Produktbilder beim Shopify-Umstieg: Die Fotos kommen an, ihre Ordnung nicht
Nach dem Import ist jedes Bild da, und trotzdem zeigt die Galerie alle Farben durcheinander, die Kachel die Rückansicht und der Newsletter graue Kästen. Der Beitrag zeigt, was in Shopware, Magento, WooCommerce und JTL an einem Produktbild hängt, wie Shopify Bilder importiert, warum eine Variante nur ein Bild trägt, wo Alt-Texte verloren gehen, wer die alten Bildadressen weiter aufruft und welchen Bildstandard Sie vor dem Import festlegen.
Ein Beispiel: ein Modehändler aus Franken, rund 3.100 Artikel, seit 2019 auf Magento 2. Fast jedes Teil gibt es in zwei bis vier Farben, jede Farbe mit drei bis fünf Bildern. Zusammen sind das gut 41.000 Produktbilder.
Der Import läuft über das Wochenende. Am Montag stimmt die Zählung: Jedes Bild ist in Shopify angekommen. Dann klickt die Teamleiterin im Kundenservice ein Leinenhemd an und wählt „Salbei“. Das große Bild wechselt, darunter stehen weiter Bilder in Sand und Anthrazit. In der Kategorieübersicht zeigen rund 600 Kacheln die Rückansicht. Die Alt-Texte sind leer. Und am Nachmittag fragt jemand, warum der Newsletter vom Donnerstag beim Öffnen nur graue Kästen zeigt.
Shopify hat am 17. Oktober die besten Tools, um den Fotohintergrund zu entfernen verglichen. Elf Werkzeuge, von der Bildbearbeitung direkt im Shopify-Admin über Web-Apps bis zu Editoren mit Pinsel für Haare, Glas und Schmuckketten. Dazu die Vorgaben der Marktplätze: Amazon verlangt für das Hauptbild einen rein weißen Hintergrund, eBay empfiehlt einen weißen oder hellen Hintergrund und mindestens 500 Pixel. Der Beitrag geht von einem Foto aus, das gerade entstanden ist. Wer umsteigt, hat nicht ein Foto. Er hat Zehntausende, und dazu eine Ordnung, die über Jahre gewachsen ist.
Dieser Beitrag ist für Händler, die mit einem großen Bildbestand von Shopware, Magento, WooCommerce oder JTL zu Shopify wechseln. Er zeigt, was im alten Shop an einem Produktbild hängt, wie Shopify Bilder importiert, warum eine Variante nur ein Bild trägt, wo Alt-Texte verloren gehen, wer die alten Bildadressen nach dem Go-live weiter aufruft und welchen Bildstandard Sie vor dem Import festlegen. Was die Kachel in der Kategorieübersicht außer dem Bild verliert, steht in Bild, Titel, Preis, wie Bilder in den Google-Feed kommen, in Google-Shopping-Feed beim Shopify-Umstieg.
Ein Produktbild ist mehr als eine Datei
Ein Migrationswerkzeug überträgt Dateien zuverlässig. Das ist der einfache Teil. Im alten Shop hängen an jedem Bild aber vier weitere Dinge, und die stehen nicht in der Datei:
- Die Reihenfolge. Welches Bild vorn steht, war im alten Shop eine Zahl, eine Rolle oder ein eigens gewähltes Vorschaubild.
- Die Variante. Zu welcher Farbe ein Bild gehört, regelt jedes System anders, oft mit einer eigenen Galerie je Farbe.
- Der Alt-Text. Er liegt je nach System am Bild, am Anhang oder in einem Attribut, häufig je Sprache.
- Die Adresse. Unter ihr kennt Google das Bild, und unter ihr binden Newsletter, Marktplätze und Partner es ein.
Was davon in Shopify ankommt, hängt davon ab, ob es im Export steht. Und das hängt davon ab, wo das alte System es speichert.
Bestand
Wo die Bilder heute liegen und was an ihnen hängt
Vier Systeme, vier Ordnungen. Wählen Sie Ihr System und sehen Sie, wie Adresse, Reihenfolge, Varianten und Alt-Text dort geregelt sind. Die Pfade sind Beispiele.
Shopware 6
/media/3f/a1/7c/1697712345/leinenhemd-sand.jpg Dazu Vorschaugrößen unter /thumbnail/ mit _800x800 im Namen. Der Ordner wird aus der Medien-ID gebildet, nicht aus dem Dateinamen.
- Reihenfolge
- Reihenfolge in der Produktgalerie, dazu ein eigens gewähltes Vorschaubild, das unter anderem die Produktliste zeigt.
