Shopify Plus oder Advanced beim Umstieg: Den Tarif entscheiden Ihre alten Funktionen, nicht Ihr Umsatz
Zwei Angebote für denselben Umstieg, eines mit Shopify Plus, eines mit Advanced, und dazwischen gut 21.700 € Abo im Jahr. Der Beitrag zeigt, worin sich die vier Shopify-Tarife wirklich unterscheiden, welche Funktionen aus Shopware, Magento und WooCommerce nur mit Plus gehen, ab welchem Umsatz die niedrigeren Gebühren das Plus-Abo bezahlen und wann im Projekt der Tarif feststehen muss.
Ein Beispiel: ein Händler für Arbeitsschutz und Berufsbekleidung aus Niedersachsen, seit 2017 auf Magento 2. Gut 4 Mio. € Umsatz im Jahr online, ein Viertel davon mit Handwerksbetrieben auf Rechnung. Zwei Agenturen haben ein Angebot für den Umstieg auf Shopify geschrieben. Die erste plant Shopify Plus ein, „ab Ihrer Größe immer“. Die zweite plant Advanced. Allein beim Abo liegen zwischen beiden gut 21.700 € im Jahr.
Welches Angebot stimmt, hat in diesem Fall weder mit dem Umsatz noch mit der Zahl der Produkte zu tun. Es hängt an einer Liste: zwölf Admin-Benutzer, drei Lager, sechs Kundengruppen, von denen drei eigene Preise haben, ein Pflichtfeld für die Kostenstelle im Checkout und ein Datumsfeld für die Lieferung auf die Baustelle. Zwölf Benutzer passen in die 15 Mitarbeiterkonten von Advanced, drei Lager in die zehn Standorte, drei Preislisten in die drei B2B-Kataloge. Die Kostenstelle tragen Firmenkunden im B2B-Checkout von Shopify in das Feld für ihre Bestellnummer ein, das gibt es auf jedem Tarif. Übrig bleibt das Datumsfeld. Im Checkout geht es nur mit Plus, im Warenkorb auf jedem Tarif. Am Ende hing eine Entscheidung über 21.700 € im Jahr an einem einzigen Feld.
Shopify hat am 18. Oktober beschrieben, wann sich ein Upgrade auf Shopify Plus lohnt. Der Beitrag richtet sich an Händler, die schon auf Advanced verkaufen und merken, wo es eng wird: alle Mitarbeiterkonten vergeben, drei B2B-Kataloge zu wenig, der Checkout lässt sich nicht weiter anpassen. Wer von Shopware, Magento oder WooCommerce kommt, hat diese Erfahrung nicht. Er muss den Tarif vorher wählen, aus den Funktionen seines alten Shops heraus, und er unterschreibt bei Plus für ein oder drei Jahre.
Dieser Beitrag ist für Händler, die vor genau dieser Wahl stehen. Er zeigt, worin sich die vier Tarife wirklich unterscheiden, welche Funktionen aus dem alten Shop nur mit Plus gehen, ab welchem Umsatz die niedrigeren Gebühren das Plus-Abo bezahlen und wann im Projekt der Tarif feststehen muss. Wie Länder, Marken und Händlershops auf Shopify verteilt werden, steht ausführlich in Multishop beim Shopify-Umstieg, wie B2B-Konten umziehen, in B2B-Kundenkonto beim Shopify-Umstieg.
Was Plus mehr kann als Advanced
Shopify hat vier Tarife mit vollem Onlineshop: Basic, Grow, Advanced und Plus. Für Umsteiger mit einem gewachsenen Shop kommen meist nur die oberen beiden in Frage, aber die Grenzen lassen sich nur im Vergleich mit allen vieren verstehen. Die Übersicht zeigt nur die Zeilen, in denen sich etwas ändert.
Shopify-Preisseite, Stand 20.10.2026
Was sich zwischen den vier Tarifen ändert
Nur die Zeilen, in denen sich die Tarife unterscheiden. Eine goldene Stufe zeigt, ab welchem Tarif sich ein Wert ändert. Preise netto für Deutschland, Advanced und darunter bei jährlicher Zahlung.
