. In älteren Shops steht die Nummer oft in einem Feld von Germanized oder einem Feed-Plugin, in manchen an beiden Stellen.
Führt eine Warenwirtschaft wie JTL-Wawi oder Xentral die Stammdaten, ist der Shop nur eine Kopie. Dann zählt deren Feldliste, und dort stehen oft mehr Codes, als der Shop je gezeigt hat: die UPC der US-Ware, die ASIN von Amazon, die alte EAN nach einem Verpackungswechsel.
Felder im alten System
Welche Nummer aus welchem Feld wohin wandert
Shopify hat für Codes vier Plätze: die SKU, den ersten Barcode, bis zu 19 weitere und Metafelder. Wählen Sie, woher Ihre Stammdaten kommen. Führt eine Warenwirtschaft sie, zählt deren Feldliste, nicht die des Shops.
- SKU der Variante
- Barcode 1, lesen alle Kanäle
- Barcode 2 bis 20
- Metafeld
Aus Shopware 6
-
Produktnummer
productNumberSKU der VariantePflichtfeld und je Variante eigen. Shopware vererbt sie nicht vom Hauptprodukt, sie kommt deshalb sauber im Export an.
-
EAN
eanBarcode 1 · Typ EANWird vom Hauptprodukt an die Varianten vererbt. Steht sie nur dort, tragen alle Größen dieselbe Nummer, und je nach Exportweg steht sie in jeder Variantenzeile oder in keiner.
-
Herstellernummer
manufacturerNumberEbenfalls vererbt. Shopify hat kein eigenes Feld dafür, die Produkt-CSV führt die MPN als Metafeld für Google Shopping.
-
Weitere Codes in Zusatzfeldern
customFieldsBarcode 2 bis 20 · mit TypShopware hat je Produkt ein EAN-Feld. Eine zweite Nummer, etwa die alte EAN nach einem Verpackungswechsel, steht, wenn überhaupt, in einem Zusatzfeld.
Aus Magento 2
-
SKU des einfachen Produkts
skuSKU der VarianteJede Größe und Farbe ist in Magento ein eigenes einfaches Produkt mit eigener SKU. Sie wird zur SKU der Shopify-Variante.
-
SKU des konfigurierbaren Produkts
skuShopify kennt SKUs nur an Varianten. Braucht die Warenwirtschaft die alte Sammelnummer, kommt sie in ein Metafeld.
-
EAN oder GTIN als eigenes Attribut
ean · gtin · barcodeBarcode 1 · Typ EAN oder GTINAb Werk hat Magento kein solches Feld. Der Attributcode ist frei gewählt, und der Wert sitzt an den einfachen Produkten, nicht am konfigurierbaren.
-
Herstellernummer
mpn · manufacturer_skuAuch ein selbst angelegtes Attribut. Die Feed-Erweiterung las es über eine Zuordnung, die mit dem alten System verschwindet.
Aus WooCommerce
-
Artikelnummer
_skuSKU der VarianteEindeutig über alle Produkte und Variationen. Ein einfaches Produkt wird auf Shopify zu einem Produkt mit einer Variante.
-
GTIN, UPC, EAN oder ISBN
_global_unique_idBarcode 1 · passender TypSeit Version 9.2 vom August 2024 ab Werk im Tab Inventar, auch an Variationen und ebenfalls eindeutig.
-
GTIN aus Germanized
GermanizedBarcode 1 nach AbgleichGermanized hat eigene Felder für GTIN und MPN. In älteren Shops steht die Nummer nur dort, in neueren manchmal zusätzlich im Kernfeld, nicht immer mit demselben Wert.
-
MPN aus Germanized oder Feed-Plugin
Plugin-FeldWelches Plugin das Feld angelegt hat, entscheidet, unter welchem Schlüssel es in der Datenbank liegt. Der Export muss genau diesen Schlüssel kennen.
Aus JTL-Wawi, Xentral & Co.
