Zahlungsziele beim Shopify-Umstieg: Netto 30 zählt ab der Bestellung
Im B2B steht „30 Tage netto“ in fast jedem Rahmenvertrag, gemeint ist meist: ab Rechnungsdatum. Shopify zählt ab dem Bestelltag. Der Beitrag zeigt, warum dieselbe Bestellung danach zwei Fälligkeitstage hat, welches Gegenstück zwölf übliche Konditionen in Shopify finden, wer nach dem Umstieg Zahlungen abgleicht und erinnert und was mit den offenen Rechnungen am Stichtag passiert.
Ein Großhandel für Friseurbedarf, rund 1.400 Salons als Kunden, seit 2018 auf Magento 2. Die Zahlungsziele pflegt die Buchhaltung in der Warenwirtschaft. Die meisten Salons zahlen 30 Tage netto, ein Drittel bekommt 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen, zwölf Ketten haben 60 Tage ausgehandelt. Die Mahnungen schreibt seit Jahren dieselbe Kollegin, in drei Stufen.
Im Testshop auf Shopify sieht zunächst alles richtig aus. Firmen und Standorte sind angelegt, jeder Standort hat sein Zahlungsziel, die Testbestellung vom 1. September geht ohne Zahlung durch. Dann fällt der Projektleiterin das Datum auf: fällig am 1. Oktober. Die Rechnung aus der Warenwirtschaft, geschrieben am 9. September beim Versand, nennt den 9. Oktober. Die Erinnerung, die das Team für den Fälligkeitstag eingerichtet hat, wäre acht Tage zu früh beim Salon gelandet.
Das ist kein Fehler in Shopify. Es ist eine andere Zählweise, und sie steht in der Dokumentation. Nur steht sie in keinem Migrationsplan.
Shopify hat am 14. Oktober erklärt, was die Zahlungsbedingung netto 30 bedeutet. Der volle Betrag ist innerhalb von 30 Kalendertagen fällig, ohne Abzug. Die Frist beginnt meist mit dem Rechnungsdatum, wenn nichts anderes vereinbart ist, und sie muss vor oder bei Vertragsschluss feststehen: Ein Zahlungsziel, das erst nachträglich auf der Rechnung steht, wird nicht automatisch Vertragsbestandteil. Der Beitrag vergleicht Netto 7 bis Netto 60 mit „2/10 netto 30“, erklärt den Zahlungsverzug nach § 286 BGB und nennt den gesetzlichen Verzugszins im B2B, neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Fast am Ende steht der Satz, der für Umsteiger der wichtigste ist: Bei den Netto-Zahlungsbedingungen in Shopify beginnt die Frist mit dem Tag der Bestellung, und die Zahlung wird nach Ablauf nicht automatisch eingezogen.
Dieser Beitrag ist für B2B-Händler, die mit ihren Zahlungszielen von Shopware, Magento, JTL oder plentymarkets zu Shopify wechseln. Er zeigt, warum dieselbe Bestellung danach zwei Fälligkeitstage hat, welches Gegenstück zwölf übliche Konditionen in Shopify finden, welches System nach dem Umstieg Zahlungen abgleicht und erinnert und was mit den offenen Rechnungen am Stichtag passiert. Wie Firmenkonten, Preislisten und das Kundenkonto insgesamt umziehen, steht in B2B-Kundenkonten beim Shopify-Umstieg.
Dreißig Tage, aber ab wann?
Im alten System hängt das Zahlungsziel selten am Shop selbst. In JTL-Wawi stehen Zahlungsziel und Skonto am Kunden. Adobe Commerce bringt mit dem B2B-Modul die Zahlungsart „Payment on Account“ mit einem Kreditrahmen je Firma mit. In Shopware und WooCommerce hängt das Ziel meist an der Zahlungsart Rechnung, an einem Plugin oder an der Warenwirtschaft dahinter. Fast überall gilt dasselbe: Die Frist läuft ab der Rechnung, und die Rechnung entsteht, wenn die Ware das Lager verlässt.