Steht nur bei Plus
- Checkout für hohes Volumen
- Bot-Schutz
- Combined Listings
- Eigene Functions im Shop
- Individuelle Benutzergruppen
- Plus-zertifizierte Apps
Auf allen vier Tarifen gleich
- Unbegrenzt Produkte
- Märkte mit Sprachen, Währungen, Domains
- B2B mit Firmenkonten und Zahlungszielen
- Rabattcodes und Gutscheine
- Hosting und SSL
Quelle: shopify.com/de/preise und shopify.com/de/plus/preis, abgerufen am 20.10.2026. Plus kostet 2.100 € im Monat bei drei Jahren Laufzeit, 2.250 € bei einem Jahr. Bei komplexeren Unternehmen mit höherem Volumen berechnet Shopify eine variable Plattformgebühr nach Umsatz und Geschäftsmodell, ab welcher Größe, steht dort nicht. Die Kartengebühren für Plus stehen so in der Vergleichstabelle, verbindlich ist das Angebot.
Drei Dinge, die in Gesprächen oft für Plus angeführt werden, entscheiden die Frage nicht.
Der Umsatz allein. Eine Umsatzschwelle für Plus gibt es nicht, das schreibt Shopify selbst. Umgekehrt verlangt kein Umsatz automatisch nach Plus. Was der Umsatz beeinflusst, sind die Gebühren, dazu unten mehr.
Die Zahl der Produkte, Sprachen und Länder. Produkte sind auf allen Tarifen unbegrenzt. Sprachen, Währungen und Länder-Domains laufen über Märkte, auch die gibt es auf jedem Tarif. Erst wer Inhalte oder Checkout je Land unterschiedlich gestalten will, braucht mindestens Advanced.
Hosting und Lastspitzen. Alle Tarife laufen auf derselben Plattform, Hosting und SSL sind immer dabei. Plus bringt laut Preisseite einen „Checkout mit hohem Volumen“ und Bot-Schutz mit, laut Shopify-Beitrag unter Last mit mehr als 10.000 Checkouts pro Minute getestet. Das zählt für Shops mit Produkt-Drops und limitierten Auflagen, für die meisten Mittelständler im DACH-Raum ist es kein Grund.
Eine Abweichung, bevor Sie rechnen: Der Shopify-Beitrag nennt für Advanced 345 € im Monat bei jährlicher Zahlung. Die Preisseite zeigt am 20. Oktober 289 € jährlich und 384 € monatlich. Wir rechnen mit der Preisseite. Plus kostet laut Plus-Preisseite 2.100 € im Monat bei drei Jahren Laufzeit und 2.250 € bei einem Jahr.
Welche Funktionen aus dem alten Shop Plus verlangen
Den Ausschlag geben fast immer einzelne Funktionen, die der alte Shop seit Jahren hat und die niemand mehr als Besonderheit wahrnimmt. Ein Feld im Checkout, eine Regel für Zahlarten, die sechzehnte Person mit eigenem Login.
Funktionsabgleich
Was Ihr alter Shop kann, und ab welchem Tarif Shopify es kann
Neun Funktionen, die Umsteiger am häufigsten mitbringen. Wählen Sie Ihr altes System, dann zeigt jede Zeile, wie die Funktion dort heute heißt. Vier der neun gibt es ganz oder teilweise nur mit Plus, drei weitere ab einer festen Grenze.
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Mehrere Länder, Sprachen und Währungen für dieselbe Marke
Shopware 6 Ein Verkaufskanal je Land oder Sprache
Magento 2 Websites und Store Views je Land und Sprache
WooCommerce WPML oder eine Multisite je Land
Auf Shopify Märkte im selben Shop, mit Sprachen, Währungen und Domains
Märkte gibt es auf allen Tarifen. Inhalte und Checkout je Markt anpassen geht ab Advanced. Mehrere Gesellschaften in einem Shop gehen nur mit Plus, sonst braucht jede ihren eigenen Shop.
- Basic Basis
- Grow Basis
- Advanced je Markt
- Plus je Markt
Eigene Inhalte je Land ab Advanced
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Eine zweite Marke mit eigenem Auftritt
Shopware 6 Zweiter Verkaufskanal mit eigenem Theme
Magento 2 Zweite Website in derselben Installation
WooCommerce Zweite Installation oder Multisite
Auf Shopify Ein eigener Shop je Marke
Bei Plus gilt ein Vertrag je Marke. Die neun Erweiterungs-Shops im Plus-Abo sind für dieselbe Marke gedacht, etwa ein Land mit eigenem Shop.
