WooCommerce verlassen: Was aus WordPress, Plugins und Kundenkonten wird
Ein WooCommerce-Shop ist zur Hälfte WordPress: Plugins für Pflichtangaben, SEO und Sprachen, ein Blog, der Besucher bringt, Kundenkonten mit Passwort. Der Beitrag zeigt, wohin jedes Plugin bei Shopify wandert, warum Germanized in elf Teile zerfällt, was mit Blog und Seiten passiert, welche Daten mitkommen und wie aus den alten Adressen neue werden.
Ein Teehandel aus Bremen, seit 2016 auf WooCommerce, rund 900 Produkte. Unter „Plugins“ stehen 34 aktive Einträge, von Germanized über WPML bis zu einem Cache-Plugin, das niemand mehr anfassen will, seit es nach einem Update die Kasse lahmgelegt hat. Der Ratgeber mit 180 Beiträgen über Teesorten und Zubereitung bringt mehr Besucher aus der Google-Suche als alle Kategorieseiten zusammen.
Die Entscheidung für Shopify fällt nach zwei Terminen. Drei Wochen später hängt das Projekt an Fragen, die im Systemvergleich nicht vorkamen. Was wird aus dem Ratgeber? Wer zeigt künftig Grundpreis, Lieferzeit und Widerrufsbutton an? Und womit melden sich die Stammkunden an, wenn ihre Passwörter nicht mitkommen?
Nichts davon ist exotisch. Ein WooCommerce-Shop ist eben kein Shopsystem, sondern ein Content-Management-System mit einem Shop-Plugin und vielen weiteren Plugins drumherum.
Shopify hat am 13. Oktober einen Vergleich von acht WooCommerce-Alternativen veröffentlicht: Shopify, OXID eShop, Shopware, Salesforce Commerce Cloud, Adobe Commerce, Spryker, Weebly und Squarespace. Dazu kommen Wege, auf WordPress zu bleiben und WooCommerce trotzdem abzulösen, etwa mit dem Shopify Buy Button oder Plugins wie SureCart und Ecwid. Der Kern des Beitrags: WooCommerce ist ein Plugin für ein System, das fürs Bloggen entstanden ist. Viele Funktionen brauchen Erweiterungen, Hosting, Sicherheit und PCI-Konformität liegen beim Händler. Beim Kostenvergleich gehören deshalb Hosting, Erweiterungen, Entwicklung und Wartung mit auf die Rechnung. Laut dem Beitrag nutzen rund vier Millionen Shops WooCommerce aktiv.
Wer schon einen WooCommerce-Shop betreibt, braucht nach dem Systemvergleich eine zweite Liste. Wie Sie Shopsysteme vergleichen, wenn Sie bereits eines haben, steht in Umziehen ist nicht Gründen. Dieser Beitrag behandelt, was nur WooCommerce-Händler betrifft: wohin jedes Plugin wandert, warum Germanized in elf Teile zerfällt, was mit Blog und Seiten passiert, welche Daten die Datenbank hergibt und wie aus den alten Adressen neue werden.
Ein Shop, der zur Hälfte WordPress ist
In einem WooCommerce-Shop arbeiten drei Schichten zusammen. WordPress verwaltet Seiten, Beiträge, Medien, Benutzer und Adressen. WooCommerce bringt Katalog, Warenkorb, Kasse und Bestellungen. Plugins erledigen alles andere: die deutschen Pflichtangaben, SEO, Sprachen, Zahlungsarten, Cache, Sicherheit, Backups.
Bei Shopify sind die ersten beiden Schichten eine Plattform, die Shopify betreibt. Die dritte zerfällt. Einen Teil ihrer Aufgaben erledigt Shopify selbst, ein Teil wandert in Apps, ein Teil ins Theme. Und ein Teil fällt weg, weil es den Server, um den sich das Plugin gekümmert hat, nicht mehr gibt. Diese Sortierung ist die erste Arbeit eines Umstiegs. Sie geht schneller als gedacht, wenn man sie Plugin für Plugin macht.
Vier Plätze für jedes Plugin
Am Anfang steht die Liste der aktiven Plugins. Jedes bekommt einen von vier Plätzen.