- Varianten
- Varianten ohne eigene Bilder erben die Galerie des Hauptprodukts. Mit eigenen Bildern hat jede Variante ihre eigene Galerie.
- Alt-Text
- Am Medium, je Sprache. Ein Bild, das in drei Produkten steckt, hat überall denselben Alt-Text.
Beim Umzug Die Weiterleitungsliste für Bilder lässt sich nicht aus Dateinamen ableiten. Sie entsteht nur aus dem Datenbankexport mit dem echten Pfad.
Magento 2 / Adobe Commerce
/media/catalog/product/l/e/leinenhemd-sand.jpg Ausgeliefert werden meist verkleinerte Kopien unter /media/catalog/product/cache/<Hash>/. Diese Adressen kennt Google oft.
- Reihenfolge
- Position plus Rollen: Base, Small, Thumbnail und Swatch. Das Base Image ist das Hauptbild der Produktseite, egal an welcher Position es steht.
- Varianten
- Die einfachen Produkte eines konfigurierbaren Produkts haben eigene Bilder. Wählt die Kundin eine Farbe, tauscht das Theme die Galerie aus.
- Alt-Text
- Als Label am Bild, je Store View überschreibbar. Ohne eigenes Label gilt der globale Wert.
Beim Umzug Shopify kennt keine Rollen. Das Base Image muss im Import auf Position 1, sonst wird ein anderes Bild zum Hauptbild.
WooCommerce
/wp-content/uploads/2024/05/leinenhemd-sand.jpg Daneben liegen die verkleinerten Fassungen wie leinenhemd-sand-300x300.jpg. Der Ordner richtet sich nach dem Monat des Uploads.
- Reihenfolge
- Ein Produktbild plus Produktgalerie in fester Reihenfolge.
- Varianten
- Seit WooCommerce 11.1 kann jede Variation mehrere Bilder haben. Wählt die Kundin sie aus, tauscht WooCommerce die Galerie.
- Alt-Text
- Am Anhang in der Mediathek, nicht am Produkt. Ein Produktexport ohne Mediendaten enthält ihn nicht.
Beim Umzug Wer die neuen Galerien je Variation nutzt, verliert in Shopify am meisten: An der Variante bleibt ein einziges Bild.
JTL-Wawi und JTL-Shop 5
/media/image/product/123/lg/leinenhemd-sand~2.jpg Ein Ordner je Artikel und Größe (xs bis xl). Die Originale liegen unter /media/image/storage/, gepflegt werden die Bilder in der Wawi.
- Reihenfolge
- Bildnummer aus der Wawi. Ab dem zweiten Bild steht sie als ~2, ~3 im Dateinamen.
- Varianten
- Kindartikel sind eigene Artikel mit eigener Galerie. Dazu kommen Bilder je Variationswert, etwa ein Bild je Farbe.
- Alt-Text
- Über das Artikelattribut img_alt, gepflegt in der Wawi.
Beim Umzug Bleibt die Wawi im Einsatz, legen Sie vor dem Import fest, wo Bilder künftig gepflegt werden. Zwei Pflegeorte laufen auseinander.
Zwei Punkte aus dieser Übersicht kosten in Projekten regelmäßig Zeit.
Bei Magento bestimmt die Rolle das Hauptbild, nicht die Position. Das Hauptbild der Produktseite ist das Bild mit der Rolle Base Image, und das kann an Position vier stehen. Ein Export, der nur die Positionen überträgt, macht in Shopify das falsche Bild zum Hauptbild. Shopify kennt keine Rollen: Das erste Medium ist das Hauptbild. Laut Shopify-Hilfe zu Produktmedien erscheint es auf Kollektionsseiten, im Warenkorb, im Checkout und auf der Startseite. Bei unserem Modehändler stand das Base Image bei rund 600 Artikeln nicht vorn. Deshalb zeigten 600 Kacheln die Rückansicht.
Bei Shopware 6 lässt sich die Bildadresse nicht aus dem Dateinamen ableiten. Der Ordner unter /media/ wird standardmäßig aus der ID des Mediums gebildet. Für die Weiterleitungsliste weiter unten brauchen Sie deshalb einen Export aus der Datenbank, der zu jedem Bild den echten Pfad und das Produkt enthält. Aus Dateinamen lässt sich die Liste nicht rekonstruieren.