- Basic Abo
- Grow Abo
- Advanced Abo
- Plus Vertrag
Ein Abo je Marke, auf jedem Tarif
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Eigene Preislisten für Geschäftskunden
Shopware 6 Kundengruppen und Preise aus dem Rule Builder
Magento 2 Kundengruppenpreise, Shared Catalogs in Adobe Commerce
WooCommerce B2B-Plugin mit Preisstufen je Benutzerrolle
Auf Shopify B2B-Kataloge für Firmenkunden
Unter Plus hängen die Kataloge an B2B-Märkten. Einen Katalog direkt einer Firma oder einem Standort zuweisen geht nur mit Plus.
- Basic 3
- Grow 3
- Advanced 3
- Plus beliebig
Bis 3 Kataloge überall, mehr nur mit Plus
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Anzahlung oder Teilzahlung bei großen Aufträgen
Shopware 6 Plugin oder Vorkasse-Rechnung von Hand
Magento 2 Extension oder Teilrechnung von Hand
WooCommerce Deposits-Plugin
Auf Shopify Anzahlung, Teilzahlungen, Zahlungsanforderung je Lieferung
Zahlungsziele wie Netto 30, Erinnerungen und die Bestellnummer des Kunden gibt es im B2B auf allen vier Tarifen.
- Basic –
- Grow –
- Advanced –
- Plus ja
Nur mit Plus
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Zusatzfelder im Checkout, etwa Liefertermin oder Kostenstelle
Shopware 6 Plugin oder angepasstes Checkout-Template
Magento 2 Checkout-Attribute per Extension
WooCommerce Checkout Field Editor
Auf Shopify Checkout-Erweiterung in den Schritten Kontakt, Versand und Zahlung
Ohne Plus wandert das Feld über das Theme in den Warenkorb oder per App auf die Danke-Seite. Beides geht auf jedem Tarif.
- Basic –
- Grow –
- Advanced –
- Plus ja
Nur mit Plus
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Regeln für Zahlungs- und Versandarten oder eigene Rabattlogik
Shopware 6 Rule Builder
Magento 2 Warenkorbregeln und Payment-Restriction-Extension
WooCommerce Plugin für bedingte Zahlarten
Auf Shopify Shopify Functions
Functions aus Apps im App Store laufen auf jedem Tarif. Eine Function, die nur für Ihren Shop gebaut wird, steckt in einer eigenen App und setzt Plus voraus.
- Basic App
- Grow App
- Advanced App
- Plus eigene
Per App überall, eigene Function nur mit Plus
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Viele Personen mit eigenem Zugang zur Verwaltung
Shopware 6 Admin-Benutzer mit ACL-Rollen
Magento 2 Admin-Benutzer mit Rollen
WooCommerce WordPress-Benutzer mit der Rolle Shop-Manager
Auf Shopify Mitarbeiterkonten mit Berechtigungen
Inhaber und Partner-Zugänge Ihrer Agentur zählen nicht mit. Gruppen, über die Berechtigungen gesammelt vergeben werden, gibt es nur mit Plus.
- Basic 0
- Grow 5
- Advanced 15
- Plus beliebig
Ab 16 Personen nur mit Plus
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Mehr als zehn Lager, Filialen oder Abholpunkte
Shopware 6 Lager per Erweiterung, Filialen über Kasse oder ERP
Magento 2 Quellen im Multi-Source Inventory
WooCommerce Mehrlager-Plugin
Auf Shopify Standorte für Lager, Filialen und Abholung
Apps und Fulfillment-Dienste werden wie Standorte geführt, zählen aber nicht mit.
- Basic 10
- Grow 10
- Advanced 10
- Plus 200
Ab dem elften Standort nur mit Plus
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Theme, Preise und Sichtbarkeit zu einem Stichtag umstellen
Shopware 6 Von Hand um Mitternacht oder per Cronjob
Magento 2 Content Staging in Adobe Commerce
WooCommerce Geplante Angebotspreise, der Rest von Hand
Auf Shopify Launchpad für geplante Kampagnen
Rabatte mit Start- und Enddatum gibt es auf jedem Tarif. Theme-Wechsel, Preise und Sichtbarkeit zusammen planen kann nur Launchpad.