-
Artikelnummer
StammdatenSKU der VarianteDer Schlüssel, über den die Anbindung Artikel zuordnet. Er muss in Warenwirtschaft und Shopify gleich lauten, sonst findet der erste Abgleich keine Partner.
-
EAN des Herstellers
StammdatenBarcode 1 · Typ EANDie Nummer auf der Verpackung. Sie gehört an die erste Stelle, weil Verkaufskanäle nur den ersten Barcode lesen.
-
UPC, ISBN, ASIN, alte EAN
ZusatzcodesBarcode 2 bis 20 · mit TypBis September 2026 hatten sie auf Shopify keinen Platz. Jetzt bekommt jeder einen eigenen Barcode, und die Kasse findet die Variante über jeden davon.
-
Interner Ladencode
Präfix 20 bis 29Barcode 2 bis 20 · Typ CustomGut für Regaletiketten und lose Ware. Nie an erster Stelle: Google lehnt Nummern mit Präfix 2 als eingeschränkte GTIN ab.
Geprüft am 25.10.2026 in der Produktdefinition von Shopware 6, an WooCommerce 9.2, im Shopify-Changelog vom 8. September 2026 und in der Shopify-Hilfe zur Produkt-CSV. Feldnamen aus Plugins und eigenen Attributen weichen von Shop zu Shop ab. Maßgeblich ist, was Ihr Export tatsächlich enthält.
Auf der Shopify-Seite hat sich im September viel getan. Bis dahin hatte eine Variante genau ein Barcode-Feld, alles Weitere landete in Metafeldern, die die Kasse nicht kannte, oder fiel weg. Seit dem 8. September 2026 trägt eine Variante bis zu 20 Barcodes. Jeder bekommt einen Typ, UPC, EAN, ISBN, GTIN oder ASIN, und Shopify prüft den Wert gegen die Regeln des jeweiligen Standards: Länge, Präfix und Prüfziffer. Interne Codes bekommen den Typ Custom und werden ungeprüft gespeichert. Shopify POS findet die Variante ab Version 11.14 über jeden ihrer Barcodes und über die SKU, und der Barcode-Filter der Produktsuche trifft jeden davon.
In der Produkt-CSV stehen die Barcodes in der Spalte „Barcodes“, getrennt durch Semikolons, auf Wunsch mit Typ davor, etwa gtin: oder upc:. Ein Wert ohne Typ wird als Custom importiert. Die alte Spalte „Barcode“ in der Einzahl nimmt Shopify weiter an, aber nicht beide in derselben Datei, sonst schlägt der Import fehl. Wer mit einer Vorlage aus einem älteren Projekt arbeitet, prüft das vor dem ersten Lauf. Die Herstellernummer hat kein eigenes Feld, die CSV führt sie als Metafeld für Google Shopping.
Die gefährlichste Station ist die Tabellenkalkulation
Zwischen Export und Import liegt in fast jedem Projekt eine Runde in Excel. Preise werden korrigiert, Kategorien zugeordnet, Spalten umbenannt. Für Nummern ist das die gefährlichste Station der ganzen Migration, und zwar wegen zweier Eigenheiten, die Microsoft selbst dokumentiert.
Lange Zahlen werden wissenschaftlich. Im Zahlenformat Standard zeigt Excel Zahlen ab zwölf Stellen in wissenschaftlicher Schreibweise. Aus der EAN 4006381333931 wird 4,00638E+12. Solange die Datei eine Excel-Datei bleibt, steckt die volle Zahl noch dahinter. Wer sie als CSV speichert, bekommt in die Datei, was die Zelle anzeigt.
Nullen vorne verschwinden. Excel hält 036000291452 für eine Zahl und macht 36000291452 daraus. Das trifft UPCs von US-Herstellern, die in vielen Systemen mit einer oder zwei Nullen vorne stehen, und jeden anderen Code, der mit 0 beginnt. Der Wert sieht danach völlig normal aus. Deshalb fällt dieser Fehler am seltensten auf.