Shopify lädt jedes Bild selbst herunter
Beim Import schicken Sie Shopify keine Bilddateien, sondern Adressen. Laut Shopify-Hilfe zum CSV-Import lädt Shopify jedes Bild während des Imports herunter und speichert es neu. Die Adressen müssen öffentlich erreichbar sein, über https, ohne Passwortschutz, und jedes Bild braucht eine eigene Zeile. Viele Migrationswerkzeuge übergeben Bilder über die Schnittstelle ebenfalls als Adresse.
Daraus folgt eine Regel, die in vielen Projektplänen fehlt: Der alte Shop muss für Shopify erreichbar bleiben, bis der letzte Import gelaufen ist. Das ist nicht der erste Import vier Wochen vor dem Go-live, sondern der Abgleich in der Nacht davor und jede Korrektur danach. Wer den alten Shop vorher in den Wartungsmodus schickt, hinter ein Passwort legt oder die Domain schon umstellt, bekommt Downloadfehler. Muss der alte Server früher weg, kopieren Sie die Bilder vorher in einen öffentlichen Speicher und importieren von dort.
Import
Sieben Stationen eines Produktbilds
Vom Export im alten Shop bis zur Galerie auf der Produktseite. Zu jedem Schritt, was ankommen soll und woran es in Migrationsprojekten am häufigsten hängt.
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Altsystem
Bildliste exportieren
Artikel · Bild-URL · Reihenfolge · Alt-Text · VarianteHängt, wenn der Export nur das Hauptbild liefert oder Dateinamen ohne Pfad. Dann fehlen Galerie, Reihenfolge und die Zuordnung zur Farbe, bevor Shopify überhaupt beteiligt ist.
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Importdatei
Eine Zeile je Bild
Product image URL · Image position · Image alt textHängt, wenn mehrere Bilder in einer Zelle stehen, wie es manche Exporte mit Komma oder Pipe trennen. Shopify erwartet für jedes Bild eine eigene Zeile.
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Shopify
Shopify lädt das Bild herunter
GET https://alter-shop.de/media/…/hemd-sand.jpgHängt, wenn der alte Shop im Wartungsmodus ist, hinter einem Passwort oder einer IP-Sperre liegt, kein https hat oder die Domain schon auf Shopify zeigt. Dann meldet der Import einen Downloadfehler.
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Shopify
Grenzen werden geprüft
unter 20 MB · bis 20 Megapixel · bis 250 MedienHängt, wenn Originale aus dem Fotostudio mit 30 oder 50 Megapixeln im Altsystem liegen. Shopify verkleinert sie nicht, der Import meldet einen Fehler.
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Shopify
Datei wird gespeichert
/cdn/shop/files/hemd-sand.jpgHängt, wenn der Dateiname auf thumb, small, large oder grande endet. Solche Namen nimmt Shopify nicht an. Bei gleichen Namen kann Shopify eine Kennung anhängen.
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Importdatei
Variante bekommt ihr Bild
Variant image URL · genau ein BildHängt, wenn die Farbe im Altsystem eine eigene Galerie hatte. Nur ein Bild findet einen Platz an der Variante, die übrigen hängen ohne Zuordnung am Produkt.
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Theme
Galerie wird angezeigt
Reihenfolge nach Image positionHängt, wenn das Hauptbild im Altsystem über eine Rolle bestimmt wurde, etwa das Base Image in Magento, und der Import nur die Positionen überträgt. Dann steht die Rückansicht vorn, und das erste Bild zeigt Shopify auch in der Kategorieübersicht, im Warenkorb und im Checkout.
Die Spaltennamen stammen aus der aktuellen Shopify-Vorlage. Ältere Namen wie Image Src akzeptiert Shopify weiterhin. Viele Migrationswerkzeuge übergeben Bilder über die Schnittstelle ebenfalls als Adresse.
Zwei Grenzen sollten Sie vor dem ersten Testimport prüfen.
Die Größe der Originale. Shopify nimmt Bilder unter 20 MB an. Bei der Auflösung nennt die Shopify-Hilfe zu Medientypen 25 Megapixel, die Entwicklerdoku und die Fehlermeldung beim Import nennen 20. Planen Sie mit 20. Wer im alten Shop die Originale aus dem Fotostudio hinterlegt hat, findet dort schnell Dateien mit 30 oder 50 Megapixeln. Die verkleinern Sie vor dem Import, nicht danach.
Die Zahl der Bilder je Produkt. Shopify erlaubt höchstens 250 Medien je Produkt, Bilder, Videos und 3D-Modelle zusammen. Laut Hilfe lässt sich diese Grenze nicht anheben. Für die meisten Kataloge spielt das keine Rolle. Ein Garn in 70 Farben mit je vier Bildern sind aber 280 Medien.
