Landingpages beim Shopify-Umstieg: Die Kampagne zeigt noch auf die alte Seite
Erlebniswelten, CMS-Seiten und Elementor-Seiten stehen in keinem Produkt- oder Kategorieexport, tragen aber den bezahlten Traffic. Der Beitrag zeigt, wo Landingpages im alten Shop liegen, welcher Ort in Shopify zu welchem Zweck passt, an welchen sechs Stellen ein Anzeigenklick nach dem Go-live reißt, wie lange Weiterleitungen für QR-Codes und Partnerlinks bleiben müssen und womit Ihr Marketing künftig neue Seiten baut.
Ein Beispiel: ein Möbelhändler aus dem Rheinland, rund 2.000 Artikel, seit 2021 auf Shopware 6. Das Marketing hat in drei Jahren 46 Landingpages gebaut: eine Erlebniswelt für jeden Sale, eine Seite je Messe, ein Gewinnspiel im Frühjahr und die Seite „Katalog anfordern“. Deren Adresse steht als QR-Code auf der Rückseite des Printkatalogs, Auflage 60.000.
Die Liste der Weiterleitungen für den Umstieg ist sorgfältig gebaut. Sie enthält 2.300 Produkte und 140 Kategorien, jede Zeile geprüft. Die Landingpages stehen nicht darin. Sie hängen in Shopware nicht in der Navigation und tauchen deshalb weder im Produkt- noch im Kategorieexport auf.
Am Morgen nach dem Go-live meldet Google Ads elf abgelehnte Anzeigen. Am Nachmittag ruft die erste Kundin an, deren QR-Code auf einer Fehlerseite endet.
Shopify hat am 16. Oktober zusammengefasst, was eine gute Landingpage ausmacht. Der Beitrag unterscheidet Seiten, die Kontaktdaten sammeln, von Seiten, die direkt zum Kauf führen. Er nennt elf Regeln, von einem einzigen Call-to-Action im sichtbaren Bereich über mobile Gestaltung und Ladezeit bis zum A/B-Test. Für den Bau nennt er Page-Builder-Apps wie PageFly und Shogun. Eine Frage stellt er nicht, weil sie sich bei einem neuen Shop nicht stellt: Was passiert mit den Landingpages, die Sie schon haben?
Dieser Beitrag ist für Händler, die mit ihren Kampagnen von Shopware, Magento, WooCommerce oder JTL zu Shopify wechseln. Er zeigt, wo Landingpages im alten Shop liegen, welcher Ort in Shopify zu welchem Zweck passt, an welchen Stellen ein Anzeigenklick nach dem Go-live reißt, wie lange Weiterleitungen für QR-Codes und Partnerlinks bleiben müssen und womit Ihr Marketing künftig neue Seiten baut. Wie die Weiterleitungen für Produkte und Kategorien entstehen, steht in 301-Redirects bei der Shopify-Migration, wie Shopify Adressen grundsätzlich aufbaut, in Shopify URL-Struktur.
Landingpages stehen in keinem Export
Produkte und Kategorien hat jeder Migrationsplan, weil sie das Gerüst des Shops sind. Landingpages sind das Gegenteil: Sie sind für eine Kampagne gebaut, hängen bewusst nicht in der Navigation und haben oft eine eigene, kurze Adresse. Genau deshalb fehlen sie in der Liste.
Dabei tragen sie oft einen großen Teil des Traffics, den Sie bezahlt haben. Eine Anzeige führt selten auf die Startseite. Sie führt auf die Aktionsseite, die zum Suchbegriff passt.
Eine vollständige Liste entsteht aus fünf Quellen, nicht aus einer:
- Der alte Admin. In Shopware 6 unter Kategorien › Landingpages, in Magento unter Inhalt › Elemente › Seiten, in WordPress unter Seiten. Dazu die Kategorien, die eine eigene Erlebniswelt oder ein Page-Builder-Layout haben.
- GA4. Der Bericht „Landingpage“ über die letzten 13 Monate, damit jede Jahresaktion einmal dabei ist, zeigt jede Einstiegsseite mit Besuchen, auch solche, die im Admin längst deaktiviert sind.
- Google Ads. Die Übersicht der Landingpages listet die Ziel-URLs, auf die in Ihrem Konto Klicks laufen. Sitelinks und andere Assets mit eigener Adresse exportieren Sie zusätzlich.