Von der Export-CSV zum Import
Was ein Doppelklick in Excel aus einer Artikelnummer macht
Der Export ist sauber. Dann öffnet jemand die Datei in Excel, korrigiert ein paar Preise und speichert. Wählen Sie eine Nummer und vergleichen Sie zwei Wege: den Doppelklick und den Import der Datei mit der Spalte als Text.
EAN-13 eines deutschen Herstellers
13 Stellen, die letzte ist die Prüfziffer
- 4 ×1
- 0 ×3
- 0 ×1
- 6 ×3
- 3 ×1
- 8 ×3
- 1 ×1
- 3 ×3
- 3 ×1
- 3 ×3
- 9 ×1
- 3 ×3
- 1 =
Gewichte 3 und 1 von rechts. Summe 89, bis 90 fehlen 1: Prüfziffer 1. Die letzte Ziffer stimmt, die Nummer ist gültig.
Doppelklick, bearbeiten, als CSV speichern
- Excel zeigt
-
4,00638E+127 Stellen weg - In der Datei danach
-
4,00638E+12 - Import ohne Typ
- geht still kaputt
Gespeichert als Text, genau so. Kein Scanner und kein Feed findet den Artikel mehr, und niemand bekommt eine Fehlermeldung.
- Import mit Typ
- fällt beim Import auf
Shopify prüft den Wert gegen die Regeln für EAN und meldet ihn als ungültig. Der Fehler fällt beim Import auf, nicht an der Kasse.
Daten › Aus Text/CSV, Spalte als Text
- Excel zeigt
-
4006381333931 - In die Barcode-Spalte
-
ean:4006381333931Typ EAN - Import
- kommt an
Bleibt, wie er ist, wird als EAN geprüft und steht als Barcode 1 für Kasse und Kanäle bereit.
UPC-A eines US-Herstellers
12 Stellen, die letzte ist die Prüfziffer
- 0 ×3
- 3 ×1
- 6 ×3
- 0 ×1
- 0 ×3
- 0 ×1
- 2 ×3
- 9 ×1
- 1 ×3
- 4 ×1
- 5 ×3
- 2 =
Gewichte 3 und 1 von rechts. Summe 58, bis 60 fehlen 2: Prüfziffer 2. Die letzte Ziffer stimmt, die Nummer ist gültig.
Doppelklick, bearbeiten, als CSV speichern
- Excel zeigt
-
360002914521 Stelle weg - In der Datei danach
-
36000291452 - Import ohne Typ
- geht still kaputt
Gespeichert als elfstellige Zahl. Sie sieht unauffällig aus, ist aber eine Stelle zu kurz. Der Scanner liest zwölf oder dreizehn Stellen und findet nichts.
- Import mit Typ
- fällt beim Import auf
Elf Stellen sind keine UPC. Shopify meldet den Wert, und Sie sehen, welche Zeilen betroffen sind.
Daten › Aus Text/CSV, Spalte als Text
- Excel zeigt
-
036000291452 - In die Barcode-Spalte
-
upc:036000291452Typ UPC - Import
- kommt an
Zwölf Stellen mit der Null vorne, als UPC typisiert. Die Kasse findet die Variante, Google nimmt sie als GTIN-12.
Die Prüfziffer stimmt nach Excel sogar noch, denn eine Null vorne zählt in der Rechnung nicht mit. Nur die Länge verrät den Fehler, deshalb fällt er so selten auf.
GTIN-14 eines Kartons
14 Stellen, die letzte ist die Prüfziffer
- 1 ×3
- 4 ×1
- 0 ×3
- 0 ×1
- 6 ×3
- 3 ×1
- 8 ×3
- 1 ×1
- 3 ×3
- 3 ×1
- 3 ×3
- 9 ×1
- 3 ×3
- 8 =
Gewichte 3 und 1 von rechts. Summe 92, bis 100 fehlen 8: Prüfziffer 8. Die letzte Ziffer stimmt, die Nummer ist gültig.