Nach dem Testimport gibt es einen einfachen Abgleich, der fast alle Fehler dieses Abschnitts findet: Zählen Sie die Bilder je Artikel im alten Shop und in Shopify und vergleichen Sie die beiden Listen. Jeder Artikel mit weniger Bildern ist ein Hinweis auf einen Downloadfehler, eine zu große Datei oder eine Zeile, in der mehrere Bilder in einer Zelle standen.
Eine Variante trägt genau ein Bild
Hier liegt der größte Unterschied zum alten Shop. In Magento hat jedes einfache Produkt eines konfigurierbaren Produkts eigene Bilder. In Shopware 6 kann jede Variante eine eigene Galerie haben, in JTL jeder Kindartikel. WooCommerce erlaubt seit Version 11.1 mehrere Bilder je Variation. Wählt die Kundin eine Farbe, wechselt die ganze Galerie.
In Shopify nicht. Laut Shopify-Hilfe zu Variantenbildern können Sie jeder Variante genau ein Bild zuweisen, Videos und 3D-Modelle gar keine. Alle weiteren Bilder hängen am Produkt, ohne Zuordnung zu einer Farbe.
Varianten
Ein Hemd in drei Farben, drei Arten von Galerie
Zwölf Bilder, vier je Farbe. Im alten Shop gehörten alle vier zu ihrer Farbe. In Shopify trägt jede Variante genau ein Bild, die übrigen hängen ohne Zuordnung am Produkt. Wählen Sie eine Farbe und vergleichen Sie, was die Kundin sieht.
Altsystem
Galerie je Variante
- Sand, vorn
- Sand, hinten
- Sand, Detail
- Sand, getragen
- Salbei, vorn
- Salbei, hinten
- Salbei, Detail
- Salbei, getragen
- Anthrazit, vorn
- Anthrazit, hinten
- Anthrazit, Detail
- Anthrazit, getragen
4 Bilder, alle in der gewählten Farbe
Dawn, Einstellung aktiviert
Andere Variantenbilder ausgeblendet
- Sand, vorn
- Sand, hinten
- Sand, Detail
- Sand, getragen
- Salbei, hinten
- Salbei, Detail
- Salbei, getragen
- Anthrazit, hinten
- Anthrazit, Detail
- Anthrazit, getragen
- Sand, hinten
- Sand, Detail
- Sand, getragen
- Salbei, vorn
- Salbei, hinten
- Salbei, Detail
- Salbei, getragen
- Anthrazit, hinten
- Anthrazit, Detail
- Anthrazit, getragen
- Sand, hinten
- Sand, Detail
- Sand, getragen
- Salbei, hinten
- Salbei, Detail
- Salbei, getragen
- Anthrazit, vorn
- Anthrazit, hinten
- Anthrazit, Detail
- Anthrazit, getragen
10 Bilder, 6 davon in einer anderen Farbe
Shopify mit Theme-Logik
Galerie nach Farbe gruppiert
- Sand, vorn
- Sand, hinten
- Sand, Detail
- Sand, getragen
- Salbei, vorn
- Salbei, hinten
- Salbei, Detail
- Salbei, getragen
- Anthrazit, vorn
- Anthrazit, hinten
- Anthrazit, Detail
- Anthrazit, getragen
4 Bilder, zugeordnet über Metafeld oder Theme
Die Shopify-Themes Dawn und Horizon haben eine Einstellung, die genau dafür gedacht zu sein scheint. In Dawn heißt sie „Andere Variantmedien ausblenden, nachdem eine ausgewählt wurde“, sie ist standardmäßig aus. Im Code der Themes sieht man, was sie tut: Sie blendet die Bilder aus, die einer anderen Variante zugeordnet sind. Im Beispiel ist das je Farbe genau eines. Die Rückansicht, das Detail und das Modellfoto der anderen Farben bleiben stehen, weil sie keiner Variante gehören.
Für dieses Problem gibt es drei Lösungen. Welche passt, sollten Sie vor dem Import entscheiden, denn jede verlangt andere Daten im Import.
Die Zuordnung in ein Metafeld schreiben. Jede Variante bekommt ein Metafeld mit einer Liste ihrer Bilder, und das Theme zeigt beim Farbwechsel nur diese. Das ist einmalige Entwicklungsarbeit im Theme. Der Import muss das Metafeld mitbefüllen, die Daten dafür stehen im alten Shop. Für die meisten Umsteiger mit vielen Farbvarianten ist das der sauberste Weg.