- Basic Rabatte
- Grow Rabatte
- Advanced Rabatte
- Plus alles
Launchpad nur mit Plus
Geprüft am 20.10.2026 in der Shopify-Hilfe (B2B nach Tarif, Mitarbeiterkonten, Standorte), auf shopify.dev (Checkout-Erweiterungen, Functions), im App Store (Launchpad) und auf shopify.com/de/plus/preis (eine Marke je Vertrag). Wie die Funktion im alten Shop gelöst ist, unterscheidet sich je Installation, die Bezeichnungen sind die gängigen.
Zwei Zeilen lösen in Projekten am häufigsten die Plus-Frage aus.
Felder im Checkout. In Shopware, Magento und WooCommerce baut man Felder direkt in den Checkout, per Plugin oder im Template. Auf Shopify geht das in den Schritten Kontakt, Versand und Zahlung laut Entwicklerdoku nur mit Plus. Ohne Plus gibt es zwei Ausweichorte. Im Warenkorb lassen sich über das Theme auf jedem Tarif Felder ergänzen, deren Inhalt an der Bestellung landet. Die Danke- und die Bestellstatusseite lassen sich ebenfalls auf jedem Tarif erweitern, etwa für eine Umfrage oder eine nachträgliche Angabe. Für Pflichtangaben ist der Warenkorb aber nur eine Notlösung: Wer über einen Express-Button auf der Produktseite bezahlt, kommt am Warenkorb nie vorbei. Muss eine Angabe vor der Zahlung sicher feststehen, etwa ein Liefertermin für die Baustelle oder eine Altersbestätigung, ist das ein echter Grund für Plus.
Regeln für Zahlarten, Versand und Rabatte. Der Rule Builder in Shopware ist die Funktion, an der Umsteiger am meisten hängen. Auf Shopify übernehmen diese Arbeit Shopify Functions. Laut Entwicklerdoku laufen Functions aus Apps im App Store auf jedem Tarif. Eine Function, die nur für Ihren Shop gebaut wird, steckt in einer eigenen App und setzt Plus voraus. Die Frage ist also nicht, ob Ihre Regel geht, sondern ob es eine App gibt, die sie abbildet. Für „Rechnungskauf nur für Bestandskunden“ oder „keine Nachnahme ins Ausland“ gibt es die meist. Für eine Staffel, die Ihr Vertrieb vor zehn Jahren erfunden hat, eher nicht.
Bei den drei Zeilen mit Grenze lohnt ein zweiter Blick, bevor Sie Plus einplanen. Sechs Kundengruppen in Magento sind oft nur drei verschiedene Preislisten. Zwölf Admin-Benutzer schließen oft die Agentur und einen Steuerberater ein, deren Partner-Zugänge laut Shopify-Hilfe nicht mitzählen. Und von zwölf Lagern sind manche Fulfillment-Dienstleister, die als App angebunden werden und ebenfalls nicht zählen.
Die Gebührenrechnung für den DACH-Raum
Neben den Funktionen gibt es einen zweiten Weg, auf dem sich Plus bezahlt machen kann: Die meisten Zahlungen über Shopify Payments kosten in Plus weniger. Bei Karten sind es 1,3 % statt 1,6 %, bei Klarna 2,19 % statt 2,99 %. Gerade der Klarna-Unterschied fällt im DACH-Raum ins Gewicht, wo ein großer Teil der Kundschaft auf Rechnung oder in Raten kauft.
Zwei Zahlarten verändern die Rechnung nicht. Für PayPal und für manuelle Zahlarten wie Vorkasse fällt laut Shopify-Hilfe kein Aufschlag an, für PayPal allerdings nur, solange Shopify Payments Ihr Hauptanbieter ist. Wer ohne Shopify Payments arbeitet, zahlt auf jede Zahlung über einen externen Anbieter einen Aufschlag, in Advanced 0,6 %, in Plus 0,2 %.