Doppelklick, bearbeiten, als CSV speichern
- Excel zeigt
-
1,40064E+138 Stellen weg - In der Datei danach
-
1,40064E+13 - Import ohne Typ
- geht still kaputt
Gespeichert als Text in wissenschaftlicher Schreibweise. Beim Wareneingang findet der Scan des Kartons nichts mehr.
- Import mit Typ
- fällt beim Import auf
Shopify meldet den Wert als ungültige GTIN.
Daten › Aus Text/CSV, Spalte als Text
- Excel zeigt
-
14006381333938 - In die Barcode-Spalte
-
gtin:14006381333938Typ GTIN - Import
- kommt an
Sie bezeichnet den Karton, nicht die Flasche. Verkaufen Sie Kartons, ist das eine eigene Variante. Als zweiter Barcode der Flasche würde ein Scan des Kartons ein einzelnes Stück buchen.
Interner Ladencode für lose Ware
13 Stellen, die letzte ist die Prüfziffer
- 2 ×1
- 0 ×3
- 0 ×1
- 1 ×3
- 2 ×1
- 3 ×3
- 4 ×1
- 5 ×3
- 0 ×1
- 0 ×3
- 0 ×1
- 0 ×3
- 5 =
Gewichte 3 und 1 von rechts. Summe 35, bis 40 fehlen 5: Prüfziffer 5. Die letzte Ziffer stimmt, die Nummer ist gültig.
Doppelklick, bearbeiten, als CSV speichern
- Excel zeigt
-
2,00123E+127 Stellen weg - In der Datei danach
-
2,00123E+12 - Import ohne Typ
- geht still kaputt
Ladencodes laufen ohnehin ohne Typ, also ohne Prüfung. Der kaputte Wert geht durch, und die Etiketten im Regal passen zu keinem Artikel mehr.
- Import mit Typ
- fällt beim Import auf
Mit dem Typ EAN fiele der Wert durch. Ladencodes bekommen aber meist keinen Typ, deshalb prüft hier niemand.
Daten › Aus Text/CSV, Spalte als Text
- Excel zeigt
-
2001234500005 - In die Barcode-Spalte
-
2001234500005Typ Custom - Import
- kommt an
Ohne Typ importiert er als Custom. An zweiter Stelle hinter der Hersteller-EAN, denn an erster Stelle läse Google ihn als GTIN und lehnte ihn wegen des Präfixes 2 ab.
ISBN-13 eines Buchs
13 Stellen, die letzte ist die Prüfziffer
- 9 ×1
- 7 ×3
- 8 ×1
- 3 ×3
- 1 ×1
- 6 ×3
- 1 ×1
- 4 ×3
- 8 ×1
- 4 ×3
- 1 ×1
- 0 ×3
- 0 =
Gewichte 3 und 1 von rechts. Summe 100, schon ein voller Zehner: Prüfziffer 0. Die letzte Ziffer stimmt, die Nummer ist gültig.
Doppelklick, bearbeiten, als CSV speichern
- Excel zeigt
-
9,78316E+127 Stellen weg - In der Datei danach
-
9,78316E+12 - Import ohne Typ
- geht still kaputt
Gespeichert als Text in wissenschaftlicher Schreibweise. Für Kasse und Feed ist das Buch ohne Nummer.
- Import mit Typ
- fällt beim Import auf
Shopify meldet den Wert als ungültige ISBN.
Daten › Aus Text/CSV, Spalte als Text
- Excel zeigt
-
9783161484100 - In die Barcode-Spalte
-
isbn:9783161484100Typ ISBN - Import
- kommt an
Eine ISBN-13 ist zugleich eine GTIN-13. Ohne Bindestriche importieren, so wie sie unter dem Strichcode steht.