Ein Theme wählen, das selbst gruppiert. Einige Themes aus dem Theme Store bringen eine Gruppierung mit, und sie arbeiten unterschiedlich. Manche nutzen die Reihenfolge: Das Variantenbild eröffnet eine Farbe, alle Bilder bis zum nächsten Variantenbild gehören dazu. Dann muss der Import nur die Reihenfolge richtig setzen. Andere nutzen den Alt-Text, in dem dafür der Farbname oder ein Kürzel stehen muss. Das funktioniert ohne Entwicklung, aber der Alt-Text dient dann dem Theme statt den Menschen, die sich die Seite vorlesen lassen, und „Salbei“ beschreibt kein Bild. Wenn Sie diesen Weg gehen, dann mit vollständigen Alt-Texten, in denen der Farbname vorkommt.
Jede Farbe als eigenes Produkt anlegen. Dann hat jede Farbe ihre eigene Galerie, ihre eigene Adresse und ihren eigenen Eintrag in der Suche. Damit Kundinnen trotzdem zwischen den Farben wechseln können, gibt es die App Combined Listings. Sie fasst mehrere Produkte zu einem Angebot zusammen, steht aber nur in Shopify Plus zur Verfügung. Bewertungen, Weiterleitungen und Lagerbestand hängen dann an der einzelnen Farbe. Das ist eine Entscheidung über den Katalog, nicht über Bilder.
Alt-Texte gehen am leisesten verloren
Fehlende Bilder fallen am ersten Tag auf. Fehlende Alt-Texte fallen nie auf, weil die Seite genauso aussieht wie vorher. Die Bildersuche merkt es, und die Menschen, die sich Ihren Shop vorlesen lassen.
In Shopify gehört der Alt-Text zum einzelnen Bild. Laut Shopify-Hilfe zu Alt-Texten darf er bis zu 512 Zeichen lang sein, empfohlen sind höchstens 125. Eine Variante hat keinen eigenen Alt-Text. Ein Bild, das an der Variante „Sand“ hängt, braucht also einen Alt-Text, der für jede Kundin passt, die es sieht. Alt-Texte gehören in Shopify zu den übersetzbaren Inhalten, eine englische Fassung lässt sich also als Übersetzung übernehmen.
Wo sie im alten Shop liegen, entscheidet, ob sie im Export stehen:
- Magento speichert den Alt-Text als Label am Bild, je Store View überschreibbar. Ein Export auf globaler Ebene liefert nur den Standardwert. Wurde der Text in der Store View gepflegt, fehlt er dort.
- Shopware 6 speichert ihn am Medium, je Sprache. Exportieren Sie die Sprache, in der er gepflegt ist.
- WooCommerce speichert ihn am Anhang in der Mediathek, nicht am Produkt. Ein Produktexport ohne Mediendaten hat keinen.
- JTL führt ihn als Artikelattribut img_alt in der Wawi.
Wenn die alten Alt-Texte fehlen oder nur den Produktnamen wiederholen, nutzen Sie die Migration, um sie neu zu schreiben. Für 41.000 Bilder geht das nicht von Hand, aber aus Daten: Produktname, Farbe und Ansicht stehen im Export, oft schon im Dateinamen. „Leinenhemd in Sand, Rückansicht“ ist ein besserer Alt-Text als die meisten, die in alten Shops stehen. Der Bildeditor im Shopify-Admin kann für Bilder ohne Alt-Text ebenfalls Texte vorschlagen, aber Bild für Bild. Für neue Produkte ist das eine Hilfe, für den Bestand nicht.
Seit dem 28. Juni 2025 gilt für viele Onlineshops das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. In den WCAG, auf die sich seine Anforderungen stützen, stehen Textalternativen für Bilder an erster Stelle.
Die alten Bildadressen werden weiter abgerufen
Am Go-live-Tag zeigt Ihre Domain auf Shopify. Ab diesem Moment landet jede Anfrage an /media/catalog/product/… oder /wp-content/uploads/… bei Shopify, und dort liegt nichts. Shopify speichert Bilder unter /cdn/shop/files/, mit dem Namen der importierten Datei und gegebenenfalls einer angehängten Kennung.
Wer diese alten Adressen aufruft, sind nicht nur Besucher.
Bildadressen
Wer die alten Bildadressen noch aufruft
Ein Produktbild steht nicht nur auf der Produktseite. Sechs Stellen, die es über seine Adresse laden, und was jede davon nach dem Umschalten braucht.