Rechner
Ab welchem Umsatz die Gebühren das Plus-Abo bezahlen
Plus kostet im Abo mehr, bei jeder Zahlung über Shopify Payments aber weniger. Stellen Sie Ihren Online-Umsatz und Ihren Zahlungsmix ein. Die Anteile kommen aus der Auswertung der Zahlarten im alten Shop oder aus der Buchhaltung.
Ersparnis 0,3 Prozentpunkte je Zahlung
Ersparnis 0,8 Prozentpunkte je Zahlung
Etwa Rechnungskauf über einen eigenen Vertrag. Ersparnis 0,4 Prozentpunkte
PayPal, Vorkasse und Rest: 30 % kostet in beiden Tarifen gleich viel
−755 €
pro Monat: Die Gebühren allein bezahlen das Plus-Abo noch nicht.
Bei diesem Zahlungsmix gleichen sich Aufpreis und Ersparnis ab rund 566.000 € Umsatz im Monat aus, also etwa 6,8 Mio. € im Jahr.
Sätze laut shopify.com/de/preise am 20.10.2026: Karten online 1,6 % in Advanced, 1,3 % in Plus, Klarna 2,99 % und 2,19 %, Aufschlag für externe Anbieter 0,6 % und 0,2 %. Die festen 0,30 € bzw. 0,35 € je Zahlung sind in beiden Tarifen gleich und fallen heraus. Internationale Karten und Amex liegen in beiden Tarifen höher, die Differenz beträgt dort 0,4 Punkte, die Rechnung ist für sie also eher vorsichtig. Für PayPal und manuelle Zahlarten fällt kein Aufschlag an, für PayPal nur, solange Shopify Payments Ihr Hauptanbieter ist. Nicht enthalten ist die variable Plattformgebühr, auf die Shopify Unternehmen mit höherem Volumen umstellt. Verbindlich sind die Sätze in Ihrem Angebot.
Für das Beispiel vom Anfang, gut 4 Mio. € im Jahr oder rund 330.000 € im Monat, spart Plus mit dem voreingestellten Zahlungsmix rund 1.060 € Gebühren im Monat. Der Aufpreis beträgt 1.811 €. Die Gebühren tragen Plus hier also nicht. Bei einem Shop mit 8 Mio. € und hohem Klarna-Anteil kann das anders aussehen.
Zwei Einschränkungen gehören zu jeder solchen Rechnung. Shopify stellt laut Plus-Preisseite „komplexere Unternehmen mit höherem Volumen“ auf eine variable Plattformgebühr nach Umsatz und Geschäftsmodell um, ab welcher Größe, steht dort nicht. Und die Kartensätze für Plus nennt die Preisseite in ihrer Vergleichstabelle, die Plus-Seite verweist für die aktuellen Sätze an den Vertrieb. Rechnen Sie mit diesem Werkzeug vor und lassen Sie sich die Zahlen im Angebot bestätigen.
Mehrere Marken und Länder
Bei mehreren Marken oder Ländern verschiebt sich die Rechnung noch einmal. Plus schließt laut Preisseite den Haupt-Shop und neun Erweiterungs-Shops ein, jeder weitere kostet 250 € im Monat oder eine Umsatzbeteiligung. Allerdings gilt eine Marke je Vertrag. Wer in Shopware zwei Marken als zwei Verkaufskanäle führt, braucht auf Shopify zwei Shops, und auf Plus zwei Verträge. Mit Advanced sind es zwei Abos zu je 289 €. Jeder aktive Erweiterungs-Shop braucht außerdem eine eigene Theme-Lizenz.
Länder sind dagegen meist kein Grund für einen zweiten Shop. Sie laufen als Märkte im selben Shop, auf jedem Tarif. Ab Advanced lassen sich Inhalte und Checkout je Markt anpassen. Nur wer je Land eine eigene Gesellschaft mit eigener Auszahlung führt, braucht dafür Plus oder einen eigenen Shop je Gesellschaft.
Wann der Tarif feststehen muss
Die gute Nachricht für Umsteiger: Der Tarif muss nicht am ersten Projekttag unterschrieben sein. Ihre Agentur baut den Shop als Übergabe-Shop in ihrem eigenen Partnerkonto und kann dort laut Shopify-Hilfe für Partner Plus-Funktionen auswählen, bevor Sie einen Plus-Vertrag haben. Erst bei der Übergabe wechselt der Shop zu Ihnen.