- Search Console. Der Leistungsbericht nach Seiten zeigt, welche Aktionsseiten organisch gefunden werden, der Linkbericht, welche von außen verlinkt sind.
- Das Marketing selbst. Welche Adressen stehen auf Katalogen, Verpackungen, Beilegern, Messewänden und in Influencer-Briefings? Das weiß kein System, nur das Team.
Bestand
Wo Landingpages im alten Shop liegen
Sechs typische Fundorte, jeweils mit dem Baukasten, der die Seite gebaut hat, und der Adresse, die sie in Shopify bekommt. Die Pfade sind Beispiele, Ihre heißen anders.
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Shopware 6 Erlebniswelten
Kategorien › Landingpages. Eigene SEO-URL, nicht in der Navigation.
alt
/sommer-saleShopify
/collections/sommer-saleals Kollektion
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Shopware 6 Erlebniswelten
Kategorie mit eigenem Layout, oft mit Produktliste und Bühne.
alt
/Wohnzimmer/Sofas/Shopify
/collections/sofasals Kollektion
-
Shopware 5 Einkaufswelten
Marketing › Einkaufswelten, als Landingpage mit eigener Adresse.
alt
/herbstaktionShopify
/pages/herbstaktionals Seite
-
Magento 2 Page Builder
Inhalt › Elemente › Seiten, Adresse aus dem URL-Schlüssel, ohne .html.
alt
/messe-2026Shopify
/pages/messe-2026als Seite
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WooCommerce Elementor, Divi, Blockeditor
WordPress-Seiten, oft mit Shortcodes von Plugins im Inhalt.
alt
/katalog-anfordern/Shopify
/pages/katalog-anfordernals Seite
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JTL-Shop 5 OnPage Composer
Eigene Seiten, gestaltet im OnPage Composer.
alt
/gewinnspielShopify
/pages/gewinnspielals Seite
Kommt mit Texte, Bilder, Seitentitel und Beschreibung. Migrationswerkzeuge übernehmen CMS-Seiten meist als HTML in den Seiteninhalt.
Bleibt zurück Das Layout aus dem Baukasten, Countdown, Formular und Slider, dazu alle Shortcodes. Das bauen Sie in Shopify neu.
Ein Punkt aus der Übersicht verdient Aufmerksamkeit: Das Layout kommt nicht mit. Erlebniswelten, Einkaufswelten, der Page Builder von Magento, Elementor und der OnPage Composer von JTL speichern ihre Seiten in einem eigenen Format. Uns ist kein Werkzeug bekannt, das daraus Shopify-Abschnitte baut. Was ein Migrationswerkzeug übernimmt, ist der Inhalt als HTML. Für eine Impressumsseite reicht das. Für eine Aktionsseite mit Bühne, Countdown und Produktraster nicht.
Das klingt nach Mehraufwand, ist aber eine Gelegenheit. Von 46 Landingpages ist in vielen Shops ein guter Teil abgelaufen: der Sale von 2023, die Messe von 2024, das Gewinnspiel, das längst ausgelost ist. Diese Seiten brauchen in Shopify keinen Nachbau, sondern eine Weiterleitung auf die passende Kategorie. Neu gebaut werden nur die Seiten, die noch laufen oder jedes Jahr wiederkommen.
Für jede Seite der passende Ort in Shopify
Shopify kennt keinen Seitentyp „Landingpage“. Es gibt Kollektionen, Produkte, Seiten, Blogbeiträge und Metaobjekte, und jeder dieser Typen kann eigene Vorlagen im Theme haben. Welcher Typ passt, hängt davon ab, was die Landingpage tun soll, nicht davon, wie sie im alten System gebaut war.
Zielorte
Sechs Zwecke, sechs Orte in Shopify
Zuerst, wofür die Landingpage heute da ist, dann, wo sie in Shopify hingehört und unter welcher Adresse. Der Zweck entscheidet, nicht der Baukasten, mit dem sie gebaut wurde.
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Aktion mit vielen Produkten
Sommer-Sale, Marke, Thema, Neuheiten
Kollektion mit eigener Vorlage
/collections/sommer-saleFilter, Sortierung und Produktraster sind schon da. Bedingungen füllen die Liste automatisch, etwa über ein Tag.