Shopify schreibt keine Rechnungen. Das übernimmt eine App oder Ihre Warenwirtschaft, wie in Rechnungen beim Shopify-Umstieg beschrieben. Das Zahlungsziel hängt deshalb an der Bestellung, und laut Shopify-Hilfe zu Zahlungsbedingungen beginnen alle Fristen an dem Tag, an dem die Bestellung aufgegeben wird. Liegen zwischen Bestellung und Versand acht Tage, ist die Bestellung in Shopify acht Tage früher fällig als auf der Rechnung.
Fristbeginn
Dieselbe Bestellung, zwei Fälligkeitstage
Eine Bestellung über 30 Tage netto, eine Position kam erst vom Lieferanten. Der Vertrag zählt ab der Rechnung, Shopify ab dem Bestelltag. Die Lieferzeit wird zur Differenz.
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Vertrag und Rechnung 30 Tage netto ab Rechnungsdatum
- 1.9. Bestellung
- 9.9. Versand und Rechnung
- 9.10. fällig laut Rechnung
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Shopify Netto 30 am Firmenstandort
- 1.9. Bestellung, Frist beginnt
- 1.10. fällig in Shopify
8 Tage, in denen Shopify die Bestellung schon als fällig führt
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Das Kundenkonto meldet „überfällig“
Ab dem 2. Oktober steht die Bestellung im Konto als überfällig, eine Woche bevor die Rechnung fällig ist.
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Die Erinnerung kommt acht Tage zu früh
Eine Zahlungserinnerung zum Fälligkeitstag geht am 1. Oktober raus. Verzug löst sie nicht aus, sie verärgert nur.
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Die Liste der fälligen Bestellungen täuscht
Die Ansicht „fällig“ im Adminbereich führt die Bestellung ab dem 1. Oktober. Wer nach ihr mahnt, mahnt zu früh.
Beispiel mit Daten aus 2026: Bestellung am Dienstag, 1. September, Versand und Rechnung am Mittwoch, 9. September. Laut Shopify-Hilfe beginnen alle Zahlungsziele am Tag der Bestellung, und bei Ablauf wird nichts automatisch eingezogen. Stand Oktober 2026.
Bei Ware, die am selben oder am nächsten Tag das Lager verlässt, beträgt der Unterschied einen Tag und fällt kaum auf. Spürbar wird er bei Rückständen, Sonderanfertigungen, Streckengeschäft und Vorbestellungen. Ein Sonderfall sind Bestellungen, die Ihr Vertrieb erst prüft. Wer Bestellungen als Entwurf zur Prüfung einreichen lässt, sollte im Test nachsehen, ob die Frist ab der Einreichung oder ab der Freigabe läuft. Die Hilfe sagt dazu nichts.
Drei Wege, die beiden Termine anzugleichen
Einen Schalter, der Shopify ab Rechnungsdatum zählen lässt, gibt es nicht. Es gibt drei Wege, mit dem Unterschied umzugehen. Welcher passt, hängt von Ihren Lieferzeiten ab und davon, wie oft Ihre Kunden im Konto nachsehen.
Den Vertrag an Shopify anpassen. In neuen Rahmenverträgen und in den Bedingungen für Geschäftskunden läuft die Frist ab Bestelldatum. Wenn Sie fast alles ab Lager liefern, ist das der sauberste Weg, weil Konto, Rechnung und Erinnerung dasselbe Datum nennen. Ihr Kunde verliert dabei ein paar Tage. Das ist also eine Verhandlung und keine Einstellung. Laufende Verträge ändern Sie nicht einseitig, und ein neuer Satz auf der Rechnung reicht dafür nicht. Klären Sie die Formulierung mit Ihrem Rechtsberater.