Excel im Zahlenformat Standard, deutsche Spracheinstellung, normale Spaltenbreite. Ab zwölf Stellen zeigt Excel Zahlen in wissenschaftlicher Schreibweise, beim Speichern als CSV schreibt es, was die Zelle anzeigt. Typ-Präfixe und Semikolon als Trenner für mehrere Barcodes nach der Shopify-Hilfe zur Produkt-CSV, Stand 25.10.2026. Die Beispielnummern sind Lehrbuchbeispiele, keine echten Artikel.
Dazu kommt eine Eigenheit der deutschen Excel-Version: Sie speichert CSV-Dateien mit Semikolon als Trennzeichen. Shopify erwartet Kommas, und die Shopify-Hilfe rät ausdrücklich, die Exporteinstellungen zu prüfen. Mit der neuen Barcode-Spalte, die mehrere Codes ebenfalls durch Semikolons trennt, wird ein falsch gespeicherter Export schnell unlesbar. Drei Gewohnheiten schützen die Nummern.
Die Datei nicht per Doppelklick öffnen. In Excel geht es über Daten › Aus Text/CSV. Dort legen Sie die Spalten für Barcodes, SKU und jede andere Nummer vor dem Laden als Text fest. In Microsoft 365 lassen sich außerdem die automatischen Datenkonvertierungen abschalten, etwa das Entfernen führender Nullen. Am sichersten ist es, Nummern gar nicht durch eine Tabellenkalkulation zu schicken. Preise lassen sich auch nach dem Import im Bulk-Editor von Shopify korrigieren.
Die Barcodes typisieren. Einen Wert mit ean: davor prüft Shopify beim Import. Ein Wert ohne Typ wird gespeichert, wie er ist, auch als „4,00638E+12“. Der Typ macht aus einem stillen Fehler einen gemeldeten.
Nach dem Import nachzählen. Eine EAN hat 13 Stellen, eine UPC 12, eine Karton-GTIN 14. Ein Export aus Shopify, sortiert nach der Länge der Barcodes, zeigt in wenigen Minuten, welche Zeilen nicht passen. Stichproben am Scanner gehören in die Abnahme, bevor die Kasse live geht, je Warengruppe ein paar Artikel, US-Ware und lose Ware eingeschlossen.
Die Reihenfolge der Barcodes ist eine Entscheidung
Mehrere Barcodes je Variante lösen ein altes Problem. Die UPC der US-Ware, die neue EAN nach dem Verpackungswechsel, der Ladencode von den alten Regaletiketten: Alles passt jetzt an die Variante, und die Kasse findet sie über jeden dieser Codes. Dafür gilt eine neue Regel, die im Changelog in einem Nebensatz steht. Verkaufskanäle lesen nur den ersten Barcode. Er ist auch der, den Etiketten-Apps drucken, und der einzige, den Apps sehen, die noch das alte Feld abfragen.
Mehrere Barcodes je Variante
Wer nach dem Go-live welchen Barcode zu sehen bekommt
Ein Kaffeebecher aus dem Laden: Er hat eine EAN vom Hersteller, einen alten Ladencode von der Kasse und eine ASIN von Amazon. Alle drei passen an eine Shopify-Variante. Wählen Sie, in welcher Reihenfolge der Import sie anlegt.
Hersteller-EAN an erster Stelle
- 1 Hersteller-EAN EAN
- 2 Ladencode Custom
- 3 ASIN ASIN
- 5 passt
- 1 prüfen
- 0 falsch
-
Shopify POS ab Version 11.14
liest alle Barcodes und die SKU
passtFindet die Variante über jeden der drei Codes.
-
Barcode-Filter der Produktsuche
liest alle Barcodes
passtDer Filter nach Barcode trifft jeden Code der Variante.
-
Google & YouTube
liest nur Barcode 1
passtBekommt die Hersteller-EAN als GTIN.