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Kampagne für ein Produkt
Neues Modell, Vorbestellung, Bundle
Produktseite mit eigener Vorlage
/products/lounge-sofa-miraPreis, Varianten und Warenkorb-Button sitzen direkt auf der Seite. Die Anzeige führt ohne Umweg zum Kauf.
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Rabatt per Link
Newsletter, Influencer, Beileger
Rabattlink auf eine bestehende Seite
/discount/HERBST15?redirect=/collections/sofasDer Code landet automatisch im Warenkorb. Eine eigene Seite braucht es dafür nicht, nur einen aktiven Rabatt.
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Story, Messe, Anfrage
Katalog anfordern, Gewinnspiel, Event
Seite mit eigener Vorlage
/pages/katalog-anfordernFreie Abschnitte, dazu ein Formular. Die Vorlage gilt für alle ähnlichen Seiten.
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Kurze Adresse für Gedrucktes
QR-Code im Katalog, Messewand, Radio
Weiterleitung auf die Zielseite
/katalog → /pages/katalog-anfordernFunktioniert, weil unter /katalog in Shopify keine Seite liegt. Das Ziel lässt sich später tauschen, der Druck bleibt.
Die Adresse von Metaobjekt-Seiten liegt unter /pages/, gefolgt vom Typ und dem Eintrag. Prüfen Sie das Muster an einem veröffentlichten Eintrag im eigenen Shop, bevor Sie Weiterleitungen darauf setzen.
Drei Zeilen aus dieser Übersicht werden bei Umsteigern regelmäßig falsch entschieden.
Aktionen werden zu Kollektionen, nicht zu Seiten. Eine Erlebniswelt für den Sommer-Sale besteht meistens aus einer Bühne und einem Produktraster. In Shopify ist das eine Kollektion mit eigener Vorlage: oben die Bühne als Abschnitt, darunter die Produkte mit Filter und Sortierung, die das Theme ohnehin mitbringt. Eine automatische Kollektion füllt sich über Bedingungen, etwa ein Tag „sommer-sale“ an den Produkten. Wer die Aktion stattdessen als Seite baut und Produkte von Hand einsetzt, verliert Filter, Sortierung und die Pflege über Tags. Wie Shopify Produktlisten filtert, steht in Produktfilter beim Shopify-Umstieg.
Rabatte brauchen oft gar keine eigene Seite. In vielen alten Shops gibt es Landingpages, deren einziger Zweck ein Gutscheincode ist: „Mit diesem Link 15 % sparen“. Shopify hat dafür Rabattlinks. Ein Link der Form /discount/HERBST15?redirect=/collections/sofas legt den Rabatt automatisch in den Warenkorb und öffnet die Kollektion. Laut Shopify-Hilfe zu Rabattlinks trägt jeder Link genau einen Rabatt, und er funktioniert nur, solange der Rabatt aktiv ist. Wie Rabattregeln selbst umziehen, steht in Rabatte beim Shopify-Umstieg.
Viele gleiche Seiten werden zu Metaobjekten. Fünfzehn Standortseiten, dreißig Markenseiten oder vierzig Ratgeber mit identischem Aufbau als einzelne Seiten zu pflegen, macht jede Änderung am Layout zu vierzig Änderungen. In Shopify legen Sie einen Metaobjekt-Typ mit Feldern an, etwa Stadt, Adresse, Öffnungszeiten und Bild, und veröffentlichen die Einträge laut Shopify-Hilfe zu Metaobjekt-Webseiten als Webseiten. Alle Einträge nutzen dieselbe Vorlage. Seitentitel und Beschreibung kommen aus den Feldern.
/pages/ steht immer davor
Im alten Shop konnte eine Landingpage unter /sommer-sale liegen, direkt hinter der Domain. In Shopify geht das nicht. Seiten liegen unter /pages/, Kollektionen unter /collections/, Produkte unter /products/. Daran lässt sich nichts einstellen.
Für die Kampagnen ist das kein Problem, solange es Weiterleitungen gibt. Und hier arbeitet eine Eigenheit von Shopify für Sie. Laut Shopify-Hilfe zu Weiterleitungen greift eine Weiterleitung nur, wenn unter der alten Adresse keine Seite liegt. Da Shopify unter /sommer-sale nie eine Seite ausliefert, funktioniert eine solche Weiterleitung ab dem Moment, in dem sie angelegt ist. Ausnahmen sind nur alte Adressen, die zufällig mit einem Shopify-Pfad wie /cart oder /search zusammenfallen.