In Shopify ein längeres Ziel wählen. Bei „30 Tage ab Rechnung“ und Lieferzeiten bis zu zwei Wochen stellen Sie in Shopify Netto 45 ein. Dann wird eine Bestellung im Konto nie früher überfällig als auf der Rechnung. Der Preis dafür: Ihre Kunden sehen zwei Daten und zahlen nach dem späteren. Effektiv verlängern Sie damit das Zahlungsziel, und das kostet Liquidität.
Shopify nur anzeigen lassen. In Shopify bleibt es bei Netto 30, damit der Kunde ohne Zahlung bestellen kann. Die Erinnerungen in Shopify bleiben aus. Fälligkeit, Erinnerung und Mahnung kommen aus der Warenwirtschaft, die ab Rechnungsdatum rechnet. Der Nachteil: Das Kundenkonto zeigt die Bestellung ab dem Shopify-Termin als überfällig. Das sollten Sie Ihren Kunden vorab einmal erklären, sonst kommen Rückfragen. Für Händler mit Warenwirtschaft und Lieferzeiten von mehr als ein paar Tagen ist das meist der robusteste Weg.
Was Shopify an Zahlungszielen kennt
An einem Firmenstandort kennt Shopify drei Arten von Zahlungszielen. Ohne Zahlungsbedingung ist die Zahlung sofort fällig, das ist der Standard. Netto gibt es mit 7, 15, 30, 45, 60 oder 90 Tagen. Bei „fällig bei Ausführung“ wird die Zahlung fällig, wenn alle Positionen der Bestellung versendet sind. Ein festes Datum lässt sich nur an einem einzelnen Bestellentwurf setzen. Jeder Standort hat genau ein Zahlungsziel. Wer heute je Kunde fein abgestufte Konditionen pflegt, muss sie auf diese Stufen bringen.
Konditionen
Zwölf übliche Konditionen und ihr Gegenstück in Shopify
Links, was heute in Rahmenverträgen und Kundenstammdaten steht. In der Mitte die Shopify-Stufe, die am nächsten kommt. Rechts, was sich dabei ändert.
- passt 3
- nächster Wert 3
- anders gezählt 1
- außerhalb von Shopify 3
- nur mit Plus 2
Stand Oktober 2026. In der englischen Oberfläche heißen die Stufen No payment terms, Net 7 bis Net 90, Due on fulfillment und Fixed date. Alle Netto-Ziele zählen ab dem Bestelltag, nicht ab der Rechnung.
Drei Zeilen aus der Übersicht betreffen fast jeden B2B-Shop.
14 Tage gibt es nicht. „14 Tage netto“ ist in Deutschland eine der häufigsten Konditionen, Shopify hat Netto 15 als nächste Stufe. Das ist ein Tag mehr als vereinbart, dazu der Beginn am Bestelltag statt am Rechnungsdatum. Für die meisten Kunden ist das harmlos. Wichtig ist nur, dass Rechnung und Konto zwei verschiedene Daten zeigen und Ihre Erinnerungen sich nach dem Vertrag richten, nicht nach dem Konto.
Skonto bleibt in der Buchhaltung. Einen Abzug für frühe Zahlung kennt Shopify nicht, siehe auch Rabatte beim Shopify-Umstieg. Zahlt ein Salon 98 % des Betrags, ist die Bestellung in Shopify nicht vollständig bezahlt. Den Ausgleich bucht die Buchhaltung, und Shopify erfährt nur, dass der Posten erledigt ist. Wie das zurückkommt, zeigt der nächste Abschnitt.
Anzahlung und Teilzahlung gibt es nur in Plus. Laut der Übersicht der B2B-Funktionen je Tarif sind Zahlungsziele, Zahlungserinnerungen und gespeicherte Kreditkarten in Basic, Grow, Advanced und Plus enthalten. Anzahlungen, Teilzahlungen und Zahlungsaufforderungen je Teillieferung bietet nur Plus. Wer heute „30 % bei Auftrag, Rest bei Lieferung“ vereinbart oder Teillieferungen einzeln abrechnet, plant mit Plus oder lässt diesen Teil in der Warenwirtschaft. Wie Teillieferungen bei Shopify funktionieren, steht in Teillieferungen beim Shopify-Umstieg.