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Google Bilder
Die alte Bildadresse und die Produktseite, auf der das Bild stand.
Nach dem Go-live Die Adresse läuft auf Shopify ins Leere. Ohne Weiterleitung fehlt der Bildersuche die Verbindung zum neuen Bild.
Weiterleitung Bilder mit Besuchern weiterleiten. Die Seiten dazu zeigt die Search Console mit dem Suchtyp Bilder, die Bildadressen das Serverprotokoll.
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Google Merchant Center
image_link und additional_image_link aus dem Produktfeed.
Nach dem Go-live Der neue Feed bringt neue Adressen mit. Ein Bild mit neuer Adresse erscheint laut Google meist innerhalb von drei Tagen.
neuer Feed Nichts weiterleiten, den neuen Feed prüfen. Ab 31. Januar 2027 verlangt Google mindestens 500 × 500 Pixel.
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Preisvergleich und Marktplätze
Bildadressen aus dem Exportfeed des alten Shops.
Nach dem Go-live Bis der neue Feed eingelesen ist, zeigen die Angebote auf den alten Server. Nach dem Umschalten stehen sie ohne Bild da.
neuer Feed Feeds aus Shopify anbinden, bevor der alte Shop abgeschaltet wird, nicht danach.
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Versendete Newsletter
Produktbilder, die beim Öffnen der Mail vom Shop geladen werden.
Nach dem Go-live Wer eine Mail von letzter Woche öffnet, sieht leere Flächen statt Produkten. Ändern lässt sich eine versendete Mail nicht.
Weiterleitung Die Bilder der letzten Kampagnen weiterleiten, falls Ihr Newsletter-Werkzeug sie nicht selbst gespeichert hat.
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Händler und Partner
Wiederverkäufer, Händlerportale und Affiliate-Seiten, die Ihre Bilder per Adresse einbinden.
Nach dem Go-live Ihre Produkte erscheinen dort ohne Bild, und niemand sagt es Ihnen.
Partner informieren Vor dem Go-live die neuen Adressen oder ein Bildpaket verschicken.
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Datenblätter, Kataloge, Presse
Links auf Bilder und PDF-Dokumente in Dateien und Artikeln, die niemand mehr ändert.
Nach dem Go-live Gedrucktes und archivierte Artikel zeigen weiter auf die alte Adresse, für immer.
Weiterleitung PDFs nach Shopify übernehmen und die verlinkten Adressen dauerhaft weiterleiten.
Ob Shopify Weiterleitungen von Adressen mit Dateiendung wie .jpg annimmt, beschreibt die Hilfe nicht. Legen Sie vor dem Go-live eine an und rufen Sie die alte Bildadresse über Ihre myshopify-Domain auf.
Google sagt dazu in seiner Anleitung zum Websiteumzug eindeutig: Bilder und Downloads wie PDFs gehören in den Umzugsplan und werden wie jede andere Adresse weitergeleitet. Für 41.000 Bilder samt ihren verkleinerten Kopien in mehreren Größen wird selbst das Limit von 100.000 Weiterleitungen knapp, in Plus sind es 20 Millionen. Wichtiger als der Platz ist ohnehin die Auswahl, denn die meisten alten Bildadressen ruft niemand mehr auf:
Die Bilder, die Besucher bringen. In der Search Console filtern Sie den Leistungsbericht nach dem Suchtyp Bilder. Er zeigt die Produktseiten, über die Besucher aus der Bildersuche kommen, für bis zu 16 Monate. Welche Bildadresse Google dabei kennt, zeigt er nicht. Die steht in den Zugriffsprotokollen des alten Servers, in den Anfragen von Googlebot-Image. In Magento sind das oft die Cache-Adressen mit dem langen Hash, und genau diese brauchen dann die Weiterleitung.
Die Bilder aus den letzten Newslettern. Viele Newsletter-Werkzeuge speichern Bilder bei sich, sobald Sie sie hochladen. Produktblöcke, die aus dem Shop befüllt werden, laden sie dagegen oft direkt von der Shopadresse. Öffnen Sie eine alte Mail und sehen Sie im Quelltext nach, woher die Bilder kommen.
Datenblätter und Kataloge. PDFs ziehen Sie nach Shopify um und leiten ihre alten Adressen dauerhaft weiter. Ein gedruckter Katalog ändert seine Links nicht.