Projektplan
Sechs Etappen bis zum richtigen Tarif
Der Tarif wird nicht am Go-live-Tag ausgesucht. Er fällt im Konzept, wird in der Entwicklung gebaut und einige Monate nach dem Start mit echten Zahlen überprüft.
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Konzept, Woche 1 bis 2
Funktionen zählen
Tarif: offen- Admin-Benutzer, Lager und Filialen, Kundengruppen mit eigenen Preisen zählen
- Felder und Regeln im alten Checkout auflisten, auch die aus Plugins
- Zahlungsmix der letzten zwölf Monate aus Shop-Auswertung oder Buchhaltung ziehen
Fertig, wenn Für jede Funktion steht fest, ab welchem Tarif Shopify sie kann.
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Konzept, Woche 2 bis 3
Jede Plus-Zeile einzeln prüfen
Tarif: entschieden- Für jede Funktion, die nur Plus kann, einen Weg ohne Plus suchen
- Aufwand und laufende Kosten des Umwegs gegen den Aufpreis halten
- Entscheidung mit Begründung ins Konzept schreiben
Fertig, wenn Der Tarif hat eine Begründung, die nicht „ab dieser Größe immer“ lautet.
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Vor der Entwicklung, nur bei Plus
Angebot einholen
Tarif: Angebot- Umsatz, Zahlungsmix, Geschäftsmodell und Technik an den Plus-Vertrieb geben
- Laufzeit, Kartensätze, Abrechnungswährung und eine mögliche variable Gebühr prüfen
- Klären, ab wann das Abo läuft, wenn der Go-live erst in Monaten ist
Fertig, wenn Das Angebot liegt vor, und die Gebühren darin stimmen mit Ihrer Rechnung überein.
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Entwicklung
Im Übergabe-Shop bauen
Tarif: im Test- Die Agentur legt den Shop als Übergabe-Shop an und wählt bei Bedarf Plus-Funktionen
- Checkout-Erweiterungen, B2B-Kataloge und eigene Functions dort bauen und testen
- Shopify Payments nicht aktivieren, auch nicht im Testmodus, sonst scheitert die Übergabe
Fertig, wenn Alles, was Plus braucht, läuft im Testshop und ist abgenommen.
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Go-live
Übergeben, Tarif wählen, einrichten
Tarif: aktiv- Shop an Sie übergeben, Tarif wählen, Shopify Payments aktivieren
- Was Plus nicht von selbst einrichtet: Launchpad installieren, Berechtigungsgruppen anlegen
- Erweiterungs-Shops anlegen, jeder aktive braucht eine eigene Theme-Lizenz
Fertig, wenn Die erste echte Bestellung läuft im gewählten Tarif durch, mit den geplanten Funktionen.
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3 bis 6 Monate danach
Mit echten Zahlen nachrechnen
Tarif: geprüft- Zahlungsmix, Mitarbeiterkonten, Kataloge und Standorte gegen die Grenzen legen
- Upgrade von Advanced auf Plus ist ein Tarifwechsel, kein Neuaufbau
- Plus mit einem oder drei Jahren Laufzeit lässt sich erst nach Ablauf kündigen
Fertig, wenn Sie wissen, ob und wann der Tarif wechselt, und warum.
Übergabe-Shops und Plus-Funktionen laut Shopify-Hilfe für Partner, Theme-Lizenz je Erweiterungs-Shop laut Hilfe zum Plus-Tarif, Kündigung nach Laufzeit laut shopify.com/de/preise, jeweils Stand 20.10.2026. Ob das Plus-Abo erst mit dem Go-live beginnt, regelt Ihr Vertrag.
Daraus ergibt sich eine einfache Regel. Bleibt nach Etappe zwei keine Funktion übrig, die nur Plus kann, und tragen die Gebühren den Aufpreis nicht, starten Sie mit Advanced. Der Weg nach oben ist laut Shopify ein Tarifwechsel ohne Neuaufbau. Ein Plus-Vertrag dagegen bindet Sie für ein oder drei Jahre, kündigen lässt er sich laut Preisseite erst nach Ablauf der Laufzeit. Was nach einem späteren Wechsel auf Plus zu tun bleibt, sind Einrichtungsarbeiten: Checkout-Erweiterungen, Kataloge, Launchpad und Gruppen kommen nicht von selbst.