Plugin-Inventur
19 typische Plugins und ihr Ziel bei Shopify
Eine Auswahl, wie sie in vielen deutschen WooCommerce-Shops aktiv ist. Germanized und German Market fehlen hier, sie bekommen die nächste Grafik. Filtern Sie nach dem Ziel.
- Shopify ab Werk 7
- App aus dem App Store 6
- Theme und Metafelder 3
- Entfällt, Shopify betreibt das 3
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Yoast SEO, Rank Math
Ab WerkSEO-Titel, Beschreibung, Sitemap
Titel und Beschreibung an jedem Produkt, jeder Kollektion und Seite. Die Sitemap schreibt Shopify selbst.
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WPML, Polylang
Ab WerkSprachen
Sprachen und Märkte in Shopify Markets, die Übersetzungen in der kostenlosen Shopify-App Translate & Adapt.
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PayPal Payments, Stripe, Mollie
Ab WerkZahlungsarten
Shopify Payments und PayPal als Zahlungsanbieter in den Einstellungen.
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Redirection
Ab WerkWeiterleitungen
URL-Weiterleitungen mit CSV-Import. Sie greifen nur für Adressen, unter denen es keine Seite mehr gibt.
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Contact Form 7, WPForms
Ab WerkKontaktformular
Kontaktformular als Abschnitt im Theme. Für mehrstufige Formulare eine App.
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MailPoet, Mailchimp for WooCommerce
Ab WerkNewsletter
Shopify Messaging oder ein Anbieter wie Klaviyo. Die Einwilligungen ziehen als eigener Datensatz um.
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B2B Market, B2B King
Ab WerkFirmenkunden, eigene Preise
B2B mit Firmen, Standorten und Katalogen, ohne Plus bis zu drei Kataloge.
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Borlabs Cookie, Real Cookie Banner
AppEinwilligung
Der Shopify-Banner deckt nur Shopify-Cookies und -Pixel ab. Mit weiteren Diensten eine Consent-App, die die Customer Privacy API nutzt.
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WooCommerce Subscriptions
AppAbos
Shopify Subscriptions oder eine Abo-App. Laufende Abos brauchen die Zahlungs-Tokens des alten Anbieters.
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WooCommerce-Bewertungen
AppProduktbewertungen
Eine Bewertungs-App mit CSV-Import. Eine eigene Bewertungsfunktion hat Shopify seit Mai 2024 nicht mehr.
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PDF Invoices & Packing Slips
AppRechnungen
Rechnungs-App, Buchhaltungsprogramm oder ERP. Den Packzettel druckt Shopify selbst.
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YITH Wishlist, TI Wishlist
AppMerkzettel
Eine Wunschlisten-App. Gespeicherte Listen kommen nur mit, wenn die App sie importiert.
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UpdraftPlus, BackWPup
AppBackup
Server-Backups entfallen, eine Sicherung der Shopdaten nicht. Shopify stellt keinen Gesamtstand wieder her, dafür gibt es Backup-Apps.
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Elementor, Divi
ThemeSeitengestaltung
Abschnitte und Blöcke im Theme-Editor. Layouts werden neu gebaut, übertragen lassen sie sich nicht.
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Advanced Custom Fields
ThemeZusatzfelder
Metafelder mit Definition, wiederkehrende Feldgruppen als Metaobjekte.
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Product Add-Ons, Extra Product Options
ThemeGravur, Zusatzangaben
Eingabefelder im Produktformular, die an der Bestellposition landen. Mit Aufpreis per App.
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WP Rocket, Autoptimize
EntfälltCache, Ladezeit
Shopify liefert über ein eigenes CDN aus. Die Ladezeit hängt danach vor allem an Theme und Apps.
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Wordfence, Solid Security
EntfälltSicherheit
Server, Updates und Zertifikat betreibt Shopify. Bei Ihnen bleiben Konten, Rechte und Zwei-Faktor-Anmeldung.
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WP Mail SMTP
EntfälltMailversand
Shopify verschickt die Mails selbst. Die Absenderdomain authentifizieren Sie einmal in den Einstellungen.
Die Plugin-Namen stehen für ihre Gattung, ähnliche Plugins landen am selben Ort. Ihre eigene
Liste bekommen Sie unter „Plugins“ im WordPress-Backend oder mit
wp plugin list --status=active. Eigene, für Ihren Shop programmierte Plugins
gehören in keine dieser Spalten: Sie werden einzeln geprüft.