| Funktion rund ums Zahlungsziel | Basic, Grow, Advanced | Plus |
|---|---|---|
| Netto-Ziele und „fällig bei Ausführung“ | ja | ja |
| Zahlungserinnerungen | ja | ja |
| Gespeicherte Kreditkarte belasten | ja | ja |
| Bestellung als Entwurf zur Prüfung | ja | ja |
| Bestellnummer des Kunden (PO-Nummer) | ja | ja |
| Anzahlung je Firma oder Bestellentwurf | nein | ja |
| Teilzahlungen | nein | ja |
| Zahlungsaufforderung je Teillieferung | nein | ja |
| Aktive B2B-Kataloge mit eigenen Preisen | bis zu 3 | unbegrenzt |
| Katalog direkt an einer Firma | nein | ja |
In den Tarifen Starter und Retail gibt es kein B2B. Stand der Tabelle ist Oktober 2026.
Die Rückmeldung, die in keinem Plan steht
Wenn ein Zahlungsziel abläuft, zieht Shopify nichts automatisch ein. Ihre Kunden können zwischen Bestellung und Fälligkeit jederzeit über die Bestellung im Kundenkonto bezahlen. Liegt eine Kreditkarte gespeichert vor, belasten Sie sie selbst im Adminbereich. Im deutschen B2B überweisen die meisten Kunden trotzdem. Die Überweisung landet dann nicht in Shopify, sondern auf Ihrem Bankkonto, und dort ordnet sie die Buchhaltung der Rechnung zu.
Zahlungseingang
Der Weg einer Rechnung bis „bezahlt“
Sechs Schritte zwischen Bestellung und erledigtem Posten, wenn der Kunde überweist. Drei davon passieren außerhalb von Shopify. Ohne den fünften erfährt Shopify nie, dass das Geld da ist.
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Shopify
Bestellung ohne Zahlung
Der Standort hat Netto 30. Shopify setzt die Fälligkeit ab dem Bestelltag.
Status in Shopify: Zahlung ausstehend
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Warenwirtschaft
Rechnung beim Versand
Die Warenwirtschaft oder Rechnungs-App vergibt Nummer und Datum, nennt die Fälligkeit laut Vertrag und den Skonto.
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Kunde und Bank
Überweisung des Kunden
Mit der Rechnungsnummer im Verwendungszweck, auf Ihr Bankkonto. Shopify bekommt davon nichts mit.
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Warenwirtschaft
Abgleich in der Buchhaltung
Die Zahlung wird der Rechnung zugeordnet, ein Skontoabzug oder eine Differenz wird gebucht.
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Anbindung fehlt oft im Plan
Rückmeldung an Shopify
Die Anbindung markiert die Bestellung als bezahlt, per Admin-API mit orderMarkAsPaid oder von Hand im Adminbereich.
Status in Shopify: Bezahlt
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Shopify
Erinnerungen enden
Das Kundenkonto zeigt die Bestellung als bezahlt, sie fällt aus der Ansicht der fälligen Bestellungen.
Zahlt der Kunde selbst über die Bestellung im Kundenkonto oder belasten Sie eine gespeicherte Karte, entfallen die Schritte 3 bis 5: Die Zahlung läuft dann über Shopify. Im deutschen B2B ist die Überweisung trotzdem der Regelfall.
Der fünfte Schritt fehlt in vielen Plänen, weil das alte System ihn nicht brauchte. Wenn der Shop die offenen Posten selbst führte oder gar keine kannte, gab es nichts zurückzumelden. Bei Shopify bleibt eine Bestellung mit Zahlungsziel auf „Zahlung ausstehend“, bis jemand sie als bezahlt markiert. Bis dahin gehen Erinnerungen raus, und das Konto zeigt die Bestellung als offen, später als überfällig.