Umgekehrt gilt: Steht eine Plus-Funktion schon im Konzept fest, etwa Anzahlungen im Großhandel, sollte der Shop von Anfang an damit gebaut werden. Wer erst auf Advanced startet und die Funktion als Übergangslösung mit Apps und Handarbeit nachbildet, baut sie nach dem Upgrade ein zweites Mal.
Checkliste
Bevor Sie den Tarif unterschreiben
Die ersten vier Punkte gehören in die Bestandsaufnahme, die nächsten drei in die Entscheidung, die letzten drei in das Angebot und die Zeit nach dem Go-live. Ihre Häkchen bleiben in diesem Browser gespeichert.
0 von 10 erledigt
Wo Sie ansetzen, je nach Ausgangslage
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Keine Funktion bleibt übrig, die nur Plus kann | Mit Advanced starten und nach drei bis sechs Monaten mit echten Zahlen prüfen. Das Upgrade ist ein Tarifwechsel |
| Shopware 6 mit vielen Regeln im Rule Builder | Für jede Regel eine App mit Functions suchen. Nur für Logik, die keine App abbildet, eine eigene Function mit Plus |
| Magento mit mehr als drei Kundengruppenpreisen | Erst Gruppen mit gleichen Preisen zusammenlegen. Bleiben mehr als drei Preislisten, ist Plus fällig |
| WooCommerce mit Checkout Field Editor | Felder in den Warenkorb oder auf die Danke-Seite legen. Pflichtangaben, die vor der Zahlung feststehen müssen, brauchen Plus |
| Großhandel mit Anzahlungen oder Teilzahlungen | Plus von Anfang an einplanen und die Zahlungsabläufe im Übergabe-Shop bauen |
| Mehr als 15 Personen mit eigenem Zugang zur Verwaltung | Partner-Zugänge abziehen. Bleiben mehr als 15, ist Plus fällig. Geteilte Logins sind keine Lösung |
| Mehr als zehn Filialen mit Kasse | Plus einplanen: 20 POS-Pro-Standorte sind enthalten, bis 200 mit Shopify Payments |
| Zwei Marken auf einer Shopware- oder Magento-Installation | Ein Shop je Marke. Bei Plus bedeutet das ein Vertrag je Marke, bei Advanced ein Abo je Marke |
| Über 6 Mio. € Umsatz, rund 70 % der Zahlungen über Karten und Klarna | Gebührenrechner mit dem eigenen Zahlungsmix füllen. Plus kann sich hier allein über die Gebühren tragen |
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten
Beim Umstieg auf Shopify wird der Tarif oft nach Gefühl gewählt, nach der Größe des Shops oder nach der Gewohnheit der Agentur. Drei Fragen machen daraus eine begründete Entscheidung.
Welche Funktion geht nur mit Plus? Nicht der Umsatz entscheidet, sondern eine Liste aus Feldern, Regeln, Zugängen, Katalogen und Standorten. Für jede Zeile, die nur Plus kann, gibt es einen Weg ohne Plus oder einen guten Grund dagegen.
Was zahlen Sie heute an Gebühren? Mit Ihrem echten Zahlungsmix ist schnell ausgerechnet, ob Plus sich über die Gebühren selbst trägt. Laufen etwa 40 % der Zahlungen über Karten und 30 % über Klarna, ist das ab rund 6 Mio. € Jahresumsatz der Fall.
Wann muss es feststehen? Im Konzept, nicht am Go-live-Tag. Im Zweifel starten Sie mit Advanced, denn der Wechsel nach oben ist einfach, ein Plus-Vertrag dagegen bindet Sie für ein oder drei Jahre.
Wenn Sie vor dieser Entscheidung stehen und Ihre Funktionsliste einmal mit jemandem durchgehen möchten, der beide Tarife aus Projekten kennt: Lassen Sie uns sprechen. Wie wir Migrationen planen, steht auf Shopsystem-Migration. Für Shops ohne B2B und ERP-Anbindung gibt es den Migration-Starter zum Festpreis. Was der Wechsel von Ihrem System konkret bedeutet, lesen Sie auf Shopware zu Shopify, Magento zu Shopify und WooCommerce zu Shopify.