Laut Shopify-Hilfe zu Weiterleitungen greifen sie nur für Adressen, unter denen keine Seite liegt. Das ist bei alten Bildpfaden der Fall, und weder /media/ noch /wp-content/ stehen auf der Liste der Pfade, die Shopify für sich reserviert. Ob Weiterleitungen von Adressen mit Dateiendung wie .jpg oder .pdf funktionieren, beschreibt die Hilfe aber nicht. Testen Sie es vor dem Go-live mit einer einzigen Adresse über Ihre myshopify-Domain, bevor Sie 2.000 davon anlegen. Wie die Weiterleitungsliste für Produkte und Kategorien entsteht, steht in 301-Redirects bei der Shopify-Migration.
Vereinheitlichen, bevor umgezogen wird
Zurück zum Shopify-Beitrag über Freistell-Werkzeuge. Ein Bildbestand aus zehn Jahren hat selten ein einheitliches Erscheinungsbild: Freisteller aus der ersten Fotoproduktion, graue Hintergründe aus der zweiten, Herstellerbilder in allen Formaten. Im alten Theme fiel das weniger auf. Ein neues, ruhigeres Theme zeigt jeden Unterschied.
Shopify bringt dafür eine Bildbearbeitung im Admin mit. Laut Shopify-Hilfe zur Mediengenerierung kann der Editor den Hintergrund durch eine einfarbige Fläche ersetzen oder transparent machen, einen neuen Hintergrund aus einer Beschreibung erzeugen und Bilder über ihren Rand hinaus erweitern. Die Funktionen sind derzeit für begrenzte Zeit in allen Tarifen ohne Aufpreis enthalten. Ob alle davon auch in einem deutschsprachigen Admin erscheinen, lässt die Hilfe offen. Sie schreibt nur, dass die Verfügbarkeit nach Tarif, Gerät und Sprache variieren kann. Zwei Einschränkungen nennt sie selbst: Generierte Bilder haben standardmäßig ein Megapixel, und sie tragen ein unsichtbares Wasserzeichen, das sich nicht entfernen lässt.
Für neue Produkte und einzelne Korrekturen ist das praktisch. Für den Bestand ist es der falsche Ort. 41.000 Bilder einzeln im Admin zu öffnen, dauert Monate. Wer vereinheitlichen will, tut es vor dem Import, mit einem Werkzeug, das Stapel verarbeitet, und importiert danach die bearbeiteten Dateien. Dann ist die Arbeit einmal gemacht, und Shopify bekommt Bilder, die schon zum neuen Theme passen.
Vorgabe
Der Bildstandard für den Import
Acht Festlegungen, bevor das erste Bild nach Shopify wandert. Jede kostet im Projekt eine Entscheidung, nachträglich kostet sie eine Bearbeitung je Bild.
- Bild 1
- Das Produkt allein, auf hellem, einheitlichem Grund
- Das erste Medium ist das Hauptbild. Shopify zeigt es in der Kategorieübersicht, im Warenkorb, im Checkout und auf der Startseite.
- Seitenverhältnis
- Eines für alle Produktbilder, etwa 1:1 oder 4:5
- Nur dann stehen die Kacheln in der Übersicht gleich hoch. Gemischte Formate aus zehn Jahren Shopbetrieb fallen nach dem Umzug als Erstes auf.
- Kantenlänge
- 2048 × 2048 Pixel bei quadratischen Bildern
- Laut Shopify-Hilfe die Größe, die meist am besten aussieht. Shopify verkleinert für jede Kachel selbst, vergrößert aber nie über das Original hinaus.
- Obergrenze
- Unter 20 MB und höchstens 20 Megapixel
- Die Hilfe nennt an einer Stelle 25 Megapixel, Entwicklerdoku und Importfehler nennen 20. Planen Sie mit der kleineren Zahl.
- Format
- PNG oder JPEG als Ausgangsdatei
- Shopify nennt PNG zuerst, dann JPEG. An den Browser liefert Shopify automatisch WebP oder AVIF aus, selbst konvertieren müssen Sie nicht.
- Dateiname
- Sprechend, klein, mit Bindestrichen
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leinenhemd-sand-vorn.jpg - Der Name steht später in der Bildadresse. Namen, die auf small, thumb, large oder grande enden, lehnt Shopify ab.
- Alt-Text
- Beschreibt, was zu sehen ist, mit Farbe und Ansicht
-
Leinenhemd in Sand, Rückansicht - Bis 512 Zeichen, Shopify empfiehlt höchstens 125. Er gehört dem Bild, nicht der Variante. Nutzt Ihr Theme ihn zur Gruppierung, muss er trotzdem beschreiben, was zu sehen ist.