Das gilt auch für neue Adressen. Für den nächsten Katalog können Sie /katalog drucken und in Shopify auf die aktuelle Seite weiterleiten. Wechselt die Zielseite im nächsten Jahr, ändern Sie die Weiterleitung, nicht den Druck. Kurze Adressen für Gedrucktes gibt es in Shopify also weiterhin, nur eben als Weiterleitung statt als Seite.
Platz ist genug. Shopify erlaubt bis zu 100.000 Weiterleitungen, in Plus bis zu 20 Millionen. Ein paar Hundert für Landingpages und alte Aktionen fallen daneben nicht ins Gewicht.
Der Klick am Morgen nach dem Go-live
Die Weiterleitung ist die erste Hürde, nicht die einzige. Ein Klick auf eine Anzeige trägt Kennungen mit, die Google Ads und GA4 brauchen, um den Kauf der Anzeige zuzuordnen. Er landet auf einer Seite, die halten muss, was die Anzeige verspricht. Und am Ende muss etwas gezählt werden, sonst optimiert die Kampagne ins Leere.
Klickweg
Ein Anzeigenklick und sechs Stellen, an denen er reißt
Der Weg eines Klicks auf eine Anzeige, die noch die alte Adresse trägt. Zu jedem Schritt, was passieren soll und woran es in den ersten Tagen nach dem Go-live am häufigsten scheitert.
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Anzeige
Klick auf die Anzeige
/sommer-sale?gclid=…Reißt, wenn die Ziel-URL seit Jahren niemand angesehen hat und schon im alten Shop auf eine Weiterleitung zeigte.
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Shopify
Shopify findet keine Seite
unter /sommer-sale liegt nichtsReißt, wenn die Weiterleitung fehlt. Dann sieht der Besucher die Fehlerseite, und Google lehnt Anzeigen mit nicht erreichbarem Ziel ab.
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Shopify
Weiterleitung greift
301 → /collections/sommer-saleReißt, wenn mehrere Sprünge hintereinander nötig sind, etwa über http, www und die alte Domain. Jeder Sprung kostet Zeit und ist eine Stelle mehr, an der etwas verloren geht.
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Zielseite
Kennungen kommen an
?gclid=…&utm_source=googleReißt, wenn sie unterwegs verloren gehen. Dann ordnet Google Ads den Kauf keiner Anzeige zu, und GA4 zählt den Besuch ohne Kampagne.
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Zielseite
Die Seite hält, was die Anzeige verspricht
Angebot und Button im ersten BildschirmReißt, wenn die Weiterleitung nur auf die Startseite führt, das Angebot aus der Anzeige fehlt oder der Button erst nach drei Bildschirmhöhen kommt.
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Messung
Ergebnis wird gezählt
purchase oder generate_leadReißt, wenn das neue Formular das Lead-Ereignis nicht auslöst, auf das die Kampagne optimiert. Es kommt nicht von selbst mit.
Ob Shopify Parameter wie gclid und utm_source an das Ziel einer Weiterleitung weitergibt, steht nicht in der Hilfe. Klicken Sie am Go-live-Tag eine eigene Anzeige an und sehen Sie in der Adresszeile nach, was ankommt.
Die Kennung muss ankommen. Google schreibt in der Hilfe zur automatischen Tag-Kennzeichnung ausdrücklich, dass die GCLID bis zur endgültigen Landingpage durchgereicht werden muss. Ob Shopify Parameter bei einer Weiterleitung mitgibt, dokumentiert die Shopify-Hilfe nicht. Sie warnt nur, dass Adressen mit Parametern sich bei Weiterleitungen anders verhalten können als erwartet. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf die Weiterleitung. Klicken Sie am Go-live-Tag eine eigene Anzeige an, sehen Sie in der Adresszeile nach, und tauschen Sie danach die Ziel-URLs aus.
Die Ziel-URLs tauschen Sie nach dem Go-live, nicht davor. Vor dem Umschalten gibt es /collections/sommer-sale auf Ihrer Domain noch nicht, eine Anzeige mit dieser Ziel-URL liefe ins Leere. Die Reihenfolge ist: Weiterleitungen stehen zum Go-live, die Anzeigen laufen zunächst über sie, und in den ersten Tagen danach bekommen alle Anzeigen, Sitelinks und Asset-Gruppen die neue Adresse. Eine bearbeitete Anzeige speichert Google als neue Version und prüft sie erneut. Planen Sie die Umstellung deshalb nicht auf den Freitagabend.