-
Marktplatz-Kanäle wie Amazon oder eBay
liest nur Barcode 1
passtOrdnen das Angebot über die Hersteller-EAN dem Katalog zu.
-
Etiketten-Apps
liest Barcode 1
passtDrucken die Hersteller-EAN. Praktisch für Ware ohne Strichcode, doppelt bei Markenware, die schon einen trägt.
-
Anbindung an Warenwirtschaft oder Lager
liest je nach App: barcode oder barcodes
prüfenLiest die App noch das alte Feld barcode, sieht sie nur die Hersteller-EAN. Ladencode und ASIN kommen erst an, wenn sie barcodes liest.
Ladencode an erster Stelle
- 1 Ladencode Custom
- 2 Hersteller-EAN EAN
- 3 ASIN ASIN
- 2 passt
- 1 prüfen
- 3 falsch
-
Shopify POS ab Version 11.14
liest alle Barcodes und die SKU
passtFindet die Variante ebenfalls über jeden Code. An der Kasse spielt die Reihenfolge keine Rolle.
-
Barcode-Filter der Produktsuche
liest alle Barcodes
passtDer Filter nach Barcode trifft jeden Code der Variante.
-
Google & YouTube
liest nur Barcode 1
falschBekommt den Ladencode als GTIN und meldet ihn als eingeschränkt, obwohl die richtige EAN an zweiter Stelle steht.
-
Marktplatz-Kanäle wie Amazon oder eBay
liest nur Barcode 1
falschBekommen eine Nummer, die in keinem Katalog steht.
-
Etiketten-Apps
liest Barcode 1
prüfenDrucken den Ladencode. Gewollt, wenn Ihre Regaletiketten ihn tragen, sonst ein Etikett, das kein anderes System kennt.
-
Anbindung an Warenwirtschaft oder Lager
liest je nach App: barcode oder barcodes
falschEine App mit dem alten Feld sieht nur den Ladencode. Gleicht sie über die EAN ab, findet sie den Artikel nicht.
Eigenmarke nur mit Ladencode
- 1 Ladencode Custom
- 3 passt
- 1 prüfen
- 2 falsch
-
Shopify POS ab Version 11.14
liest alle Barcodes und die SKU
passtFindet die Variante über den Ladencode und die SKU.
-
Barcode-Filter der Produktsuche
liest alle Barcodes
passtDer Filter nach Barcode trifft den Ladencode.
-
Google & YouTube
liest nur Barcode 1
falschBekommt den Ladencode als GTIN und meldet ihn als eingeschränkt. Eigene Ware in Google Shopping braucht eine GTIN von GS1.
-
Marktplatz-Kanäle wie Amazon oder eBay
liest nur Barcode 1
falschAmazon verlangt eine GTIN oder eine Freistellung für die Marke. Ein Ladencode ist keines von beiden.
-
Etiketten-Apps
liest Barcode 1
passtDrucken den Ladencode, genau dafür ist er da.
-
Anbindung an Warenwirtschaft oder Lager
liest je nach App: barcode oder barcodes
prüfenSieht den Ladencode. Ob die Warenwirtschaft ihn als EAN führt oder in einem eigenen Feld, entscheidet über den Abgleich.
Nach den Shopify-Changelogs vom 1. und 8. September 2026 und dem Entwickler-Changelog zur API-Version 2026-10. Welches Feld eine einzelne App liest, steht in ihrer Dokumentation oder lässt sich beim Anbieter erfragen. Google behandelt GTINs mit den Präfixen 2, 02 und 04 als eingeschränkt.
Für den Import heißt das: Die Hersteller-GTIN steht vorn, wenn es eine gibt. Ladencodes, ASINs und alte Nummern folgen. In der CSV ist die Reihenfolge die Reihenfolge in der Zelle, also ean:4006381333931;2001234500005. Wer Barcodes später über die API oder eine App ändert, sollte wissen: Wer die neue Liste schickt, ersetzt alle Barcodes der Variante, nicht nur einen.