Drei Dinge fallen in fast jedem Projekt auf.
Entfällt heißt nicht vergessen. Cache-, Sicherheits- und Mail-Plugins verschwinden, weil Shopify Server, Updates und Mailversand betreibt. Beim Backup gilt das nur halb. Server-Backups brauchen Sie nicht mehr, eine Sicherung Ihrer Shopdaten schon: Ein gelöschtes Produkt oder einen gelöschten Kunden stellt Shopify nicht wieder her, und einen Gesamtstand zum Zurückspielen gibt es nicht. Was stattdessen nötig ist, steht in Datensicherung nach dem Umstieg. Auch Sicherheit bleibt Ihre Aufgabe, nur an anderer Stelle: bei Konten, Rechten und Zwei-Faktor-Anmeldung, siehe Kontosicherheit nach dem Umstieg.
Jede App ist ein Abo und ein Datensatz mehr. Der Shopify-Beitrag rät, beim Kostenvergleich nicht nur auf den Grundpreis zu schauen. Das gilt auch für die Gegenseite. Rechnen Sie die Apps ein, die Sie brauchen, und prüfen Sie vor jeder, ob Shopify die Aufgabe nicht selbst erledigt. Bei Bewertungen ist die Antwort eindeutig: Shopify hat seine eigene Bewertungs-App im Mai 2024 eingestellt. Die Bewertungen aus WooCommerce brauchen also eine App, die sie importiert.
Page-Builder-Seiten werden neu gebaut. Ein Layout aus Elementor oder Divi lässt sich nicht übertragen. Bei Shopify entsteht es aus Abschnitten und Blöcken im Theme-Editor, die das Marketing selbst bedienen kann. Zusatzfelder aus Advanced Custom Fields werden Metafelder, wiederkehrende Feldgruppen wie Rezepte oder Pflegehinweise werden Metaobjekte. Wer das früh entscheidet, spart sich beim Import die zweite Runde.
Germanized zerfällt in Einzelteile
In deutschen WooCommerce-Shops steckt ein großer Teil der Pflichtangaben in einem einzigen Plugin, meist Germanized, laut WordPress.org in mehr als 70.000 Installationen aktiv, oder German Market. Dort stellen Sie Grundpreis, Lieferzeit, Steuerhinweis, Checkboxen und Rechtstexte an einer Stelle ein. Inzwischen bringt Germanized auch einen Widerrufsbutton mit. Bei Shopify gibt es dieses eine Menü nicht. Dieselben Funktionen liegen an elf verschiedenen Stellen.
Ein Plugin, 11 Ziele
Wohin die Funktionen von Germanized bei Shopify wandern
Im alten Shop war es ein Menüpunkt. Bei Shopify verteilt sich dasselbe auf Einstellungen, Theme, Metafelder und Apps. German Market sortiert sich genauso.
WordPress-Plugin
Germanized · German Market
- 3 Ab Werk
- 4 Theme und Metafeld
- 3 App oder Plus
- 1 Entfällt
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Grundpreis
Ab WerkEinheitspreis an der Variante
Online-Store-2.0-Themes zeigen ihn an, die Bestellbestätigung auch.
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Rechtstexte
Ab WerkRichtlinien in den Einstellungen
AGB, Widerruf, Datenschutz, Versand und rechtlicher Hinweis. Shopify verlinkt sie automatisch im Checkout.
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Versandetiketten
Ab WerkEtiketten im Admin, sonst DHL-App
DHL Express und DHL Kleinpaket direkt in Shopify. DHL Paket und Warenpost über die offizielle App mit eigenem DHL-Konto.
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Steuer- und Versandhinweis am Preis
Theme und MetafeldHinweis im Theme
Erscheint bei Preisen inklusive Steuern und hinterlegter Versandrichtlinie. Den Wortlaut ändern Sie unter „Sprachen bearbeiten“.
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Lieferzeit
Theme und MetafeldMetafeld plus Theme-Block
Ein eigenes Feld gibt es nicht. Je nach Sortiment am Produkt oder an der Variante.