Technisch ist die Rückmeldung keine große Sache. Die Admin-API hat dafür die Mutation orderMarkAsPaid, und von Hand geht es im Adminbereich an der Bestellung. Ob Ihre Anbindung an die Warenwirtschaft den Status zurückschreibt, steht in deren Dokumentation, oft unter Zahlungsabgleich oder Zahlungsstatus. Fragen Sie danach, bevor der erste Kunde eine Erinnerung für eine Rechnung bekommt, die er längst bezahlt hat. Wie solche Anbindungen grundsätzlich gebaut werden, steht in ERP-Shopify-Integration.
Beim Skonto heißt das: Die Buchhaltung gleicht den Posten mit dem Abzug aus und meldet „bezahlt“. Den Abzug selbst sieht Shopify nicht, er steht nur in der Buchhaltung. Dort gehört er auch hin, denn für Umsatzsteuer und Abschluss zählt ohnehin die Buchhaltung, nicht der Shop.
Erinnerungen: ein Absender pro Stufe
Für Bestellungen mit Zahlungsziel verschickt Shopify bis zu fünf Erinnerungen je Bestellung, am Fälligkeitstag oder bis zu 30 Tage danach. Eingestellt wird das unter Einstellungen › Benachrichtigungen, beschrieben in der Hilfe zu aufgeschobenen Zahlungen. Vor dem Fälligkeitstag schickt Shopify nichts. Für Bestellungen mit Abos, Vorbestellungen und „erst testen, dann zahlen“ gibt es keine Erinnerungen. Dazu kommt eine Aktion in Shopify Flow, die eine Erinnerung an den Hauptkontakt der Firma schickt. Die Flow-Hilfe rät selbst, Doppelungen mit den Einstellungen zu prüfen.
Damit gibt es nach dem Umstieg bis zu drei mögliche Absender: die Einstellungen, Flow und die Warenwirtschaft mit ihren Mahnstufen. Bekommt ein Kunde an einem Tag zwei Erinnerungen zu einer Rechnung, wirkt das nicht gründlich, sondern unorganisiert.
Erinnern und mahnen
Wer sich wann beim Kunden meldet
Sieben Tage vor bis 45 Tage nach dem Fälligkeitstag. Shopify übernimmt die freundlichen Erinnerungen, die Warenwirtschaft die Mahnstufen. Was davor kommt, kann Shopify nicht.
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App oder Warenwirtschaft Hinweis vor Fälligkeit
Vor dem Fälligkeitstag verschickt Shopify nichts. Ein „bald fällig“ braucht eine App oder die Warenwirtschaft.
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Shopify, Einstellungen Zahlungserinnerungen
Bis zu fünf je Bestellung, am Fälligkeitstag oder bis zu 30 Tage danach. Im Beispiel zwei: am Tag selbst und eine Woche später.
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Shopify Flow Erinnerung als Workflow
Alternative zu den Einstellungen, geht an den Hauptkontakt der Firma. Nur eins von beiden einschalten.
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Warenwirtschaft Mahnstufen
Förmlich, mit Gebühren, Verzugszinsen und Liefersperre. Im Beispiel drei Stufen im Abstand von zwei Wochen.
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Gesetz, B2B Verzug spätestens
30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung, mit einer Mahnung nach Fälligkeit oder einem vereinbarten Kalendertermin früher.
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Ein Absender je Stufe
Einstellungen, Flow oder Warenwirtschaft: Jede Stufe kommt aus genau einem System. Zwei Mails zur selben Rechnung an einem Tag wirken unorganisiert.
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Erinnern nur mit Rückmeldung
Solange „bezahlt“ nicht aus der Buchhaltung zurückkommt, erinnert Shopify auch Kunden, die längst überwiesen haben.
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Förmliches bleibt in der Warenwirtschaft
Mahnstufen, Gebühren, Zinsen und Liefersperre kennt Shopify nicht. Sie bleiben dort, wo die offenen Posten geführt werden.