Für Anbindungen an Warenwirtschaft, Lager oder Marktplätze ist die Änderung im Entwickler-Changelog als „Action required“ markiert. Das alte Feld funktioniert weiter und liefert den ersten Barcode. Eine App, die nur dieses Feld liest, erfährt aber nicht, dass es weitere gibt. Ein Abschaltdatum hat Shopify noch nicht genannt. Fragen Sie jeden Anbieter, dessen App Artikel über Barcodes abgleicht, ob sie schon die neue Liste liest, und halten Sie die Antwort im Projektplan fest. Wie wir JTL-Wawi und Xentral anbinden, steht unter JTL-Wawi und Xentral.
Eigene Ware: Ladencode oder GTIN von GS1
Händler mit Eigenmarke oder loser Ware haben oft gar keine Hersteller-GTIN. Im Laden reichen Ladencodes mit Präfix 20 bis 29 völlig, die Kasse findet sie. Shopifys kostenlose App Retail Barcode Labels erzeugt auf Wunsch Barcodes im Format Code 128 für Artikel ohne Nummer und druckt Etiketten auf Bögen von Avery oder auf Etikettendruckern von Dymo und Zebra. Im App Store kommt sie auf 2,3 von 5 Sternen, drucken Sie Ihre Formate deshalb vor dem Go-live einmal zur Probe. Und ein Code 128 aus dieser App ist ebenso wenig eine GTIN wie ein Ladencode.
Sobald eigene Ware in Google Shopping oder auf Amazon laufen soll, reicht beides nicht. Google behandelt GTINs mit den Präfixen 2, 02 und 04 als eingeschränkt und will sie nicht im GTIN-Attribut sehen. Amazon verlangt eine GTIN oder eine Freistellung für die Marke. Eine Variante, die nur einen Ladencode trägt, schickt ihn trotzdem als ersten Barcode an die Kanäle. Es bleiben zwei Wege: GTINs von GS1 Germany gegen eine Lizenzgebühr, oder eine Feed-App, die den Ladencode nicht als GTIN übergibt und das Produkt über Marke und Herstellernummer meldet. Wie der Feed dann aufgebaut ist, steht in Google-Shopping-Feed beim Shopify-Umstieg.
Wer sich für GS1 entscheidet, kann den Umstieg nutzen: neue GTINs auf neue Etiketten, die alten Ladencodes als zweiter Barcode an derselben Variante, bis der letzte alte Aufkleber verkauft ist.
Kasse und Scanner: was weiterläuft
Der Teil, um den es in Shopifys Vergleich geht, ist beim Umstieg meist der einfachste. Laut Shopify-Hilfe arbeitet Shopify POS mit Scannern von Socket Mobile, dem HP Engage 2D G2, den Zebra-Modellen DS2208 und DS2278 und mit jedem HID-Scanner, also jedem Gerät, das sich an Tablet oder Smartphone wie eine Tastatur meldet. Das sind die meisten USB-Handscanner an den Kassen von Shopware-, Magento- und WooCommerce-Händlern. Ohne Scanner liest die Kamera des Geräts, auf dem POS läuft, 1D- und 2D-Codes, dazu Gutscheine, Rabattcodes und Belege. Für einen Laden mit wenigen Scans am Tag genügt das.
Ein Scanner, der an der alten Kasse zuverlässig lief, findet an der neuen trotzdem nichts, wenn die Nummern im Import gelitten haben. Testen Sie deshalb nicht das Gerät, sondern die Daten: Artikel aus jeder Warengruppe scannen, im Modus, in dem die Kasse später läuft.