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Lebensmittelangaben
Theme und MetafeldMetafelder, im Theme ausgegeben
Zutaten, Allergene und Nährwerte als Felder mit Definition, damit sie überall gleich erscheinen.
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Rechtstexte in E-Mails
Theme und MetafeldBenachrichtigungsvorlagen
Text oder Link in den Vorlagen der Bestell- und Versandmails ergänzen.
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Checkboxen vor dem Kauf
App oder PlusPlus oder App vor dem Checkout
Ab Werk hat der Checkout keine Pflicht-Checkbox. Auf Plus per Checkout-Erweiterung, sonst setzt eine App sie in den Warenkorb.
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Widerrufsbutton
App oder PlusFormular ohne Anmeldung, meist per App
Shopify verweist auf Self-Service-Rückgaben im Kundenkonto. Dafür muss sich der Kunde anmelden.
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Rechnungen und Lieferscheine
App oder PlusApp, Buchhaltung oder ERP
Den Packzettel druckt Shopify selbst, eine Rechnung schreibt es nicht.
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Double-Opt-in fürs Kundenkonto
EntfälltNicht mehr nötig
Kunden melden sich mit einem Code an, den Shopify an ihre E-Mail-Adresse schickt. Ein Passwort gibt es nicht.
Das ist eine technische Zuordnung, keine Rechtsberatung. Ob Ihr Shop eine Checkbox braucht und ob ein Widerruf über das Kundenkonto genügt, klären Sie mit Ihrem Rechtsberater oder Ihrem Händlerbund, bevor der neue Shop live geht.
Zwei Punkte brauchen vor dem Go-live mehr als eine Einstellung.
Der Widerrufsbutton. Seit dem 19. Juni 2026 müssen Onlineshops in der EU eine elektronische Widerrufsfunktion anbieten. So verlangt es die Richtlinie (EU) 2023/2673, in Deutschland im BGB umgesetzt. Shopify bringt keinen eigenen Button mit. Die Shopify-Hilfe zum EU-Widerrufsrecht verweist auf die Regeln für Rückgaben und Stornierungen. Die Rückgabe per Self-Service liegt im Kundenkonto, und dafür muss sich der Kunde anmelden. Ob das genügt, wird unter Händlern diskutiert. Viele bieten zusätzlich ein Formular an, das ohne Anmeldung erreichbar ist, meist über eine App. Klären Sie den Weg mit Ihrem Rechtsberater, bevor Sie Germanized abschalten.
Die Lieferzeit. In vielen Shops ist sie die Angabe, die am häufigsten gepflegt wird, und Shopify hat kein Feld dafür. Legen Sie ein Metafeld an, entscheiden Sie, ob es am Produkt oder an der Variante hängt, und übernehmen Sie die Werte beim Import. Germanized speichert Lieferzeiten als eigene Taxonomie, ähnlich wie Kategorien. Aus „3–5 Werktage“ wird so ein Wert, den das Theme auf der Produktseite und im Warenkorb anzeigt.
Ein Punkt erledigt sich dagegen von selbst. Das Double-Opt-in für Kundenkonten braucht es nicht mehr, weil sich Shopify-Kunden mit einem Code an ihre E-Mail-Adresse anmelden. Für den Newsletter hat Shopify ein eigenes Double-Opt-in bei den Kundenbenachrichtigungen. Wie die bestehenden Einwilligungen umziehen, steht in Newsletter-Abonnenten beim Shopify-Umstieg.
Wohin der Ratgeber zieht
Beim Teehandel war die schwierigste Frage keine technische. Der Ratgeber bringt die Besucher, und niemand wollte ihn riskieren. Vier Wege stehen zur Wahl.
Vier Wege
Was mit Blog und Seiten aus WordPress passieren kann
Der Shop zieht in jedem Fall zu Shopify. Offen ist, wo die Inhalte künftig liegen und wie viel WordPress Sie danach noch betreiben.
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Alles zieht zu Shopify
Beiträge werden Blogartikel, Seiten werden Shopify-Seiten, WordPress wird abgeschaltet.
- Adressen
- /blogs/ratgeber/… und /pages/…, jede alte Adresse wird weitergeleitet
- Sie pflegen
- ein System
- Einwilligung
- ein Banner, ein Tracking-Setup
Betrieb danachPasst, wenn Die Inhalte dienen dem Verkauf, und ein kleines Team pflegt Shop und Texte zusammen.