Die Seite muss zur Anzeige passen. Wer für „Ecksofa Sale“ wirbt, muss auf der Seite einen Sale und Ecksofas zeigen. Klingt selbstverständlich, scheitert aber, wenn eine abgelaufene Aktion pauschal auf die Startseite weitergeleitet wird. Bei Google zählt die Erfahrung auf der Zielseite in den Qualitätsfaktor ein. Eine Weiterleitung auf die Startseite kostet also nicht nur Käufe, sie kann über den Qualitätsfaktor auch den Klickpreis erhöhen.
Das Ergebnis muss gezählt werden. Kauf-Ereignisse kommen über die Anbindung von Google und GA4 an Shopify. Ein Formular auf einer neuen Landingpage löst dagegen nicht von selbst das Lead-Ereignis aus, auf das eine Kampagne vielleicht seit Jahren optimiert. Wie Sie die Ereignisse des alten Shops auf Shopify übertragen, steht in GA4-Tracking beim Shopify-Umstieg.
Wer sonst noch auf die alte Adresse zeigt
Anzeigen sind die Links, die Sie am schnellsten ändern können. Die meisten anderen nicht. Ein QR-Code auf einer Verpackung zeigt auf die alte Adresse, solange es die Verpackung gibt. Ein Presseartikel über Ihre Aktion von 2024 verlinkt die Aktionsseite, solange der Artikel online ist.
Eingehende Links
Neun Linkquellen und wie lange sie die Weiterleitung brauchen
Die Weiterleitung muss so lange bleiben wie der älteste Link, der noch auf die alte Adresse zeigt. Wer den Link ändern kann, bestimmt, wie lange das ist.
- Sie ändern selbst
- nur auf Bitte
- niemand kann ändern
Die Dauer ist eine Faustregel, kein Messwert. Weiterleitungen für gedruckte Adressen und Pressebeiträge löschen Sie am besten nie. Selbst die 100.000 Weiterleitungen, die Shopify außerhalb von Plus erlaubt, reichen für die meisten Shops dauerhaft.
Daraus ergeben sich zwei Regeln für die Weiterleitungen der Landingpages.
Abgelaufene Aktionen leiten auf das Nächstpassende, nicht ins Nichts. Die Messeseite von 2024 leitet auf die Seite der nächsten Messe oder auf die Kategorie, die damals im Mittelpunkt stand. Das Gewinnspiel leitet auf die Kollektion, aus der der Preis stammte. Eine Fehlerseite ist für einen Besucher aus einem alten Link die schlechteste Antwort, die Startseite die zweitschlechteste.
Weiterleitungen für Gedrucktes und Presse löschen Sie nicht. Es gibt keinen technischen Grund dafür, und das Kontingent reicht. Wer nach einem Jahr „aufräumt“, verliert die Besucher aus dem Katalog, der noch im Wartezimmer liegt. Notieren Sie in Ihrer Weiterleitungsliste deshalb zu jeder Landingpage, woher ihre Links kommen.
Ein Sonderfall sind beworbene Beiträge bei Meta. Der Link eines veröffentlichten Beitrags lässt sich in der Regel nachträglich nicht ändern. Läuft eine Anzeige aus einem solchen Beitrag weiter, läuft sie über die Weiterleitung. Wer das nicht will, setzt für die Zeit nach dem Go-live eine neue Anzeige mit neuer Adresse auf.
Wie Ihr Marketing künftig neue Seiten baut
Mit dem Umstieg ändert sich nicht nur, wo Landingpages liegen, sondern auch, wer sie baut. In Shopware oder Magento hat das Marketing oft selbstständig Erlebniswelten oder Page-Builder-Seiten zusammengeklickt. Diese Selbstständigkeit sollte nach dem Umstieg nicht verloren gehen.
Bauweisen
Drei Wege, neue Landingpages zu bauen
Nach dem Umstieg entscheidet sich, wer künftig Landingpages baut und womit. Die drei Wege schließen sich nicht aus, viele Shops starten mit dem ersten und ergänzen den zweiten.