Für Neuanschaffungen lohnt ein Blick nach vorn. Unter dem Namen Sunrise 2027 bereitet GS1 den Handel darauf vor, dass Kassen bis Ende 2027 auch 2D-Codes lesen, etwa QR-Codes nach dem Standard GS1 Digital Link, die neben der GTIN eine Webadresse tragen. Das ist keine gesetzliche Pflicht, und Strichcodes verschwinden damit nicht. Wer jetzt Scanner nachkauft, wählt trotzdem besser 2D-fähige Geräte. Alle sieben Lösungen in Shopifys Vergleich lesen beide Arten.
Checkliste
Barcodes vor dem Go-live abnehmen
Die ersten vier Punkte gehören in die Planung, die nächsten vier in den Import, die letzten drei in die Woche vor dem Go-live. Ihre Häkchen bleiben in diesem Browser gespeichert.
0 von 11 erledigt
Wo Sie ansetzen, je nach Ausgangslage
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Shopware 6 mit vielen Varianten | Vererbte EANs auflösen, bevor exportiert wird. Jede Größe und Farbe braucht ihre eigene Nummer, nicht die des Hauptprodukts |
| Magento mit eigenem EAN-Attribut | Attributcode im Export suchen und die Werte der einfachen Produkte übernehmen, nicht die des konfigurierbaren |
| WooCommerce mit Germanized | Kernfeld und Germanized-Feld vergleichen, die geprüfte Nummer als Barcode 1. Mehr in WooCommerce verlassen |
| Stammdaten aus JTL-Wawi, Xentral oder Pickware | Codes aus der Warenwirtschaft übernehmen, nicht aus dem Shop. Die Anbindung auf die neue Barcode-Liste prüfen |
| Laden mit Kasse und Handscannern | Scanner auf HID prüfen, Ladencodes als zweiten Barcode anlegen, vor dem Go-live je Warengruppe scannen. Mehr in Kassensystem und Shopify POS |
| US-Ware oder Bücher im Sortiment | UPCs mit der Null vorne als upc:, ISBNs ohne Bindestriche als isbn: importieren |
| Eigenmarke in Google Shopping oder auf Amazon | GTINs bei GS1 Germany beantragen oder den Feed so bauen, dass Ladencodes nicht als GTIN übergeben werden |
| Großhandel mit Kartons und Einzelware | Die Karton-GTIN-14 als eigene Variante anlegen, nicht als zweiten Barcode der Einzelware |
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten
Barcodes sind beim Umstieg selten ein Hardware-Thema. Die Scanner laufen meist weiter, die Nummern dahinter nicht immer. Drei Fragen helfen, sie heil hinüberzubringen.
Wo steht welche Nummer? Shopware vererbt die EAN, Magento hat kein Feld ab Werk, WooCommerce hat zwei. Führt eine Warenwirtschaft die Stammdaten, zählt deren Feldliste. Erst wenn alle Fundorte bekannt sind, lässt sich das Mapping schreiben.
Was übersteht den Weg zum Import? Excel macht aus 13 Ziffern eine wissenschaftliche Zahl und aus einer UPC eine elfstellige. Mit der Spalte als Text, typisierten Barcodes und einem Längencheck nach dem Import fällt jeder Fehler auf, bevor ein Kunde an der Kasse wartet.
Welcher Barcode steht vorn? Seit September trägt eine Variante bis zu 20 Barcodes, die Kanäle lesen nur den ersten. Die Hersteller-GTIN gehört an die Spitze, Ladencodes und ASINs dahinter, und jede Anbindung muss die neue Liste lesen.
Wenn Sie Ihren Umstieg planen und die Stammdaten einmal mit jemandem durchgehen möchten, der das schon gemacht hat: Lassen Sie uns sprechen. Wie wir Migrationen planen, steht auf Shopsystem-Migration. Für Shops ohne B2B und ERP-Anbindung gibt es den Migration-Starter zum Festpreis. Was der Wechsel von Ihrem System konkret bedeutet, lesen Sie auf Shopware zu Shopify, Magento zu Shopify und WooCommerce zu Shopify.