Achten Sie auf Shortcodes und Page-Builder-Layouts kommen als Code-Reste an. Jeder Beitrag braucht eine Durchsicht.
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WordPress bleibt als Magazin
Der Shop zieht zu Shopify, WordPress läuft ohne WooCommerce auf einer Subdomain weiter.
- Adressen
- Beiträge ziehen etwa auf magazin.ihr-shop.de
- Sie pflegen
- WordPress-Updates und Hosting bleiben
- Einwilligung
- zwei Banner, zwei Tracking-Setups
Betrieb danachPasst, wenn Viele Inhalte, eine eigene Redaktion oder Funktionen wie Forum und Mitgliederbereich.
Achten Sie auf Die Beiträge wechseln den Host. Produkte im Magazin sind nur noch Links in den Shop.
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Shopify im WordPress
WordPress bleibt die Website, Produkte kommen per Buy Button hinein, der Checkout läuft bei Shopify.
- Adressen
- bleiben, wie sie sind
- Sie pflegen
- WordPress vollständig, dazu Produkte und Bestellungen in Shopify
- Einwilligung
- auf WordPress wie bisher, im Checkout bei Shopify
Betrieb danachPasst, wenn Der Shop ist ein kleiner Teil einer großen Website, etwa bei Verlagen, Verbänden oder Kursanbietern.
Achten Sie auf Ein vollwertiger Shop ist das nicht: Suche, Filter, Kollektionen und Kundenkonto liegen nicht auf der Website.
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Headless mit WordPress als CMS
Ein eigenes Frontend holt Inhalte aus WordPress und Produkte aus Shopify.
- Adressen
- frei wählbar, auch ohne /blogs/
- Sie pflegen
- zwei Systeme und ein eigenes Frontend
- Einwilligung
- selbst gebaut, Shop und Checkout unter einer Hauptdomain
Betrieb danachPasst, wenn Großes Content-Team, viel Redaktion und dauerhaft Entwickler im Haus oder bei der Agentur.
Achten Sie auf Der teuerste Weg. Er lohnt sich erst, wenn Inhalte und Shop wirklich gleichgewichtig sind.
„Betrieb danach“ meint den laufenden Aufwand für Updates, Hosting und Abstimmung zwischen den Systemen, nicht die Kosten des Umzugs. Weg A ist für die meisten Shops mit Blog der kürzeste.
Für die meisten Shops mit Blog ist Weg A der richtige. Drei Dinge sollten Sie vorher wissen.
Shopify-Blogs haben Tags, keine Kategorien. Ein Shop kann mehrere Blogs haben, etwa „Ratgeber“ und „Rezepte“, und jeder Beitrag trägt Tags. Die Kategorien aus WordPress werden also entweder eigene Blogs oder Tags. Jede Beitragsadresse beginnt mit /blogs/ und dem Namen des Blogs, ohne dieses Präfix geht es nicht.
Der Import ist kein Knopf im Admin. Für Blogbeiträge bringt Shopify keinen Import mit. Beiträge kommen über die Admin-API oder eine Migrations-App, die Bilder ziehen mit um und werden in den Texten neu verlinkt. Shortcodes, Galerie-Plugins und Page-Builder-Reste fallen dabei auf. Sie gehören bereinigt, bevor der Beitrag online geht.
Was immer gleich aufgebaut ist, wird ein Metaobjekt. Rezepte mit Zutaten und Ziehzeit, Pflegeanleitungen oder Händlerstandorte sind in WordPress oft Beiträge mit ACF-Feldern. Bei Shopify werden daraus Metaobjekte mit eigenen Seiten. Das Theme gestaltet sie einmal, die Redaktion füllt nur noch Felder.
Bevor Sie sich für einen Weg entscheiden, schauen Sie in die Search Console. Welche Beiträge bringen Besucher, welche verlinken auf Produkte, welche hat seit Jahren niemand mehr aufgerufen? Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, die letzte Gruppe nicht mitzunehmen. Ihre Adressen brauchen trotzdem ein Ziel.