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Abschnitte aus dem Theme
Theme-Editor, Vorlagen je Seitentyp
- Wer baut
- Marketing im Theme-Editor, mit den Abschnitten, die das Theme mitbringt
- Neue Seite
- Vorlage auf Basis einer bestehenden anlegen, Abschnitte tauschen, zuweisen
- Laufende Kosten
- keine über das Theme hinaus
- Ladezeit
- wie der Rest des Shops
- Beim Wechsel
- Vorlagen hängen am Theme. Ein neues Theme braucht neue Vorlagen
Passt Für die meisten Shops der Start, solange die Abschnitte des Themes die Aktionen abdecken.
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Eigene Abschnitte als Baukasten
einmal entwickelt, danach im Theme-Editor
- Wer baut
- Entwicklung baut die Bausteine, Marketing setzt sie zusammen
- Neue Seite
- wie beim Theme, sobald Countdown, Formular, Vergleich und FAQ als Abschnitt da sind
- Laufende Kosten
- einmalige Entwicklung, danach Pflege mit dem Theme
- Ladezeit
- wie der Rest des Shops, nur geladen, was die Seite nutzt
- Beim Wechsel
- Abschnitte lassen sich in ein neues Theme übernehmen, die Inhalte nicht automatisch
Passt Wenn Erlebniswelten heute das Rückgrat des Marketings sind und Aktionen jede Woche wechseln.
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Page-Builder-App
PageFly, Shogun, GemPages und andere
- Wer baut
- Marketing im eigenen Editor der App
- Neue Seite
- schnell, mit vielen fertigen Vorlagen
- Laufende Kosten
- monatliche Gebühr je nach Tarif und Seitenzahl
- Ladezeit
- hängt vom Code der App ab. Vor der Entscheidung an einer echten Seite messen
- Beim Wechsel
- Seiten hängen an der App. Vorher fragen, was bei einer Kündigung mit ihnen passiert
Passt Wenn Marketing völlig frei gestalten will und die Gebühr und Bindung bewusst in Kauf nimmt.
Grenzen jeder Theme-Vorlage
- 25 Abschnitte je Vorlage
- 50 Blöcke je Abschnitt
- 1.000 Vorlagen je Theme
Für die meisten Umsteiger ist die Kombination der ersten beiden Wege die richtige. Das Theme bringt die Grundbausteine mit: Bild mit Text, Produktraster, Kollektionsliste, FAQ, Newsletter. Was fehlt, etwa ein Countdown, eine Vergleichstabelle oder ein Formular mit eigenen Feldern, entwickeln Sie einmal als Abschnitt. Danach legt das Marketing neue Landingpages im Theme-Editor an: Vorlage auf Basis einer bestehenden erstellen, Abschnitte anordnen, die Vorlage der Seite oder Kollektion im Admin zuweisen. So beschreibt es die Shopify-Hilfe zu Vorlagen.
Zwei Details, die bei Landingpages oft gebraucht werden:
Seiten ohne Hauptnavigation. Viele Landingpages verzichten bewusst auf Menü und Footer, damit der Besucher beim einen Ziel bleibt. In Shopify legt das eine Theme-Vorlage fest: Laut Entwicklerdoku zu JSON-Vorlagen kann jede Vorlage eine eigene Layout-Datei verwenden, etwa eine schlanke Variante ohne Navigation. Das richtet die Entwicklung einmal ein. Danach wählt das Marketing nur noch die passende Vorlage.
Formulare ohne Fremdanbieter. Für Anfragen wie „Katalog anfordern“ gibt es die kostenlose App Shopify Forms. Sie baut eingebettete Formulare und Pop-ups, speichert eigene Felder als Metafelder am Kundenprofil, vergibt Tags an Kunden, die ein Formular ausgefüllt haben, schickt Ihnen eine Benachrichtigung und kann einen Ablauf in Shopify Flow starten. Bisher kamen solche Anfragen oft per Mail ins Postfach. Jetzt gehen sie direkt ins Kundenprofil, und Sie können Segmente daraus bilden.
Bei einer Page-Builder-App sollten Sie vor der Entscheidung drei Fragen stellen: Was kostet sie bei Ihrer Seitenzahl im Jahr? Wie schnell lädt eine echte Seite auf dem Smartphone, gemessen und nicht laut Prospekt? Und was passiert mit den Seiten, wenn Sie die App kündigen? Die Antwort auf die dritte Frage entscheidet, wie leicht Sie in drei Jahren wieder wechseln können.