Die Tage sind ein Beispiel und setzen voraus, dass Shopify und Rechnung denselben Fälligkeitstag nennen. Shopify-Regeln laut Hilfe, Stand Oktober 2026. Rechtsgrundlage § 286 Abs. 3 und § 288 BGB, keine Rechtsberatung.
Die Aufteilung, die sich bewährt: Shopify erinnert freundlich, die Warenwirtschaft mahnt förmlich. Das setzt voraus, dass der Fälligkeitstag in Shopify und auf der Rechnung derselbe ist, also der erste der drei Wege von oben. Lassen Sie Shopify nur anzeigen, bleiben die Erinnerungen in Shopify aus, und alles kommt aus der Warenwirtschaft.
Am rechtlichen Rahmen ändert der Umstieg nichts. Im Geschäft zwischen Unternehmen tritt Verzug spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung ein (§ 286 Abs. 3 BGB), mit einer Mahnung nach Fälligkeit oder einem vereinbarten Kalendertermin auch früher. Dann fallen Verzugszinsen von neun Prozentpunkten über dem Basiszinssatz und eine Pauschale von 40 Euro an (§ 288 Abs. 2 und 5 BGB). Eine Erinnerung, die vor dem vereinbarten Termin kommt, löst keinen Verzug aus. Sie verärgert nur den Kunden. Das ist keine Rechtsberatung: Wie Ihre Mahnstufen formuliert sind, klären Sie mit Ihrem Rechtsberater.
Altrechnungen bleiben im alten System
Am Go-live-Tag haben Sie offene Rechnungen, je nach Kundenmix für einen bis drei Monate Umsatz. Die Netto-30-Rechnungen laufen in vier bis fünf Wochen aus, die Netto-60- und Netto-90-Rechnungen und alles Überfällige deutlich später. In dieser Zeit führen zwei Systeme offene Posten.
Stichtag
Offene Posten in zwei Systemen
Offene Forderungen in den Wochen um den Go-live, gemessen am offenen Betrag am Stichtag. Die Summe bleibt ungefähr gleich, sie wechselt nur langsam das System.
- offen im Altsystem
- offen in Shopify
- Fünf Wochen nach dem Go-live sind die Netto-30-Rechnungen vom Stichtag fast alle bezahlt.
- Was dann noch offen ist, sind Netto 60 und 90 und das Überfällige. Dieser Rest bleibt am längsten.
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Altrechnungen bleiben, wo sie entstanden sind
Die offenen Posten vom Stichtag führt die Buchhaltung oder das alte System zu Ende. Als unbezahlte Shopify-Bestellung bekäme jede eine zweite Fälligkeit.
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Ein Kreditrahmen über beide Systeme
Wer Limits prüft, rechnet in der Übergangszeit die offenen Altbeträge mit ein. Eine App in Shopify sieht nur Bestellungen in Shopify.
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Kunden wissen, wo welche Rechnung steht
Das neue Kundenkonto zeigt nur Bestellungen ab Go-live. Die Mail zum Umstieg nennt Bankverbindung, Nummernkreise und Ansprechpartner für Altrechnungen.
Beispielwerte für einen Kundenmix mit überwiegend Netto 30, einigen Netto-60- und Netto-90-Kunden und einem Rest überfälliger Rechnungen. Wie lange Ihre Übergangszeit dauert, zeigt eine Liste der offenen Posten nach Fälligkeit am Tag vor dem Go-live.
Die Versuchung ist groß, alles in Shopify zu haben. Offene Altrechnungen als unbezahlte Bestellungen in Shopify bekämen dort aber eine zweite Fälligkeit, die zur Rechnung nicht passt, und jede Zahlung müsste in zwei Systemen verbucht werden. Importieren Sie die Bestellhistorie, damit Ihre Kunden alte Bestellungen sehen und nachbestellen können. Die offenen Altposten führt aber weiter das System, in dem die Rechnung entstanden ist. Wie Sie dabei die Rechnungsnummern trennen, steht in Rechnungen beim Shopify-Umstieg.