Kunden, Bestellungen und das fehlende Passwort
Bei WooCommerce ist die Datenübernahme gut planbar, weil alles in einer MySQL-Datenbank liegt. Zwei Stellen funktionieren aber anders, als viele erwarten.
Datenübernahme
Was aus der WooCommerce-Datenbank bei Shopify ankommt
Zwölf Datenarten, wo sie heute liegen und wohin sie ziehen. Die linke Spalte ist die Liste, die Ihre Migration abarbeiten muss, auch für die Daten, die nicht mitkommen.
- 4 kommt mit
- 6 kommt anders an
- 2 bleibt zurück
Produkte und Variationen
kommt mitwp_posts: product, product_variation Produkte mit Varianten
Höchstens drei Optionen und 2.048 Varianten je Produkt.
Attribute ohne Variante
kommt anders anglobale Attribute pa_…, eigene Attribute am Produkt Metafelder mit Definition
Erst als Metafeld lassen sie sich als Filter anlegen.
Produktkategorien
kommt anders anTaxonomie product_cat, beliebig tief Kollektionen und Menü
Eine Kollektion kann andere einschließen, eine Ebene tief. Die Hierarchie trägt das Menü.
Gruppierte und externe Produkte
kommt anders anProdukttypen grouped und external Shopify Bundles oder Kollektion, extern ohne Gegenstück
Einen Produkttyp mit Link zu fremdem Shop gibt es nicht.
Kunden und Adressen
kommt mitwp_users, wp_usermeta: billing_…, shipping_… Kunden mit Adressen, Tags, Metafeldern
Umsatz und Bestellanzahl zählen nur aus importierten Bestellungen.
Passwörter
bleibt zurückwp_users.user_pass, phpass oder bcrypt kein Gegenstück
Kunden melden sich mit einem Code per E-Mail an.
Bestellungen
kommt mitwc_orders… (HPOS) oder wp_posts: shop_order Bestellungen mit altem Datum
Per API oder Migrations-App, im Admin gibt es keinen Import.
Gutscheine
kommt anders anwp_posts: shop_coupon Rabattcodes
Codes bleiben, Regeln und Kombinationen werden neu angelegt.
Bewertungen
kommt anders anwp_comments am Produkt, Sterne in wp_commentmeta Bewertungs-App
CSV aus WordPress, Import in die App.
Laufende Abos
kommt anders anWooCommerce Subscriptions Shopify Subscriptions oder Abo-App
Ohne die Zahlungs-Tokens des alten Anbieters gibt jeder Abonnent seine Zahlungsdaten neu ein.
Bilder und Medien
kommt mit/wp-content/uploads/… Shopify-CDN, Bereich Dateien
Jede Datei bekommt eine neue Adresse.
Daten aus Plugins
bleibt zurückeigene Tabellen und Meta-Felder je Plugin je nach App
Merkzettel, Punkte, Formulareinträge: nur, was die neue App importieren kann.
Tabellennamen ohne Präfix, in Ihrer Datenbank meist mit wp_ davor. Welche Bestelltabellen bei Ihnen gelten, steht unter WooCommerce › Einstellungen › Erweitert › Funktionen.
Passwörter kommen nicht mit, und das ist kein Problem mehr. WordPress speichert Passwörter nur als Hash, bis Version 6.8 mit phpass, seitdem mit bcrypt. Shopify kann keinen der beiden übernehmen. Früher hieß das: Nach dem Go-live bekommen alle Kunden eine Mail, um ein neues Passwort zu setzen, und ein Teil davon landet im Spam. Bei Shopify gibt es heute keine Passwörter mehr. Kunden geben ihre E-Mail-Adresse ein und bekommen einen sechsstelligen Code. Die alten Kundenkonten mit Passwort hat Shopify im Februar 2026 abgekündigt. Ihre Kunden müssen also nichts neu setzen, sie müssen nur wissen, dass die Anmeldung anders funktioniert. Ein Satz in der Mail zum Go-live und ein Hinweis auf der Anmeldeseite reichen.