Testen, wenn der neue Shop läuft
Shopify empfiehlt A/B-Tests für Landingpages, und viele Umsteiger haben im alten Shop damit aufgehört, als Google Optimize im September 2023 eingestellt wurde. In Shopify gibt es dafür seit diesem Jahr ein eigenes Werkzeug. Laut Shopify-Changelog vom 5. Juni 2026 lassen sich unter Märkte › Rollouts Themes sowie Checkout- und Kundenkonto-Einstellungen zeitgesteuert veröffentlichen, schrittweise ausrollen und gegeneinander testen. Für Landingpages heißt das zum Beispiel: Die Sale-Bühne geht um Mitternacht live, ohne dass jemand aufbleibt, oder die Hälfte der Besucher sieht eine Theme-Variante mit anderem Hero-Bild. In welchen Tarifen Rollouts enthalten sind, sagt die Ankündigung nicht. Sehen Sie in Ihrem Admin nach.
Testen Sie aber nicht in den ersten Wochen nach dem Go-live. Dann ändert sich ohnehin alles auf einmal, und kein Test kann zeigen, was eine einzelne Änderung bewirkt. Warum Vorher-Nachher-Vergleiche rund um den Go-live schwierig sind, steht in Conversion-Rate beim Shopify-Umstieg.
Checkliste
Bevor die erste Kampagne auf Shopify läuft
Die ersten vier Punkte gehören in die Planung, die nächsten vier an den Go-live, die letzten drei in die Tage und Wochen danach. Ihre Häkchen bleiben in diesem Browser gespeichert.
0 von 11 erledigt
Wo Sie ansetzen, je nach Ausgangslage
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Viele Erlebniswelten in Shopware, Marketing baut sie selbst | Abschnitte als Baukasten entwickeln lassen, Aktionen als Kollektionen mit eigener Vorlage |
| Aktive Google-Ads-Kampagnen mit Ziel-URLs auf Aktionsseiten | Weiterleitungen zum Go-live, eigene Anzeige anklicken, Ziel-URLs in den Tagen danach tauschen |
| QR-Codes auf Katalogen, Verpackungen oder Beilegern | Jede gedruckte Adresse als Weiterleitung, nie löschen. Für den nächsten Druck eine kurze Adresse wählen, die Sie umleiten können |
| Viele gleich gebaute Seiten (Standorte, Marken, Ratgeber) | Metaobjekt mit Feldern und einer Vorlage statt einzelner Seiten |
| Landingpages, die nur einen Gutscheincode verteilen | Rabattlink mit Ziel statt eigener Seite |
| Lead-Formulare, die bisher per Mail ankamen | Shopify Forms mit eigenen Feldern, Tag am Kunden, Lead-Ereignis vor dem Go-live testen |
| Marketing will völlig frei gestalten, ohne Entwicklung | Page-Builder-App, aber vorher Ladezeit an einer echten Seite messen und die Kündigung durchdenken |
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten
Landingpages fallen beim Umstieg nicht auf, weil sie in keinem Export stehen. Sie fallen erst am Morgen nach dem Go-live auf, in den abgelehnten Anzeigen und am Telefon. Drei Entscheidungen verhindern das.
Eine Liste aus fünf Quellen. Alter Admin, GA4, Google Ads, Search Console und das Marketing. Erst die Summe zeigt alle Seiten, auf die Links zeigen.
Ein Ort je Zweck. Aktionen werden Kollektionen, Produktkampagnen Produktseiten, Anfragen Seiten mit Formular, Serien Metaobjekte. Was abgelaufen ist, wird eine Weiterleitung auf das Nächstpassende.
Eine Weiterleitung, die so lange bleibt wie der älteste Link. Anzeigen tauschen Sie in Tagen, Gedrucktes nie. Die Liste sollte deshalb zu jeder Seite festhalten, woher ihre Links kommen.
Wenn Sie mit Ihren Kampagnen zu Shopify wechseln wollen und wissen möchten, was aus Ihren Erlebniswelten wird: Lassen Sie uns sprechen. Wie wir Migrationen planen, steht auf Shopsystem-Migration, was der Wechsel von Shopware konkret bedeutet, auf Shopware zu Shopify.