- Variantenbild
- Die Vorderansicht jeder Farbe
- Jede Variante trägt genau ein Bild. Es erscheint, wenn die Kundin die Farbe wählt, alle weiteren Bilder sind ihr nicht zugeordnet.
Ein Wort zu Marktplätzen und Google. Amazon verlangt für das Hauptbild einen rein weißen Hintergrund, auf dem das Produkt 85 Prozent der Fläche einnimmt. Google erwartet im Merchant Center, dass das Produkt 75 bis 90 Prozent des Bildes füllt, und lehnt Wasserzeichen, Rahmen und Werbeeinblendungen ab. Ab dem 31. Januar 2027 müssen Bilder dort mindestens 500 × 500 Pixel groß sein. Wer eine Bildvorlage für alle Kanäle sucht, legt ein Original im Shopify-Standard an und erzeugt daraus die Fassungen je Marktplatz, nicht umgekehrt.
Ins Format müssen Sie dagegen keine Arbeit stecken. Shopify liefert an jeden Browser das Format aus, das er am besten verarbeitet, und verkleinert für jede Kachel selbst. In einer Stichprobe auf einem Shopify-Shop wog dasselbe Produktbild bei 600 Pixeln Breite als PNG 167 KB, in der WebP-Fassung, die der Browser tatsächlich erhielt, 31 KB. Wie sich das auf die Ladezeit auswirkt, steht in Lighthouse-Score bei der Shopify-Migration.
Checkliste
Bevor die Bilder nach Shopify wandern
Die ersten vier Punkte gehören in die Planung, die nächsten vier in den Testimport, die letzten drei an den Go-live und die Tage danach. Ihre Häkchen bleiben in diesem Browser gespeichert.
0 von 11 erledigt
Wo Sie ansetzen, je nach Ausgangslage
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Viele Farbvarianten mit eigener Galerie je Farbe | Metafeld mit den Bildern je Variante und eine Galerie im Theme, die es liest. Entscheiden, bevor importiert wird |
| Magento mit gepflegten Bildrollen | Base Image im Import auf Position 1 setzen und nach dem Testimport für jeden Artikel prüfen |
| Shopware 6 mit vielen Besuchern aus der Google-Bildersuche | Datenbankexport mit dem echten Medienpfad je Bild, daraus die Weiterleitungen für die Bilder mit Besuchern |
| WooCommerce mit Galerien je Variation | Mit dem größten Verlust rechnen: An der Variante bleibt ein Bild. Metafeld oder ein Produkt je Farbe |
| JTL-Wawi bleibt im Einsatz | Vorher festlegen, ob Bilder künftig in der Wawi oder in Shopify gepflegt werden, nicht in beiden |
| Alte Alt-Texte fehlen oder wiederholen nur den Produktnamen | Neu aus Daten erzeugen: Produkt, Farbe, Ansicht. Im Admin nur für neue Produkte nacharbeiten |
| Uneinheitliche Hintergründe und Formate aus vielen Jahren | Vor dem Import im Stapel vereinheitlichen, nicht danach im Admin Bild für Bild |
| Der alte Server soll früh abgeschaltet werden | Bilder vorher in einen öffentlichen Speicher kopieren und von dort importieren |
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten
Beim Umstieg auf Shopify kommen die Bilder fast immer vollständig an. Was verloren geht, ist das, was im alten Shop an ihnen hing. Drei Entscheidungen sichern es.
Ein Export, der mehr enthält als Dateien. Reihenfolge, Hauptbild, Variante, Alt-Text je Sprache und der echte Pfad. Was nicht im Export steht, kann Shopify nicht übernehmen.
Eine Antwort auf „ein Bild je Variante“, bevor importiert wird. Metafeld, Gruppierung im Theme oder ein Produkt je Farbe. Wer nachträglich auf ein Produkt je Farbe umbaut, importiert den Katalog ein zweites Mal.
Eine kurze Liste alter Bildadressen, die weitergeleitet werden. Nicht alle 41.000, sondern die mit Besuchern, die aus Newslettern und die aus PDFs. Und ein alter Shop, der so lange erreichbar bleibt, bis Shopify das letzte Bild abgeholt hat.
Wenn Sie mit einem großen Bildbestand zu Shopify wechseln wollen und wissen möchten, wie Ihre Farbvarianten dort aussehen: Lassen Sie uns sprechen. Wie wir Migrationen planen, steht auf Shopsystem-Migration, was der Wechsel von Magento konkret bedeutet, auf Magento zu Shopify.