Bestellungen liegen je nach Shop an zwei Orten. Seit Version 8.2 vom Oktober 2023 legt WooCommerce Bestellungen in neuen Installationen in eigenen Tabellen ab, dem High-Performance Order Storage. Ältere Shops haben sie oft noch in den Beitragstabellen von WordPress oder, im Kompatibilitätsmodus, an beiden Orten. Ein Export-Werkzeug muss aus der Tabelle lesen, die bei Ihnen führend ist. Sonst fehlen Bestellungen der letzten Monate oder ihre Statusänderungen, ohne dass der Import einen Fehler meldet.
Auch bei den Produkten lohnt ein genauer Blick. Shopify erlaubt höchstens drei Optionen je Produkt, seit Oktober 2025 aber bis zu 2.048 Varianten. Wer in WooCommerce Farbe, Größe, Länge und Material als Variationen führt, muss eine Achse anders abbilden. Attribute, die nur beschreiben, werden Metafelder, und erst dann lassen sie sich als Filter nutzen, wie in Produktfilter beim Umstieg beschrieben. Wie Stammkunden ihren Status behalten, steht in Stammkunden beim Shopify-Umstieg, was mit laufenden Abos passiert, in Abo-Commerce beim Plattformwechsel.
Jede alte Adresse braucht ein Ziel
WordPress und WooCommerce folgen in deutschsprachigen Shops festen Mustern. Das macht die Liste der Weiterleitungen kürzer, als sie bei einem gewachsenen Shop aussieht.
Adressmuster
Wie aus WooCommerce-Adressen Shopify-Adressen werden
Die Standardpfade eines deutschsprachigen WooCommerce-Shops und ihr Ziel bei Shopify, am Beispiel eines Teehandels. Was ein Muster ist, lässt sich in einem Durchgang erzeugen.
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/produkt/teekanne-glas-1-2-l/wird zu/products/teekanne-glas-1-2-lDen Slug als Handle übernehmen, dann reicht eine Regel für alle Produkte.
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/produkt-kategorie/teekannen/glas/wird zu/collections/teekannen-glasUnterkategorien werden flache Handles. Gleichnamige Unterkategorien brauchen eindeutige Namen.
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/produkt-schlagwort/geschenk/wird zu/collections/geschenkideenNur wenn die Seite Besucher bringt. Sonst auf die passende Kollektion leiten.
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/2023/04/gruener-tee-zubereiten/wird zu/blogs/ratgeber/gruener-tee-zubereitenDas Präfix /blogs/ und der Blogname gehören bei Shopify immer dazu.
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/ueber-uns/wird zu/pages/ueber-unsUnterseiten verlieren ihre Elternseite in der Adresse.
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/warenkorb/ · /mein-konto/wird zu/cart · /accountOhne Suchwert, aber in Mails und Lesezeichen verlinkt.
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/feed/wird zu/blogs/ratgeber.atomFür Newsletter-Tools und Aggregatoren, die den Feed abonniert haben.
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/?p=1834 · /?product=teekannewird zuZiel je AdresseShopify-Weiterleitungen mit Parametern greifen nicht zuverlässig. Prüfen, ob solche Links Besucher bringen.
Shopify leitet nur Adressen um, unter denen es keine Seite mehr gibt. Ein Shop kann bis zu 100.000 Weiterleitungen anlegen, auf Plus bis zu 20 Millionen, auch per CSV. Die Liste aus dem Plugin Redirection gehört mit hinein, sonst brechen alte Umleitungsketten.
Zwei Fehler sehen wir dabei häufig. Der erste: Nur Produkte und Kategorien werden weitergeleitet, die Beiträge aus der post-sitemap.xml von Yoast oder Rank Math nicht. Gerade die bringen in vielen WooCommerce-Shops einen großen Teil der Besucher. Der zweite: Die Weiterleitungen, die das Plugin Redirection über Jahre gesammelt hat, gehen beim Umzug verloren. Dann führt eine Adresse, die 2019 auf eine neue Kategorie umgeleitet wurde, plötzlich ins Leere. Wie Sie die Liste aufbauen und testen, steht in 301-Redirects bei Shopify-Migrationen, was mit der alten Sitemap passiert, in Die Sitemap beim Shopify-Umstieg.
Wann WooCommerce die bessere Antwort bleibt
Nicht jeder WooCommerce-Shop gehört zu Shopify. In drei Lagen raten wir eher ab:
- Der Shop ist ein Nebenschauplatz. Ein Verlag, ein Verband oder ein Kursanbieter verkauft ein paar Produkte auf einer großen WordPress-Website. Dann ist der Buy Button oder ein schlankes Plugin oft die bessere Antwort als der Umzug der ganzen Website.