Ein Punkt wird in der Übergangszeit gern übersehen: der Kreditrahmen. Wenn ein Salon in Magento 18.000 Euro offen hat und sein Rahmen 20.000 Euro beträgt, darf er in Shopify nicht noch einmal für 20.000 Euro bestellen. Einen Kreditrahmen je Firma sieht die Shopify-Hilfe nicht vor. Apps aus dem App Store schließen die Lücke, sehen aber nur Bestellungen in Shopify. Bis die Altposten ausgelaufen sind, gehört die Prüfung deshalb in die Warenwirtschaft, oder die App bekommt die offenen Altbeträge mitgeteilt.
Wer nach Zahlungsausfällen Kunden sperrt, braucht dieselbe Regel. Eine Sperre im alten System wirkt nicht im neuen Shop. Übernehmen Sie gesperrte Firmen zum Go-live ohne Zahlungsziel, dann bestellen sie wieder gegen Vorkasse, bis die Buchhaltung sie freigibt.
Checkliste
Bevor das erste Zahlungsziel live geht
Die ersten vier Punkte gehören in die Planung, die nächsten vier in den Test, die letzten drei an den Go-live. Ihre Häkchen bleiben in diesem Browser gespeichert.
0 von 11 erledigt
Wo Sie ansetzen, je nach Ausgangslage
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Versand ab Lager am selben oder nächsten Tag | Netto-Ziele direkt übernehmen, Shopify erinnert ab dem Fälligkeitstag, die Buchhaltung meldet „bezahlt“ zurück |
| Rückstände, Sonderanfertigung, Streckengeschäft | Shopify nur anzeigen lassen. Die Warenwirtschaft rechnet ab Rechnungsdatum und mahnt, die Erinnerungen in Shopify bleiben aus |
| Viele Kunden mit „14 Tage netto“ | Netto 15 einstellen, auf der Rechnung das Datum aus dem Vertrag drucken, die erste Erinnerung ein paar Tage nach Fälligkeit planen |
| Skonto bei einem großen Teil der Kunden | Skonto auf der Rechnung und in der Buchhaltung, Shopify bekommt nur „bezahlt“. Vor dem Go-live einmal mit 98 % Zahlung durchspielen |
| Kreditrahmen je Firma | Prüfung in der Warenwirtschaft oder per App, in der Übergangszeit die offenen Altposten mitrechnen |
| Anzahlungen oder Abrechnung je Teillieferung | Plus einplanen oder diesen Teil in der Warenwirtschaft lassen |
| Keine Warenwirtschaft, Rechnungen kamen aus dem Shop | Rechnungs-App und Zahlungsabgleich festlegen, bevor die Zahlungsziele live gehen. Sonst führt nach dem Umstieg niemand die offenen Posten |
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten
Netto 30 heißt in Shopify dasselbe wie im Vertrag, nur ab einem anderen Tag. Daraus folgen drei Entscheidungen, die vor dem Go-live fallen sollten.
Ein Fälligkeitstag, der gilt. Entweder zählen Vertrag und Shopify ab Bestellung, oder Shopify zeigt nur an und die Warenwirtschaft rechnet. Zwei Systeme, die beide mahnen, sind die schlechteste Lösung.
Eine Rückmeldung, die zurückkommt. Shopify erfährt von einer Überweisung nur, wenn jemand die Bestellung als bezahlt markiert. Ohne diesen Schritt bekommen zahlende Kunden Erinnerungen.
Ein Stichtag für die offenen Posten. Altrechnungen laufen im alten System aus, neue entstehen mit Shopify. Kreditrahmen und Sperren müssen in dieser Zeit beide Seiten sehen.
Wenn Sie mit Ihren B2B-Kunden zu Shopify wechseln wollen und wissen möchten, wo Ihre Konditionen danach liegen: Lassen Sie uns sprechen. Was Shopify für Firmenkunden mitbringt, steht auf Shopify B2B, wie wir Migrationen planen, auf Shopsystem-Migration.