- Das Geschäft steckt in eigenem Code. Buchungslogik, Preisberechnung oder Konfiguratoren, die eine Agentur über Jahre als eigenes Plugin gebaut hat, lassen sich auf Shopify nachbauen, aber nicht kopieren. Wenn das der größte Teil des Shops ist, rechnen Sie den Neubau ehrlich durch.
- Ein WordPress-Team im Haus betreut alles. Wenn eigene Entwickler den Betrieb ohnehin übernehmen und der Shop ruhig läuft, fällt der größte Vorteil weg, den Shopify im Alltag bringt.
Für alle anderen gilt: Der Aufwand des Umstiegs liegt weniger im Shop als in der Inventur drumherum. Je früher Plugins, Inhalte und Adressen sortiert sind, desto kürzer wird das Projekt.
Checkliste
WooCommerce-Umstieg: zwölf Punkte
Die ersten sechs Punkte gehören in die Planung, die nächsten vier in die Datenübernahme, die letzten zwei an den Go-live. Ihre Häkchen bleiben in diesem Browser gespeichert.
0 von 12 erledigt
Was für Ihre Ausgangslage sinnvoll ist
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| WooCommerce mit Germanized, wenig Inhalt | Plugin für Plugin sortieren, die Germanized-Funktionen einzeln zuordnen, den Widerrufsweg rechtlich klären. Seiten und Blog mit Weg A |
| Großer Ratgeber, der die meisten Besucher bringt | Beiträge nach Search Console sortieren, mit Weg A in Shopify-Blogs, wiederkehrende Inhalte als Metaobjekte. Jede Beitragsadresse weiterleiten |
| Eigene Redaktion, Forum oder Mitgliederbereich in WordPress | Weg B: WordPress als Magazin auf einer Subdomain, der Shop zieht zu Shopify. Zwei Einwilligungs-Setups einplanen |
| Der Shop ist ein kleiner Teil einer großen Website | Buy Button prüfen oder bei WooCommerce bleiben |
| WooCommerce Subscriptions mit vielen laufenden Abos | Die Übergabe der Zahlungs-Tokens früh mit dem Zahlungsanbieter anstoßen, die Abo-App vor dem Go-live mit echten Verlängerungen testen |
| Mehrsprachig mit WPML oder Polylang | Sprachen in Shopify Markets anlegen, Übersetzungen importieren, hreflang nach dem Go-live in der Search Console prüfen |
| Viele eigene Plugins einer früheren Agentur | Jedes einzeln beschreiben lassen, bevor der Umstieg geplant wird. Daran hängt, ob Shopify die richtige Antwort ist |
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten
Die Liste der WooCommerce-Alternativen beantwortet, wohin Sie gehen. Für den Umstieg selbst zählt, was Sie aus WordPress mitnehmen.
Jedes Plugin bekommt einen Platz. Ab Werk, App, Theme oder entfällt. Germanized braucht dabei die meiste Aufmerksamkeit, weil sich seine Funktionen auf elf Stellen verteilen und eine davon, der Widerrufsbutton, seit Juni 2026 Pflicht ist.
Der Inhalt entscheidet über WordPress. In den meisten Shops ziehen Blog und Seiten mit zu Shopify. WordPress daneben weiter zu betreiben lohnt sich, wenn dort mehr passiert als ein Blog.
Die Datenbank gibt fast alles her, nur keine Passwörter. Die braucht bei Shopify auch niemand mehr. Wichtiger ist, aus der richtigen Bestelltabelle zu exportieren und jede alte Adresse weiterzuleiten, auch die der Beiträge.
Wenn Sie einen WooCommerce-Shop umziehen wollen und wissen möchten, was aus Ihrer Plugin-Liste wird: Lassen Sie uns sprechen. Wie wir den Wechsel angehen, steht auf WooCommerce zu Shopify, was eine Migration zum Festpreis kostet, auf Shopify-Migration zum Festpreis. Wie wir Migrationen allgemein planen, finden Sie auf Shopsystem-Migration.